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	<title>Kommentare zu: Captain Hook 2.0: oder, wie man Nachwuchsjournalisten auf Linie bringt</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Nachwuchsjournalistenpreis &#8220;Folgen der Internetpiraterie&#8221; &#8211; ausgerichtet vom SPIEGEL &#171; digiom by jana herwig &#8211; ein studientagebuch auf dem weg zum doktorat</title>
		<link>http://keimform.de/2009/captain-hook-20-oder-wie-man-nachwuchsjournalisten-auf-linie-bringt/#comment-16332</link>
		<dc:creator>Nachwuchsjournalistenpreis &#8220;Folgen der Internetpiraterie&#8221; &#8211; ausgerichtet vom SPIEGEL &#171; digiom by jana herwig &#8211; ein studientagebuch auf dem weg zum doktorat</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 19:16:16 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Kommentar auf Keimform dazu (Spon = SPIEGEL online): Herzlichen Glückwunsch, Spon! Ihr habt gezeigt, was Journalismus im [...]</description>
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		<title>Von: Die Piraten hören unsere Musik! Tötet sie! &#171; Wosch</title>
		<link>http://keimform.de/2009/captain-hook-20-oder-wie-man-nachwuchsjournalisten-auf-linie-bringt/#comment-16319</link>
		<dc:creator>Die Piraten hören unsere Musik! Tötet sie! &#171; Wosch</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 18:14:50 +0000</pubDate>
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		<description>[...] dank keimform.de auf den Wettbewerb [...]</description>
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		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/captain-hook-20-oder-wie-man-nachwuchsjournalisten-auf-linie-bringt/#comment-16316</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 09:56:21 +0000</pubDate>
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		<description>Um den Artikel geht&#039;s mir überhaupt nicht. Meiner Ansicht nach spielt es kaum mehr eine Rolle, was im Artikel steht, weil die Signale hier hauptsächlich von der systemischen Vorgehensweise, von den  Strukturen ausgehen; davon, dass der Preis der Musikindustrie in dieser Weise ausgeschrieben wurde und dennoch vom Spiegel in ihren Schülerzeitungswettbewerb integriert (oder zumindest als Einheit präsentiert) wird. Zudem wird von denjenigen, die sich über die Preisträger informieren (z.B. die Fotostrecke des Spiegels anschauen), kaum einer den Artikel lesen. Deshalb habe ich den Inhalt des Artikels in meiner Bewertung des Vorgangs auch gar nicht berücksichtigt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Um den Artikel geht&#8217;s mir überhaupt nicht. Meiner Ansicht nach spielt es kaum mehr eine Rolle, was im Artikel steht, weil die Signale hier hauptsächlich von der systemischen Vorgehensweise, von den  Strukturen ausgehen; davon, dass der Preis der Musikindustrie in dieser Weise ausgeschrieben wurde und dennoch vom Spiegel in ihren Schülerzeitungswettbewerb integriert (oder zumindest als Einheit präsentiert) wird. Zudem wird von denjenigen, die sich über die Preisträger informieren (z.B. die Fotostrecke des Spiegels anschauen), kaum einer den Artikel lesen. Deshalb habe ich den Inhalt des Artikels in meiner Bewertung des Vorgangs auch gar nicht berücksichtigt.</p>
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		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2009/captain-hook-20-oder-wie-man-nachwuchsjournalisten-auf-linie-bringt/#comment-16315</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 09:06:17 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Herzlichen Glückwunsch, Spon! Ihr habt gezeigt, was Journalismus im schlechtesten Fall ist: Hörigkeits-Berichterstattung im Interesse derjenigen, die Geld und Einfluss haben und diese Privilegien verteidigen wollen.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;So schlecht ist der &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,grossbild-1551837-629592,00.html&quot;&gt;Artikel&lt;/a&gt; ja nun nicht. Er geht zwar mehrmals relativ unkritisch auf die von der Musikindustrie beklagte &quot;1 Milliarde Euro Verlust&quot; ein, erwähnt aber auch, dass die jugendlichen Nichtkäufer das Geld, dass sie nach Ansicht der Musikindustrie für ihre Produkte ausgeben sollten, ja überhaupt nicht &lt;i&gt;haben.&lt;/i&gt; Und als Lösung spricht er sich keineswegs dafür aus, dass die jungen &quot;Piraten&quot; nun Downloaderei und CD-Tausch aufgeben sollten, sondern argumentiert eher für eine &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturflatrate&quot;&gt;Kulturflatrate&lt;/a&gt; und mahnt die Musikindustrie, sie müsse &quot;endlich mit der Zeit gehen&quot; und sich mit der &quot;Existenz kostenfreier Angebote&quot; arrangieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das bleibt zwar alles brav im Rahmen des kapitalismuskonformen Diskurses und stellt die Verwertung als solche &lt;a href=&quot;../../../../2007/11/22/auslaufmodell-gema/&quot;&gt;nicht in Frage&lt;/a&gt;, aber der Linie der Musikindustrie entspricht es nicht. Unter &quot;Hörigkeits-Berichterstattung&quot; würd ich mir was anderes vorstellen...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube das ist auch einfach ne Generationenfrage. Meiner Ansicht nach ist die Vorstellung, dass Musik, Filme, Software was Physisches sind (Ton- oder Datenträger) und als solches &quot;geklaut&quot; werden können, in den Köpfen der jüngeren Generation schon überhaupt nicht mehr präsent. Anders als für den (etwas älteren) Musiker, den sie interviewen, ist für Schüler/innen Musik etc. heute etwas, was man auf Festplatte, Stick oder Speicherkarte hat und ebenso selbstverständlich weitergeben kann wie andere Daten. Daher wird der Begriff &quot;Pirat&quot;, der eine als selbstverständlich empfundene Praxis zu diffamieren versucht, gar nicht mehr als negativ empfunden, sondern man &lt;a href=&quot;http://piratenpartei.de/&quot;&gt;macht ihn sich zu eigen&lt;/a&gt; (so wie früher andere diffamierend gemeinte Begriffe wie &quot;schwul&quot; oder &quot;queer&quot; oder &quot;schwarz&quot; von den Betroffenen übernommen und positiv umkonnotiert wurden).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Konzept des “geistigen Eigentums” ist IMHO in den Köpfen der jungen Generation überhaupt nicht mehr verankert und wird dort auch nicht mehr ankommen.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p>Herzlichen Glückwunsch, Spon! Ihr habt gezeigt, was Journalismus im schlechtesten Fall ist: Hörigkeits-Berichterstattung im Interesse derjenigen, die Geld und Einfluss haben und diese Privilegien verteidigen wollen.</p>
</blockquote>
<p>So schlecht ist der <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,grossbild-1551837-629592,00.html">Artikel</a> ja nun nicht. Er geht zwar mehrmals relativ unkritisch auf die von der Musikindustrie beklagte &#8220;1 Milliarde Euro Verlust&#8221; ein, erwähnt aber auch, dass die jugendlichen Nichtkäufer das Geld, dass sie nach Ansicht der Musikindustrie für ihre Produkte ausgeben sollten, ja überhaupt nicht <i>haben.</i> Und als Lösung spricht er sich keineswegs dafür aus, dass die jungen &#8220;Piraten&#8221; nun Downloaderei und CD-Tausch aufgeben sollten, sondern argumentiert eher für eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturflatrate">Kulturflatrate</a> und mahnt die Musikindustrie, sie müsse &#8220;endlich mit der Zeit gehen&#8221; und sich mit der &#8220;Existenz kostenfreier Angebote&#8221; arrangieren.</p>
<p>Das bleibt zwar alles brav im Rahmen des kapitalismuskonformen Diskurses und stellt die Verwertung als solche <a href="../../../../2007/11/22/auslaufmodell-gema/">nicht in Frage</a>, aber der Linie der Musikindustrie entspricht es nicht. Unter &#8220;Hörigkeits-Berichterstattung&#8221; würd ich mir was anderes vorstellen&#8230;</p>
<p>Ich glaube das ist auch einfach ne Generationenfrage. Meiner Ansicht nach ist die Vorstellung, dass Musik, Filme, Software was Physisches sind (Ton- oder Datenträger) und als solches &#8220;geklaut&#8221; werden können, in den Köpfen der jüngeren Generation schon überhaupt nicht mehr präsent. Anders als für den (etwas älteren) Musiker, den sie interviewen, ist für Schüler/innen Musik etc. heute etwas, was man auf Festplatte, Stick oder Speicherkarte hat und ebenso selbstverständlich weitergeben kann wie andere Daten. Daher wird der Begriff &#8220;Pirat&#8221;, der eine als selbstverständlich empfundene Praxis zu diffamieren versucht, gar nicht mehr als negativ empfunden, sondern man <a href="http://piratenpartei.de/">macht ihn sich zu eigen</a> (so wie früher andere diffamierend gemeinte Begriffe wie &#8220;schwul&#8221; oder &#8220;queer&#8221; oder &#8220;schwarz&#8221; von den Betroffenen übernommen und positiv umkonnotiert wurden).</p>
<p>Das Konzept des “geistigen Eigentums” ist IMHO in den Köpfen der jungen Generation überhaupt nicht mehr verankert und wird dort auch nicht mehr ankommen.</p>
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