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	<title>Kommentare zu: Kontrovers diskutieren, aber bitte nicht wirklich</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: unkultur</title>
		<link>http://keimform.de/2008/kontrovers-diskutieren-aber-bitte-nicht-wirklich/#comment-14562</link>
		<dc:creator>unkultur</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 11:25:32 +0000</pubDate>
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		<description>Ich hätte den Vortrag gerne gehört, leider gab es parallel die Monochrom-Show, in der es neben dem herrlichen Unsinn auch um Subjektivität von ArbeiterInnen in Postfordismus und Kontrollgesellschaft (mit Deleuze hab ich´s nicht so, aber ok) ging. Generell hätte ich mehr auch mehr Kontroverse gewünscht - und zwar nicht in der Form des Theaters der Privatfehden auf dem Panel über Geld verdienen. Kritik der politischen Ökonomie von Blogs ist dringend notwendig, bitte weitermachen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hätte den Vortrag gerne gehört, leider gab es parallel die Monochrom-Show, in der es neben dem herrlichen Unsinn auch um Subjektivität von ArbeiterInnen in Postfordismus und Kontrollgesellschaft (mit Deleuze hab ich´s nicht so, aber ok) ging. Generell hätte ich mehr auch mehr Kontroverse gewünscht &#8211; und zwar nicht in der Form des Theaters der Privatfehden auf dem Panel über Geld verdienen. Kritik der politischen Ökonomie von Blogs ist dringend notwendig, bitte weitermachen.</p>
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		<title>Von: re:publica08 &#8212; Vortrag über Commonismus &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2008/kontrovers-diskutieren-aber-bitte-nicht-wirklich/#comment-14560</link>
		<dc:creator>re:publica08 &#8212; Vortrag über Commonismus &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 07:48:29 +0000</pubDate>
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		<description>[...] ist das ja ein pragmatischer Vorschlag im moralisch aufgeladenen Streit um den Zwang zum Geldverdienen. Uns hier bei keimform.de betrifft das ohnehin nicht, da trotz [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] ist das ja ein pragmatischer Vorschlag im moralisch aufgeladenen Streit um den Zwang zum Geldverdienen. Uns hier bei keimform.de betrifft das ohnehin nicht, da trotz [...]</p>
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		<title>Von: re:publica bekommt: Commonismus kommt &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2008/kontrovers-diskutieren-aber-bitte-nicht-wirklich/#comment-14539</link>
		<dc:creator>re:publica bekommt: Commonismus kommt &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 09:52:22 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Nach einigem Hin und Her gibt&#8217;s von mir am 3.4. doch noch einen Vortrag auf der re:publica08: »Commonismus kommt. Zur politischen Ökonomie von Blogs« [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Nach einigem Hin und Her gibt&#8217;s von mir am 3.4. doch noch einen Vortrag auf der re:publica08: »Commonismus kommt. Zur politischen Ökonomie von Blogs« [...]</p>
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		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2008/kontrovers-diskutieren-aber-bitte-nicht-wirklich/#comment-14513</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 21:12:07 +0000</pubDate>
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		<description>@Markus#4: &lt;blockquote&gt;ich schau mal bis nächste Woche, ob ich am Freitag Nachmittag noch einen Slot dafür frei machen kann&lt;/blockquote&gt;
Nächste Woche war letzte Woche, und da ich nix von dir hörte, gehe ich mal davon aus, dass es nun nicht klappt. -- Dann melde ich hiermit schon mal einen entsprechenden Vortrag für die rp09 an ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Markus#4:<br />
<blockquote>ich schau mal bis nächste Woche, ob ich am Freitag Nachmittag noch einen Slot dafür frei machen kann</p></blockquote>
<p>Nächste Woche war letzte Woche, und da ich nix von dir hörte, gehe ich mal davon aus, dass es nun nicht klappt. &#8212; Dann melde ich hiermit schon mal einen entsprechenden Vortrag für die rp09 an <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2008/kontrovers-diskutieren-aber-bitte-nicht-wirklich/#comment-14501</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Mar 2008 18:09:01 +0000</pubDate>
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		<description>Soweit wollte ich (noch) nicht gehen: &lt;a href=&quot;http://www.realitysandwich.com/end_money&quot;&gt;The End of Money?&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Soweit wollte ich (noch) nicht gehen: <a href="http://www.realitysandwich.com/end_money">The End of Money?</a></p>
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		<title>Von: nexuslex</title>
		<link>http://keimform.de/2008/kontrovers-diskutieren-aber-bitte-nicht-wirklich/#comment-14495</link>
		<dc:creator>nexuslex</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2008 15:19:35 +0000</pubDate>
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		<description>Ansprechender Titel. Solltest Du den Vortrag auf der virtuellen Agora einmal halten, wäre ich über einen Hinweis erfreut</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ansprechender Titel. Solltest Du den Vortrag auf der virtuellen Agora einmal halten, wäre ich über einen Hinweis erfreut</p>
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		<title>Von: Victory &#124; F!XMBR</title>
		<link>http://keimform.de/2008/kontrovers-diskutieren-aber-bitte-nicht-wirklich/#comment-14478</link>
		<dc:creator>Victory &#124; F!XMBR</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 20:12:51 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Kontrovers diskutieren, aber bitte nicht wirklichHerrlich, besonders die Macher der re:publica in den Kommentare. Die beiden h&#228;tten auch politische Karriere in jedem bisher erprobten politischen System machen k&#246;nnen&#8230; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Kontrovers diskutieren, aber bitte nicht wirklichHerrlich, besonders die Macher der re:publica in den Kommentare. Die beiden h&#228;tten auch politische Karriere in jedem bisher erprobten politischen System machen k&#246;nnen&#8230; [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Korrupt</title>
		<link>http://keimform.de/2008/kontrovers-diskutieren-aber-bitte-nicht-wirklich/#comment-14476</link>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 10:54:26 +0000</pubDate>
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		<description>Hoi,

ist bei mir jetzt auch voellig spontan hirngestuermt gewesen, denn wie gesagt, aus der Oekonux-Perspektive hab ich die Geschichte auch noch nicht bewusst betrachtet. Insofern, wenn hier ein paar Unklarheiten ausgeraeumt wurden - ich faends schon fein, wenn sowas auf r08 auch stattfinden wuerde. Denn interessant und v.a. fruchtbar(er) duerfte diese Herangehensweise durchaus sein. Die &quot;grossen Debatten&quot; in Bezug auf Blogs liefen da bisher zum einen in der generellen &quot;Kommerzkritik&quot;-Schiene sowie der Frage nach Buerger/graswurzeljournalismus und der damit einhergehenden, unvermeidlichen Debatte Blogger vs. Journalisten, Qualitaet, Ethik usw. - die beide durchaus zu fuehren sind, mir aber teilweise mehr als festgefahren scheinen und die ueber die hier angeklungenen Fragestellungen durchaus neue und gute Impulse kriegen koennten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hoi,</p>
<p>ist bei mir jetzt auch voellig spontan hirngestuermt gewesen, denn wie gesagt, aus der Oekonux-Perspektive hab ich die Geschichte auch noch nicht bewusst betrachtet. Insofern, wenn hier ein paar Unklarheiten ausgeraeumt wurden &#8211; ich faends schon fein, wenn sowas auf r08 auch stattfinden wuerde. Denn interessant und v.a. fruchtbar(er) duerfte diese Herangehensweise durchaus sein. Die &#8220;grossen Debatten&#8221; in Bezug auf Blogs liefen da bisher zum einen in der generellen &#8220;Kommerzkritik&#8221;-Schiene sowie der Frage nach Buerger/graswurzeljournalismus und der damit einhergehenden, unvermeidlichen Debatte Blogger vs. Journalisten, Qualitaet, Ethik usw. &#8211; die beide durchaus zu fuehren sind, mir aber teilweise mehr als festgefahren scheinen und die ueber die hier angeklungenen Fragestellungen durchaus neue und gute Impulse kriegen koennten.</p>
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	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2008/kontrovers-diskutieren-aber-bitte-nicht-wirklich/#comment-14473</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 22:44:10 +0000</pubDate>
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		<description>@Korrupt: Du stellst dir im Prinzip die Fragen, die ich mir auch stellen würde, wenn ich denn mal einen Beitrag vorbereite. Aber ob du&#039;s glaubst oder nicht: Ich habs noch nicht getan. Es ist also mitnichten so, dass ich schon eine fertige Botschaft hätte, für die ich nur noch einen Platz bräuchte, um sie abzuwerfen. Ich habe im Moment mehr Fragen und Ahnungen, als schon Ergebnisse. Vielleicht komme ich deswegen so schwammig rüber für Johnny.

Also, vielen Dank für deine Ideen, besonders dafür, wie du die Fragestellung mit den Spehrschen Begriffen von »Aliens« und »Maquis« aufmachst. Ahnungsvoll würde ich sagen: Ich sehe sowohl die Gefahr der »Alienisierung« wie auch der Instrumentalisierung der »Zivilisten«, was eine Alien-Strategie ist. [Für diejenigen, die es nicht kennen: Die Begriffe stammen aus dem Buch von Christoph Spehr: »Die Aliens sind unter uns! Herrschaft und Befreiung im demokratischen Zeitalter«]

Aber das ist nur ein Verdacht, ich muss erstmal noch nachdenken. Wenn es nicht zu einem Beitrag von mir zur r08 kommen sollte, schreibe ich mindestens mal einen Artikel dazu.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Korrupt: Du stellst dir im Prinzip die Fragen, die ich mir auch stellen würde, wenn ich denn mal einen Beitrag vorbereite. Aber ob du&#8217;s glaubst oder nicht: Ich habs noch nicht getan. Es ist also mitnichten so, dass ich schon eine fertige Botschaft hätte, für die ich nur noch einen Platz bräuchte, um sie abzuwerfen. Ich habe im Moment mehr Fragen und Ahnungen, als schon Ergebnisse. Vielleicht komme ich deswegen so schwammig rüber für Johnny.</p>
<p>Also, vielen Dank für deine Ideen, besonders dafür, wie du die Fragestellung mit den Spehrschen Begriffen von »Aliens« und »Maquis« aufmachst. Ahnungsvoll würde ich sagen: Ich sehe sowohl die Gefahr der »Alienisierung« wie auch der Instrumentalisierung der »Zivilisten«, was eine Alien-Strategie ist. [Für diejenigen, die es nicht kennen: Die Begriffe stammen aus dem Buch von Christoph Spehr: »Die Aliens sind unter uns! Herrschaft und Befreiung im demokratischen Zeitalter«]</p>
<p>Aber das ist nur ein Verdacht, ich muss erstmal noch nachdenken. Wenn es nicht zu einem Beitrag von mir zur r08 kommen sollte, schreibe ich mindestens mal einen Artikel dazu.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Korrupt</title>
		<link>http://keimform.de/2008/kontrovers-diskutieren-aber-bitte-nicht-wirklich/#comment-14469</link>
		<dc:creator>Korrupt</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 18:20:29 +0000</pubDate>
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		<description>OK. Vorweg, ich wollt den Marxismus nicht als Kampfbegriff reinbringen, mir gehts nur um einen ganz groben Rahmen und die Abgrenzung zum bisherigen Grabengekloppe. Wenn du von dem bisher nichts mitbekommen hast, mein Glueckwunsch ;) - aber Erfahrungen damit wirst ja via Oekonux genuegend haben... Ich versuch mal, zumindest eine Fragestellung zu finden und ein paar Thesen dazu in den Raum zu werfen, damit der &quot;Ort&quot; der Diskussion ein wenig klarer wird.

Groebstens haett ich jetzt einfach auch mal die spehrsche Terminologie bemueht und gefragt, ob Blogs Teil des Maquis sind oder von Aliens betrieben werden oder ob eben bestimmte Blogs von Aliens betrieben werden und es die Gefahr einer &quot;Alienisierung&quot; der Blogs per se oder eine Instrumentalisierung der Nicht-Alienblogger durch selbige gibt.

Ich versteh die Oekonux-Logik (ich weiss, ist was heterogenes ;) ) so, dass eben die Frage aufgeworfen wird, ob und wie neue Technologien die Schaffung oder die Wiederaneignung von gesellschaftlichen Bereichen befoerdert, die nicht (mehr) von kapitalistischer Verwertungslogik und Marktfoermigkeit gepraegt sind. Der Bereich Freie Software ist das in Teilen mit Sicherheit, der Bereich freier Inhalte auch. Was ist mit Blogs? Auf jeden Fall ist aktuell zu beobachten, wie Blogs und Bloggern &quot;Warenfoermigkeit&quot; verliehen wird - Blogs werden gegruendet und gefuehrt, um Information warenartig anzubieten. Deswegen kam ich auch auf den Marx und der Fragestellung nach dem &quot;Taetigsein&quot; als Blogger oder dem Vorliegen &quot;entfremdeter Arbeit&quot;.

Und nun wirds schwierig, weil ich hier aus den vergangenen Diskussionen an sich vor allem die Message seitens der Kommerz-Kritisierer mitgenommen habe, dass jegliche Monetarisierung in welcher Form auch immer, nun, eben &quot;boese&quot; ist, waehrend ich da an sich ganz andere Fragen gestellt haette. Fuer wen erhaelt ein Blog wodurch &quot;Warenwert&quot;, durch was wird es &quot;warenfoermig&quot;? Hat das Folgen? Fuer den Inhalt oder die Rolle in der Gesellschaft bzw. der Medienlandschaft? Hier in erster Linie gefragt: Autoren und Leser.

Wann ist Bloggen &quot;entfremdet&quot; oder &quot;alienisiert&quot;? Wenn ich dafuer bezahlt werde, denke ich, mit einiger Sicherheit, aber da faengts auch schon an, schwierig zu werden. In dem Dilemma steck ich eben selbst auch mittendrin - fuer die gullinews werd ich bezahlt, die korrupt.biz ist Privatsache und voellig werbefrei. Das eine ist demnach entfremdet und warenfoermig, das andere nicht. Im Gegenzug halte ich den Informationswert der g:n fuer hoeher, den Aspekt der &quot;Gegenoeffentlichkeit&quot; bei selbigen fuer staerker und vor allem: fuer den Rezipienten sind sie kostenfrei, unterliegen allenfalls einer Aufmerksamkeitsoekonomie.

Die korrupt.biz ist nach, ach, scheiss drauf, ich sag jetzt einfach Fundi-Logik, nach Fundilogik &quot;echtes Bloggen&quot;, da nicht warenfoermig, nicht kommerzialisiert, nicht unter Bedingungen kapitalistischer Produktion entstanden. Was passiert, wenn ich da eine Google-Adbox einbaue? Was wird dann &quot;Ware&quot; und fuer wen, muss das zweangslaeufig der Fall sein? usw.

Auf der anderen Seite: ist es per se ein emanzipatorischer Akt, wenn eine Gegenoeffentlichkeit mit Blogs geschaffen wird, egal, ob dabei Kohle fliesst oder nicht? Ich halte diesen Aspekt fuer vergleichsweise &quot;schwer zerstoerbar&quot;, btw. 

Spontan und aus dem bauch heraus halte ich den Aspekt &quot;Kommerzialisierung&quot; fuer ueberbewertet, wenn es um die gesellschaftsveraendernden und eben auch emanzipatorischen Aspekte des Bloggens geht. Wie schon angedeutet, sehe ich da in der Moeglichkeit, Geld zu verdienen, auch genuin emanzipatorische Aspekte, waehrend der Begriff der Aufmerksamkeitsoekonomie in meinen Augen da teilweise massiv unterrepraesentiert bleibt, der eine in meinen Augen destruktive Eigenlogik erzeugt. Um da zu guter Letzt noch abzuschweifen: da musste auch witzigerweisse Johnny herhalten das Wochenende - die Aufmerksamkeit ist eine der beherrschenden Logiken der Blogs und die hat eine absolut nicht zu unterschaetzende Oekonomie geschaffen, und in der wird gegiert und gerafft, dass es gelegentlich eine wahre Freude ist. Und wenn ich Aufmerksamkeit will, dann ist das Dissen ein hervorragendes Mittel. Kein Mensch interessiert sich dafuer, wenn ich Johnny eigentlich ganz ok finde. Wenn ich sage, er sei ein Arschloch, dann kann ich davon ausgehen, dass ein paar Leute ueberlegen, warum ich das nun denke und gar auch noch sage. Und tu ich das im netz, dann ists durchaus moeglich, dass er das sogar selber mitkriegt und ueberlegt, was er mir denn jetzt schlimmes getan hat, was er, wenn ich ihn halt ok finde, wohl nie tun wuerde.

Und wie gesagt: um die Waehrung und das Gut, provokant: die *Ware* Aufmerksamkeit wurd auch und vor allem in der Kommerzdiskussion mit einem bemerkenswerten Enthusiasmus gekaempft. Von manchen Leuten erwart ich nichts anderes, aber es gibt da auch einige durchaus intelligente Menschen, die da auf eine &quot;Verwertungslogik der Aufmerksamkeit&quot; reingefallen sind, wo es mich dann doch wundert, dass sie die Parallelen nicht erkennen und vor allem, wie destruktiv das alles ist. Ob nun aus spezifisch Bloggersicht betrachtet oder eben de Standpunkt, dass man nach gesellschaftlichen Entwuerfen jenseits von Verwertungslogiken sucht und diese foerdern will.

So. Ich seh schon, das ist zu lang. Sorry, aber fuer eine kuerzere Fassung haett ich noch laenger gebraucht :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>OK. Vorweg, ich wollt den Marxismus nicht als Kampfbegriff reinbringen, mir gehts nur um einen ganz groben Rahmen und die Abgrenzung zum bisherigen Grabengekloppe. Wenn du von dem bisher nichts mitbekommen hast, mein Glueckwunsch <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  &#8211; aber Erfahrungen damit wirst ja via Oekonux genuegend haben&#8230; Ich versuch mal, zumindest eine Fragestellung zu finden und ein paar Thesen dazu in den Raum zu werfen, damit der &#8220;Ort&#8221; der Diskussion ein wenig klarer wird.</p>
<p>Groebstens haett ich jetzt einfach auch mal die spehrsche Terminologie bemueht und gefragt, ob Blogs Teil des Maquis sind oder von Aliens betrieben werden oder ob eben bestimmte Blogs von Aliens betrieben werden und es die Gefahr einer &#8220;Alienisierung&#8221; der Blogs per se oder eine Instrumentalisierung der Nicht-Alienblogger durch selbige gibt.</p>
<p>Ich versteh die Oekonux-Logik (ich weiss, ist was heterogenes <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) so, dass eben die Frage aufgeworfen wird, ob und wie neue Technologien die Schaffung oder die Wiederaneignung von gesellschaftlichen Bereichen befoerdert, die nicht (mehr) von kapitalistischer Verwertungslogik und Marktfoermigkeit gepraegt sind. Der Bereich Freie Software ist das in Teilen mit Sicherheit, der Bereich freier Inhalte auch. Was ist mit Blogs? Auf jeden Fall ist aktuell zu beobachten, wie Blogs und Bloggern &#8220;Warenfoermigkeit&#8221; verliehen wird &#8211; Blogs werden gegruendet und gefuehrt, um Information warenartig anzubieten. Deswegen kam ich auch auf den Marx und der Fragestellung nach dem &#8220;Taetigsein&#8221; als Blogger oder dem Vorliegen &#8220;entfremdeter Arbeit&#8221;.</p>
<p>Und nun wirds schwierig, weil ich hier aus den vergangenen Diskussionen an sich vor allem die Message seitens der Kommerz-Kritisierer mitgenommen habe, dass jegliche Monetarisierung in welcher Form auch immer, nun, eben &#8220;boese&#8221; ist, waehrend ich da an sich ganz andere Fragen gestellt haette. Fuer wen erhaelt ein Blog wodurch &#8220;Warenwert&#8221;, durch was wird es &#8220;warenfoermig&#8221;? Hat das Folgen? Fuer den Inhalt oder die Rolle in der Gesellschaft bzw. der Medienlandschaft? Hier in erster Linie gefragt: Autoren und Leser.</p>
<p>Wann ist Bloggen &#8220;entfremdet&#8221; oder &#8220;alienisiert&#8221;? Wenn ich dafuer bezahlt werde, denke ich, mit einiger Sicherheit, aber da faengts auch schon an, schwierig zu werden. In dem Dilemma steck ich eben selbst auch mittendrin &#8211; fuer die gullinews werd ich bezahlt, die korrupt.biz ist Privatsache und voellig werbefrei. Das eine ist demnach entfremdet und warenfoermig, das andere nicht. Im Gegenzug halte ich den Informationswert der g:n fuer hoeher, den Aspekt der &#8220;Gegenoeffentlichkeit&#8221; bei selbigen fuer staerker und vor allem: fuer den Rezipienten sind sie kostenfrei, unterliegen allenfalls einer Aufmerksamkeitsoekonomie.</p>
<p>Die korrupt.biz ist nach, ach, scheiss drauf, ich sag jetzt einfach Fundi-Logik, nach Fundilogik &#8220;echtes Bloggen&#8221;, da nicht warenfoermig, nicht kommerzialisiert, nicht unter Bedingungen kapitalistischer Produktion entstanden. Was passiert, wenn ich da eine Google-Adbox einbaue? Was wird dann &#8220;Ware&#8221; und fuer wen, muss das zweangslaeufig der Fall sein? usw.</p>
<p>Auf der anderen Seite: ist es per se ein emanzipatorischer Akt, wenn eine Gegenoeffentlichkeit mit Blogs geschaffen wird, egal, ob dabei Kohle fliesst oder nicht? Ich halte diesen Aspekt fuer vergleichsweise &#8220;schwer zerstoerbar&#8221;, btw. </p>
<p>Spontan und aus dem bauch heraus halte ich den Aspekt &#8220;Kommerzialisierung&#8221; fuer ueberbewertet, wenn es um die gesellschaftsveraendernden und eben auch emanzipatorischen Aspekte des Bloggens geht. Wie schon angedeutet, sehe ich da in der Moeglichkeit, Geld zu verdienen, auch genuin emanzipatorische Aspekte, waehrend der Begriff der Aufmerksamkeitsoekonomie in meinen Augen da teilweise massiv unterrepraesentiert bleibt, der eine in meinen Augen destruktive Eigenlogik erzeugt. Um da zu guter Letzt noch abzuschweifen: da musste auch witzigerweisse Johnny herhalten das Wochenende &#8211; die Aufmerksamkeit ist eine der beherrschenden Logiken der Blogs und die hat eine absolut nicht zu unterschaetzende Oekonomie geschaffen, und in der wird gegiert und gerafft, dass es gelegentlich eine wahre Freude ist. Und wenn ich Aufmerksamkeit will, dann ist das Dissen ein hervorragendes Mittel. Kein Mensch interessiert sich dafuer, wenn ich Johnny eigentlich ganz ok finde. Wenn ich sage, er sei ein Arschloch, dann kann ich davon ausgehen, dass ein paar Leute ueberlegen, warum ich das nun denke und gar auch noch sage. Und tu ich das im netz, dann ists durchaus moeglich, dass er das sogar selber mitkriegt und ueberlegt, was er mir denn jetzt schlimmes getan hat, was er, wenn ich ihn halt ok finde, wohl nie tun wuerde.</p>
<p>Und wie gesagt: um die Waehrung und das Gut, provokant: die *Ware* Aufmerksamkeit wurd auch und vor allem in der Kommerzdiskussion mit einem bemerkenswerten Enthusiasmus gekaempft. Von manchen Leuten erwart ich nichts anderes, aber es gibt da auch einige durchaus intelligente Menschen, die da auf eine &#8220;Verwertungslogik der Aufmerksamkeit&#8221; reingefallen sind, wo es mich dann doch wundert, dass sie die Parallelen nicht erkennen und vor allem, wie destruktiv das alles ist. Ob nun aus spezifisch Bloggersicht betrachtet oder eben de Standpunkt, dass man nach gesellschaftlichen Entwuerfen jenseits von Verwertungslogiken sucht und diese foerdern will.</p>
<p>So. Ich seh schon, das ist zu lang. Sorry, aber fuer eine kuerzere Fassung haett ich noch laenger gebraucht <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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