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	<title>Kommentare zu: Basarökonomie oder Überproduktion – wo kommt die Krise her?</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Anonymous</title>
		<link>http://keimform.de/2009/basaroekonomie-oder-ueberproduktion-wo-kommt-die-krise-her/#comment-18595</link>
		<dc:creator>Anonymous</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 2010 19:33:18 +0000</pubDate>
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		<description>[...]  [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...]  [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: e.r.</title>
		<link>http://keimform.de/2009/basaroekonomie-oder-ueberproduktion-wo-kommt-die-krise-her/#comment-17069</link>
		<dc:creator>e.r.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 21:58:49 +0000</pubDate>
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		<description>@martin: muss man es als krise sehen, wenn von sachen, von denen weniger &quot;real&quot; gebraucht wird weniger bereitgestellt wird, auch wenn des der kapitalverwertung nicht so zuträglich ist? Finde halt nur das Argument, die Überproduktion zum Wohle der Lohnabhängigen zu verteidigen (daneben spielt ja auch noch ne Rolle, dass bisher jede krise die produktivität verstärkt hat, also weniger leute das selbe bereitstellen) etwas sozialdemokratisch

btw.: die &quot;klassische&quot; vwl ist eigentlich eher eine philosophische diziplin, die eher in langen zeiträumen &quot;denkt&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@martin: muss man es als krise sehen, wenn von sachen, von denen weniger &#8220;real&#8221; gebraucht wird weniger bereitgestellt wird, auch wenn des der kapitalverwertung nicht so zuträglich ist? Finde halt nur das Argument, die Überproduktion zum Wohle der Lohnabhängigen zu verteidigen (daneben spielt ja auch noch ne Rolle, dass bisher jede krise die produktivität verstärkt hat, also weniger leute das selbe bereitstellen) etwas sozialdemokratisch</p>
<p>btw.: die &#8220;klassische&#8221; vwl ist eigentlich eher eine philosophische diziplin, die eher in langen zeiträumen &#8220;denkt&#8221;.</p>
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	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/basaroekonomie-oder-ueberproduktion-wo-kommt-die-krise-her/#comment-17068</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 20:57:39 +0000</pubDate>
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		<description>[nachgereichte Antwort] @e.r. #7:

&lt;blockquote&gt;scheiden anbieter mit geringerem durchhaltevermögen (weniger vorher akkumuliertem kapital vielleicht) aus dem markt aus&lt;/blockquote&gt;

Richtig, und damit ist die Krise da. Das geht ja nicht ohne größere Entlassungen; die Menschen kriegen Angst und stellen ihre Autokäufe erst recht zurück ... Solche selbstverstärkenden Kreisläufe werden im Gleichgewichtsmodell nicht beachtet, ebenso Schwellenwerte (s. unten).

Das Modell ist nicht falsch, es abstrahiert nur von allem Wesentlichen. Das einzige, was es korrekt aussagt (dass am Ende Angebot und Nachfrage irgendwie zusammenkommen), ist eine Selbstverständlichkeit. Daher bringt es nicht allzu viel, es durch Ergänzungen (von denen du einige erwähnst) verbessern zu wollen.

&lt;blockquote&gt;die verbliebenen können auf grund des verringerten angebotes einen neuen markt- bzw. durschnittspreis durchsetzen&lt;/blockquote&gt;

Natürlich können sie das, aber es birgt ein großes Krisenpotential. Ein Beispiel sind Schwellenwerte: Vielleicht konnten sich zuvor 30 % der Arbeitenden grade noch ein Auto leisten. Steigt nun der Preis, müssen sie auf Gebrauchtwagen umsteigen. Aber die Autoindustrie kann nicht mal eben 30 % weniger Fahrzeuge verkaufen, weil die Produktionskapazitäten ja da sind. 30 % weniger Absatz würden nicht bedeuten, dass 30 % der Hersteller aus dem Markt gehen, sondern dass &lt;em&gt;alle &lt;/em&gt;Hersteller &lt;em&gt;gleichzeitig &lt;/em&gt;tief ins Minus rutschen. Früher hätte das vielleicht bedeutet, dass die Besitzer zuschießen müssen und der mit dem längsten Atem gewinnt. Heute bei AGs toleriert die Börse das nicht: Es muss sofort gespart, gekürzt oder schlimmstenfalls Konkurs angemeldet werden. In unserem Beispiel würde es nur mit staatlicher Unterstützung gehen, da kein Land sich die Pleite seiner gesamten Autoindustrie leisten kann. Gleichzeitig würde kurzgearbeitet, Zulieferer würden pleite gehen, Leute entlassen werden, der Konsum zurückgehen, der Einzelhandel Probleme kriegen ...

Der VWL ist also vorzuwerfen, dass sie sich mit ihren zu simplen Grundmodellen zufrieden gibt. Sie will vom Gleichgewichtsmodell nicht weg, weil es damit so erscheint, als sei der Kap. in jeder Lage stabil. Dass sie auf dieser Basis viele Fragen überhaupt nicht stellen kann, nimmt sie in Kauf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[nachgereichte Antwort] @e.r. #7:</p>
<blockquote><p>scheiden anbieter mit geringerem durchhaltevermögen (weniger vorher akkumuliertem kapital vielleicht) aus dem markt aus</p></blockquote>
<p>Richtig, und damit ist die Krise da. Das geht ja nicht ohne größere Entlassungen; die Menschen kriegen Angst und stellen ihre Autokäufe erst recht zurück &#8230; Solche selbstverstärkenden Kreisläufe werden im Gleichgewichtsmodell nicht beachtet, ebenso Schwellenwerte (s. unten).</p>
<p>Das Modell ist nicht falsch, es abstrahiert nur von allem Wesentlichen. Das einzige, was es korrekt aussagt (dass am Ende Angebot und Nachfrage irgendwie zusammenkommen), ist eine Selbstverständlichkeit. Daher bringt es nicht allzu viel, es durch Ergänzungen (von denen du einige erwähnst) verbessern zu wollen.</p>
<blockquote><p>die verbliebenen können auf grund des verringerten angebotes einen neuen markt- bzw. durschnittspreis durchsetzen</p></blockquote>
<p>Natürlich können sie das, aber es birgt ein großes Krisenpotential. Ein Beispiel sind Schwellenwerte: Vielleicht konnten sich zuvor 30 % der Arbeitenden grade noch ein Auto leisten. Steigt nun der Preis, müssen sie auf Gebrauchtwagen umsteigen. Aber die Autoindustrie kann nicht mal eben 30 % weniger Fahrzeuge verkaufen, weil die Produktionskapazitäten ja da sind. 30 % weniger Absatz würden nicht bedeuten, dass 30 % der Hersteller aus dem Markt gehen, sondern dass <em>alle </em>Hersteller <em>gleichzeitig </em>tief ins Minus rutschen. Früher hätte das vielleicht bedeutet, dass die Besitzer zuschießen müssen und der mit dem längsten Atem gewinnt. Heute bei AGs toleriert die Börse das nicht: Es muss sofort gespart, gekürzt oder schlimmstenfalls Konkurs angemeldet werden. In unserem Beispiel würde es nur mit staatlicher Unterstützung gehen, da kein Land sich die Pleite seiner gesamten Autoindustrie leisten kann. Gleichzeitig würde kurzgearbeitet, Zulieferer würden pleite gehen, Leute entlassen werden, der Konsum zurückgehen, der Einzelhandel Probleme kriegen &#8230;</p>
<p>Der VWL ist also vorzuwerfen, dass sie sich mit ihren zu simplen Grundmodellen zufrieden gibt. Sie will vom Gleichgewichtsmodell nicht weg, weil es damit so erscheint, als sei der Kap. in jeder Lage stabil. Dass sie auf dieser Basis viele Fragen überhaupt nicht stellen kann, nimmt sie in Kauf.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Juli</title>
		<link>http://keimform.de/2009/basaroekonomie-oder-ueberproduktion-wo-kommt-die-krise-her/#comment-16885</link>
		<dc:creator>Juli</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 21:34:39 +0000</pubDate>
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		<description>Zu den &quot;Sechs Stufen der Krise&quot;, die im Fazi angesprochen werden, möchte ich noch mal auf diesen Text verweisen, den ich seinerzeit als Reaktion auf Benni&#039;s systematisierung schrieb:
http://emanzipationoderbarbarei.blogsport.de/2009/02/05/fundamentaler-krisenprozess/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den &#8220;Sechs Stufen der Krise&#8221;, die im Fazi angesprochen werden, möchte ich noch mal auf diesen Text verweisen, den ich seinerzeit als Reaktion auf Benni&#8217;s systematisierung schrieb:<br />
<a href="http://emanzipationoderbarbarei.blogsport.de/2009/02/05/fundamentaler-krisenprozess/" rel="nofollow">http://emanzipationoderbarbarei.blogsport.de/2009/02/05/fundamentaler-krisenprozess/</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: e.r.</title>
		<link>http://keimform.de/2009/basaroekonomie-oder-ueberproduktion-wo-kommt-die-krise-her/#comment-16884</link>
		<dc:creator>e.r.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 18:27:06 +0000</pubDate>
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		<description>anmerkung: die bürgerliche vwl hat übrigens auch eine &quot;apologetische&quot; meinung zum &quot;intrinsischen wert&quot; (der wird dann produktionskosten genannt): sinkt der marktpreis unter die produktionskosten, scheiden anbieter mit geringerem durchhaltevermögen (weniger vorher akkumuliertem kapital vielleicht) aus dem markt aus, die verbliebenen können auf grund des verringerten angebotes einen neuen markt- bzw. durschnittspreis durchsetzen, schwupps ist das gleichgewicht wieder da. deine kritik ist imo zu reduziert. zusätzlich erweitert wurden die gleichgewichtstheorien durch sachen wie &quot;konsumentenrente&quot; und &quot;produzentenrente&quot; und so kram. zumindest hab ich davon in den 90ziger im (nat. schon mehr als dogmatischen) ökonomiestudium noch gehört.

ich würd mal behaupten, die anstehende konsolidierung des automobilmarktes ist für dieses thema ein interessantes forschungsfeld, ergänzt um die wirkung von staatseingriffen - die automobilproduktion ist ja fast das idealtytische beispiel für überproduktionskrisen - und den schumpeter kann man dann auch wieder zu rate ziehen (imo hat der marx wirklich erweitert und bereichert)....

just my two bucks</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>anmerkung: die bürgerliche vwl hat übrigens auch eine &#8220;apologetische&#8221; meinung zum &#8220;intrinsischen wert&#8221; (der wird dann produktionskosten genannt): sinkt der marktpreis unter die produktionskosten, scheiden anbieter mit geringerem durchhaltevermögen (weniger vorher akkumuliertem kapital vielleicht) aus dem markt aus, die verbliebenen können auf grund des verringerten angebotes einen neuen markt- bzw. durschnittspreis durchsetzen, schwupps ist das gleichgewicht wieder da. deine kritik ist imo zu reduziert. zusätzlich erweitert wurden die gleichgewichtstheorien durch sachen wie &#8220;konsumentenrente&#8221; und &#8220;produzentenrente&#8221; und so kram. zumindest hab ich davon in den 90ziger im (nat. schon mehr als dogmatischen) ökonomiestudium noch gehört.</p>
<p>ich würd mal behaupten, die anstehende konsolidierung des automobilmarktes ist für dieses thema ein interessantes forschungsfeld, ergänzt um die wirkung von staatseingriffen &#8211; die automobilproduktion ist ja fast das idealtytische beispiel für überproduktionskrisen &#8211; und den schumpeter kann man dann auch wieder zu rate ziehen (imo hat der marx wirklich erweitert und bereichert)&#8230;.</p>
<p>just my two bucks</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/basaroekonomie-oder-ueberproduktion-wo-kommt-die-krise-her/#comment-16883</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 15:59:53 +0000</pubDate>
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		<description>@benni #1: Ich habe nochmal recherchiert. Vielleicht habe ich die Abwrackprämie allzu einseitig eingeschätzt, aber insgesamt überwiegen doch die negativen Einschätzungen der Umweltbilanz, siehe z.B. &lt;a href=&quot;http://www.freitag.de/community/blogs/adriane-seliger/abwrackpraemie-teure-hilfe-fuer-autos&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/auto/neuheiten/abwrackpraemie/tid-13195/abwrackpraemie-ueber-die-wegwerf-autos_aid_364994.html&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;. Auch der &lt;a href=&quot;http://www.bund.net/nc/bundnet/presse/pressemitteilungen/detail/zurueck/oekotipps/artikel/abwrackpraemie-auto-kaufen-ja-oder-nein/&quot;&gt;BUND empfiehlt die Abwrackprämie nur, wenn das neue Auto 1/4 weniger Sprit verbraucht&lt;/a&gt;.
 
Die neuen Autos haben zwar größere Treibstoffeffizienz, aber aufgrund höherer Motorleistungen oft kaum weniger Verbrauch. Millionen von funktionsfähigen Autos zu verschrotten, ist bezüglich Schadstoffbelastung und Rohstoffverschwendung horrend. Außerdem wird der Gebrauchtwagenmarkt künstlich verteuert.
 
@Stefan: Der nächste wird keimform-näher, versprochen! :-) Braucht aber noch etwas ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@benni #1: Ich habe nochmal recherchiert. Vielleicht habe ich die Abwrackprämie allzu einseitig eingeschätzt, aber insgesamt überwiegen doch die negativen Einschätzungen der Umweltbilanz, siehe z.B. <a href="http://www.freitag.de/community/blogs/adriane-seliger/abwrackpraemie-teure-hilfe-fuer-autos">hier</a> oder <a href="http://www.focus.de/auto/neuheiten/abwrackpraemie/tid-13195/abwrackpraemie-ueber-die-wegwerf-autos_aid_364994.html">hier</a>. Auch der <a href="http://www.bund.net/nc/bundnet/presse/pressemitteilungen/detail/zurueck/oekotipps/artikel/abwrackpraemie-auto-kaufen-ja-oder-nein/">BUND empfiehlt die Abwrackprämie nur, wenn das neue Auto 1/4 weniger Sprit verbraucht</a>.<br />
 <br />
Die neuen Autos haben zwar größere Treibstoffeffizienz, aber aufgrund höherer Motorleistungen oft kaum weniger Verbrauch. Millionen von funktionsfähigen Autos zu verschrotten, ist bezüglich Schadstoffbelastung und Rohstoffverschwendung horrend. Außerdem wird der Gebrauchtwagenmarkt künstlich verteuert.<br />
 <br />
@Stefan: Der nächste wird keimform-näher, versprochen! <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Braucht aber noch etwas &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2009/basaroekonomie-oder-ueberproduktion-wo-kommt-die-krise-her/#comment-16882</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 14:28:01 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;@Martin#4: Ich verstehe einfach nicht, welchen Erkenntnisgewinn du dir versprichst, wenn du zeigst dass die VWL doof und/oder apologetisch ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe nicht behauptet, du würdest der VWL fehlende Alternativen vorwerfen. Das kann man ihr gar nicht vorwerfen -- das habe ich geschrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und: Keimformen hängen nicht von einer (nicht-/finalen) Krise ab (ob sie sich durchsetzen, schon). Dein Artikel hört sich nicht »anders- oder weniger keimform-mäßig« an, sondern gar nicht. Nimm es als Wunsch für deinen nächsten Artikel :-)&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin#4: Ich verstehe einfach nicht, welchen Erkenntnisgewinn du dir versprichst, wenn du zeigst dass die VWL doof und/oder apologetisch ist.</p>
<p>Ich habe nicht behauptet, du würdest der VWL fehlende Alternativen vorwerfen. Das kann man ihr gar nicht vorwerfen &#8212; das habe ich geschrieben.</p>
<p>Und: Keimformen hängen nicht von einer (nicht-/finalen) Krise ab (ob sie sich durchsetzen, schon). Dein Artikel hört sich nicht »anders- oder weniger keimform-mäßig« an, sondern gar nicht. Nimm es als Wunsch für deinen nächsten Artikel <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2009/basaroekonomie-oder-ueberproduktion-wo-kommt-die-krise-her/#comment-16872</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 23:43:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2269#comment-16872</guid>
		<description>@Stefan: Welche Definition sollte das denn sein, die es unmöglich macht, Krisen oder ihre Ursachen (Überproduktion) aus einer kap.internen Perspektive zu sehen? Die Wirtschaftswissenschaft hatte ja auch (bei Smith und Ricardo) schon mal gewusst, dass es einen Wert der Waren gibt und dieser auf Arbeit basiert, dass also Angebot und Nachfrage nicht alles regeln können: Sobald deren Schnittpunkt einen Warenpreis unterhalb des Kostpreises angibt, ist die Kacke am Dampfen. Das kann man durchaus auch aus einer kapitalismusinternen Perspektive sehen. Aus einer &lt;strong&gt;apologetischen&lt;/strong&gt; Perspektive dagegen heute nicht mehr, weil es die Notwendigkeit von Krisen zeigt.
 
Ich habe der Wirtschaftswissenschaft also nicht den Vorwurf gemacht, dass sie sich nicht mit Kapitalismusalternativen beschäftigt, wie du behauptest. Das wäre tatsächlich albern, da sie das ja gar nicht will. Ich analysiere nur, inwieweit das falsche Verständnis die aktuelle Krise verschärft hat. Ein Beitrag zur Analyse der Krise, die hier ja schon öfter diskutiert wurde. Dass sich das bei mir anders und weniger keimform-mäßig anhört als bei benni &lt;a href=&quot;../../../../2008/09/26/die-lange-welle-bricht/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;, liegt daran, dass ich die Krise nicht für ein Anzeichen des Endes des Kapitalismus halte. :-) Sondern eben für kapitalistisches Business-as-usual. Darf ich deshalb nix drüber schreiben?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan: Welche Definition sollte das denn sein, die es unmöglich macht, Krisen oder ihre Ursachen (Überproduktion) aus einer kap.internen Perspektive zu sehen? Die Wirtschaftswissenschaft hatte ja auch (bei Smith und Ricardo) schon mal gewusst, dass es einen Wert der Waren gibt und dieser auf Arbeit basiert, dass also Angebot und Nachfrage nicht alles regeln können: Sobald deren Schnittpunkt einen Warenpreis unterhalb des Kostpreises angibt, ist die Kacke am Dampfen. Das kann man durchaus auch aus einer kapitalismusinternen Perspektive sehen. Aus einer <strong>apologetischen</strong> Perspektive dagegen heute nicht mehr, weil es die Notwendigkeit von Krisen zeigt.<br />
 <br />
Ich habe der Wirtschaftswissenschaft also nicht den Vorwurf gemacht, dass sie sich nicht mit Kapitalismusalternativen beschäftigt, wie du behauptest. Das wäre tatsächlich albern, da sie das ja gar nicht will. Ich analysiere nur, inwieweit das falsche Verständnis die aktuelle Krise verschärft hat. Ein Beitrag zur Analyse der Krise, die hier ja schon öfter diskutiert wurde. Dass sich das bei mir anders und weniger keimform-mäßig anhört als bei benni <a href="../../../../2008/09/26/die-lange-welle-bricht/">hier</a>, liegt daran, dass ich die Krise nicht für ein Anzeichen des Endes des Kapitalismus halte. <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Sondern eben für kapitalistisches Business-as-usual. Darf ich deshalb nix drüber schreiben?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2009/basaroekonomie-oder-ueberproduktion-wo-kommt-die-krise-her/#comment-16871</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 22:13:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2269#comment-16871</guid>
		<description>&lt;p&gt;Die (implizite) These, dass eine &quot;bessere&quot; VWL statt zu &quot;falschen Gegenmaßnahmen&quot; zu richtigen hätte raten hätten (aber natürlich im Rahmen einer notwendigerweise kapitalismusunkritischen Politikberatung) finde ich auch verquert. Das Keynesianische Modell hat sich schon bei der Krise in den 1970er blamiert (und daraufhin der Neoklassik ihren Siegeszug ermöglicht).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gut möglich, dass es jetzt wieder andersrum kommt und die Neoklassik zugunsten einer Keynes-Renaissance ins Hintertreffen gerät, aber das ist dann auch nichts anders als der klassische Politik-Ping-Pong zwischen konservativeren und sozialdemokratischeren Parteien. Für uns ändert sich dadurch nichts grundsätzlich.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die (implizite) These, dass eine &#8220;bessere&#8221; VWL statt zu &#8220;falschen Gegenmaßnahmen&#8221; zu richtigen hätte raten hätten (aber natürlich im Rahmen einer notwendigerweise kapitalismusunkritischen Politikberatung) finde ich auch verquert. Das Keynesianische Modell hat sich schon bei der Krise in den 1970er blamiert (und daraufhin der Neoklassik ihren Siegeszug ermöglicht).</p>
<p>Gut möglich, dass es jetzt wieder andersrum kommt und die Neoklassik zugunsten einer Keynes-Renaissance ins Hintertreffen gerät, aber das ist dann auch nichts anders als der klassische Politik-Ping-Pong zwischen konservativeren und sozialdemokratischeren Parteien. Für uns ändert sich dadurch nichts grundsätzlich.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2009/basaroekonomie-oder-ueberproduktion-wo-kommt-die-krise-her/#comment-16869</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 21:25:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=2269#comment-16869</guid>
		<description>&lt;p&gt;Mir ist nicht klar, warum wir uns den Kopf über die Unfähigkeiten der VWL zerbrechen sollen. Die VWL kann sich per Definition nur in den Kategorien der Warenproduktion bewegen, und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine angebots- oder nachfrageorientierte Theorie handelt. Damit ist sie -- für mich -- uninteressant für die Analyse von Neuem im Alten. Manchmal touchieren die Klugen die Grenzen, aber denkend drüber hinaus gehen können sie nicht. Und nur über die Unfähigkeiten ablästern finde ich unfruchtbar. Wo ist der Bezug zu Keimformen?&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist nicht klar, warum wir uns den Kopf über die Unfähigkeiten der VWL zerbrechen sollen. Die VWL kann sich per Definition nur in den Kategorien der Warenproduktion bewegen, und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine angebots- oder nachfrageorientierte Theorie handelt. Damit ist sie &#8212; für mich &#8212; uninteressant für die Analyse von Neuem im Alten. Manchmal touchieren die Klugen die Grenzen, aber denkend drüber hinaus gehen können sie nicht. Und nur über die Unfähigkeiten ablästern finde ich unfruchtbar. Wo ist der Bezug zu Keimformen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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