<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Hubert Herfurth: Gesellschaftlichkeitsdefizit in der Peer-Ökonomie</title>
	<atom:link href="http://keimform.de/2008/hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://keimform.de/2008/hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/</link>
	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 15:37:48 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
	<item>
		<title>Von: Wege aus dem Kapitalismus &#187; Hubert Herfurth: Zur WAK- und Peer-Ökonomie Diskussion</title>
		<link>http://keimform.de/2008/hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/#comment-16338</link>
		<dc:creator>Wege aus dem Kapitalismus &#187; Hubert Herfurth: Zur WAK- und Peer-Ökonomie Diskussion</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 06:51:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1068#comment-16338</guid>
		<description>[...] dem Kapitalismus!&#8221; Christi­an Siefkes&#8217; Peer-&#214;konomie Konzept von meiner Kritik &#8220;Gesellschaftlichkeitsdefizite der Peer-&#214;konomie&#8221; freizustellen, basiert auf dem grunds&#228;tzli­chen Fehlverst&#228;ndnis der [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] dem Kapitalismus!&#8221; Christi­an Siefkes&#8217; Peer-&#214;konomie Konzept von meiner Kritik &#8220;Gesellschaftlichkeitsdefizite der Peer-&#214;konomie&#8221; freizustellen, basiert auf dem grunds&#228;tzli­chen Fehlverst&#228;ndnis der [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: G.Lauterbach</title>
		<link>http://keimform.de/2008/hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/#comment-15682</link>
		<dc:creator>G.Lauterbach</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 17:44:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1068#comment-15682</guid>
		<description>Stichwort: Urkommunismus. Auf welcher komplexen und bis heute noch nicht wieder erreichten Produktionsweise der menschlichen Lebensmittel, die Produktionsmittel eingeschlossen, ruhte er? Diese Frage stellen heißt die Antworten auf die heutigen Konflikte finden. Wenn man dialektisch daran geht könnte man sagen das diese Form von Gesellschaft auf dem kompliziertesten &quot;Produktionsorganismus&quot; ruhte den es auf dieser Welt je gab, der natürlichen Biogeozönose dieser Welt, welche bis heute noch nicht annähernd genug  erforscht und erkannt ist. Die Arbeit in ihrer heutigen Form ist die Zerstörung jener Form, weil der Mensch sich nicht darin länger aufhalten konnte, weil er menschlich Lernt und damit immer weitergehende Bedürfnisse und Bedürfnissformen produktiv entfaltnen kann, darin unterscheidet er sich vom Tier.

Die Metaepoche der Klassengeselligkeiten ist die Zerstörung, hier unbewußte mit Bewußtsein durchgeführte Tat von Milliarden von nun toten und noch lebenden Menschen. dieser natürlichen, ursprünglilchen Welt. Die Naturkraft Mensch passt sich die Welt seit tausenden von Jahren an und verändert sich so mit seinen Veränderungen. Die negative Seite dabei ist, das Menschen als Menschen andere Menschen als Naturkraft benutzen um diese produktive Zerstörung voranzutreiben. Die als Produktivkräfte eingesetzen und somit schon verstandenen Naturkräfte, welche eben Gratiskräfte sind, beizeichnen in großen  Schüben die Entfaltung der Menschenrasse als gesellige Individuen, und seine schon errungene Form von Gesellschaft. Eines Individuums welches sich auch in der Gesellschaft vereinzeln kann, meinte Marx.

Wir Menschen bedürfen als stoffliche Wesen die Stofflichkeit dieser Welt; nur die Zusammenhänge dieses aktiven Stoffwechsels machen uns zu Lebewese, einem merkwürdigen Zustand der sonst toten Materie. 

Die kapitalistische Produktionsweise ist die der Mensch-Maschinenproduktion, wobei ich unter der Maschine nicht das einzelne Aggregat, den Industreizweig usw. sondern die Totalität aller von Menschen geschaffenen Dinge in ihrer Einheit als Produktions- und damit zugleich als Konsumtionsmittel und darin eingeschlossen die vermittelnden Bewegungen verstehe. Der Wert als allgemeingültiges Maß, hier die notwendigerweise gesellschaftlich verbrannte Menge von humanoider Energie welche  in den Gebrauchsdingen festgeronnen, hat in diesem Universum als menschliches Maß seinen historischen Sieg errungen und beherrscht nun die Beherrscher, siehe aktuelle Werltwirtschaftskrise.

Diesem Wert, als automatisches Subjekt und Beherrscher der Menschen, zu entkommen bleibt nur eines zu tun, die menschliche Arbeit massenweise der Verbrennung zur stofflichen Umwandlung der Welt zu entziehen und zwar auf die Art, dass die Bedürfnisse in steigendem Maße befriedigt und damit wieder neu auf höherer Stufe(qualitativ) erzeugt werden, damit wird diesem wahrhaftig metapyhsischen geselligen &quot;Dinges&quot;, welches in der Wirklichkeit die Beziehungen der Menschen untereinander fundamental bestimmt. der Garaus bereitet.

Dieser Prozess ist schon seit Beginn der kapitalistischen Ära progressiv zu Beobachten. Dabei wird die Anfangs nur sporadisch erkennbare Globale Maschine nur in Teilen sichtbar, weil sie nur Teilbereiche der Gesellschaft affiziert, als Teilaggregat wirklich produziert ist.  Etwa zu Marxens Zeiten beginnt aber deren beschleunigter Aufstieg. Zu dieser Maschine gehört, wie schon gesagt alles was von Menschenhand geschaffen wurde und wird. Das &quot;Wohnhaus&quot;, als Reproduktionsstätte für das Humankapital wie als Geburtshaus für den Kaptialisten als Vertreter der toten Arbeit, die Eisenbahn wie die Autobahn, egal ob für direkte Produktion oder Konsumtion welche sich ja gegeseitig durchdringen. Auch das Theater, der geforstete und heute auch der ungeforstete Wald, die Weltmeere als &quot;Wasserstraßen&quot; und der Luftraum als &quot;Luftbrücke&quot;, dem jüngsten Kind, der Weltraumfahrt, ist ihre Herkunft aus der Maschine und das Teil sein dieser Maschine anzusehen.

Die Menschen leben von und für dieses Monster, sie passen ihre Gesellschaft des von ihnen Geschaffenen an und können es nicht verlassen, weil sie der Hauptbrennstoff sind der diesen Leichnam minütlich beleben muß. Das ist die reale Basis für das &quot;eiserne Gehäuse der Wertverwertung&quot;, wobei in der Tat es so ist das Eisen mittlerweile nur eine geringe Rolle spielt. Aber die Machine als Maschine ist eben das potenzierte einfache Arbeitsmittel, heute in der globalen Form zu studieren.

Was passiert nun wenn man diesem Monster nicht mehr Menschen implementieren muß um es am laufen zu halten, sondern einen biologischen Ersatz hinzufügt um wirklch im Sinne des Lebens autoreproduktiv zu werden. Die Bedingung die der junge  Marx für  eine höhere Form der Gesellschaft gestellt hat wäre erfüllt. die Aufhebung der Arbeit als Arbeit.

Also nicht der Computermensch vor seiner Maschine ist die Lösung, wenn auch unbedingte Mitvoraussetzung, sondern die Herstellung des alten Produktionsorganismus mit einer neuen und höheren, weil durch den Menschen und seine Bedürfnisse bestimmten, menschlichen Qualität. Ich nenne diesen durch die Genetik und die molekularbiologischen Forschungen angefeuerten Prozess, die Biologisierung der Produktionsmittel.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stichwort: Urkommunismus. Auf welcher komplexen und bis heute noch nicht wieder erreichten Produktionsweise der menschlichen Lebensmittel, die Produktionsmittel eingeschlossen, ruhte er? Diese Frage stellen heißt die Antworten auf die heutigen Konflikte finden. Wenn man dialektisch daran geht könnte man sagen das diese Form von Gesellschaft auf dem kompliziertesten &#8220;Produktionsorganismus&#8221; ruhte den es auf dieser Welt je gab, der natürlichen Biogeozönose dieser Welt, welche bis heute noch nicht annähernd genug  erforscht und erkannt ist. Die Arbeit in ihrer heutigen Form ist die Zerstörung jener Form, weil der Mensch sich nicht darin länger aufhalten konnte, weil er menschlich Lernt und damit immer weitergehende Bedürfnisse und Bedürfnissformen produktiv entfaltnen kann, darin unterscheidet er sich vom Tier.</p>
<p>Die Metaepoche der Klassengeselligkeiten ist die Zerstörung, hier unbewußte mit Bewußtsein durchgeführte Tat von Milliarden von nun toten und noch lebenden Menschen. dieser natürlichen, ursprünglilchen Welt. Die Naturkraft Mensch passt sich die Welt seit tausenden von Jahren an und verändert sich so mit seinen Veränderungen. Die negative Seite dabei ist, das Menschen als Menschen andere Menschen als Naturkraft benutzen um diese produktive Zerstörung voranzutreiben. Die als Produktivkräfte eingesetzen und somit schon verstandenen Naturkräfte, welche eben Gratiskräfte sind, beizeichnen in großen  Schüben die Entfaltung der Menschenrasse als gesellige Individuen, und seine schon errungene Form von Gesellschaft. Eines Individuums welches sich auch in der Gesellschaft vereinzeln kann, meinte Marx.</p>
<p>Wir Menschen bedürfen als stoffliche Wesen die Stofflichkeit dieser Welt; nur die Zusammenhänge dieses aktiven Stoffwechsels machen uns zu Lebewese, einem merkwürdigen Zustand der sonst toten Materie. </p>
<p>Die kapitalistische Produktionsweise ist die der Mensch-Maschinenproduktion, wobei ich unter der Maschine nicht das einzelne Aggregat, den Industreizweig usw. sondern die Totalität aller von Menschen geschaffenen Dinge in ihrer Einheit als Produktions- und damit zugleich als Konsumtionsmittel und darin eingeschlossen die vermittelnden Bewegungen verstehe. Der Wert als allgemeingültiges Maß, hier die notwendigerweise gesellschaftlich verbrannte Menge von humanoider Energie welche  in den Gebrauchsdingen festgeronnen, hat in diesem Universum als menschliches Maß seinen historischen Sieg errungen und beherrscht nun die Beherrscher, siehe aktuelle Werltwirtschaftskrise.</p>
<p>Diesem Wert, als automatisches Subjekt und Beherrscher der Menschen, zu entkommen bleibt nur eines zu tun, die menschliche Arbeit massenweise der Verbrennung zur stofflichen Umwandlung der Welt zu entziehen und zwar auf die Art, dass die Bedürfnisse in steigendem Maße befriedigt und damit wieder neu auf höherer Stufe(qualitativ) erzeugt werden, damit wird diesem wahrhaftig metapyhsischen geselligen &#8220;Dinges&#8221;, welches in der Wirklichkeit die Beziehungen der Menschen untereinander fundamental bestimmt. der Garaus bereitet.</p>
<p>Dieser Prozess ist schon seit Beginn der kapitalistischen Ära progressiv zu Beobachten. Dabei wird die Anfangs nur sporadisch erkennbare Globale Maschine nur in Teilen sichtbar, weil sie nur Teilbereiche der Gesellschaft affiziert, als Teilaggregat wirklich produziert ist.  Etwa zu Marxens Zeiten beginnt aber deren beschleunigter Aufstieg. Zu dieser Maschine gehört, wie schon gesagt alles was von Menschenhand geschaffen wurde und wird. Das &#8220;Wohnhaus&#8221;, als Reproduktionsstätte für das Humankapital wie als Geburtshaus für den Kaptialisten als Vertreter der toten Arbeit, die Eisenbahn wie die Autobahn, egal ob für direkte Produktion oder Konsumtion welche sich ja gegeseitig durchdringen. Auch das Theater, der geforstete und heute auch der ungeforstete Wald, die Weltmeere als &#8220;Wasserstraßen&#8221; und der Luftraum als &#8220;Luftbrücke&#8221;, dem jüngsten Kind, der Weltraumfahrt, ist ihre Herkunft aus der Maschine und das Teil sein dieser Maschine anzusehen.</p>
<p>Die Menschen leben von und für dieses Monster, sie passen ihre Gesellschaft des von ihnen Geschaffenen an und können es nicht verlassen, weil sie der Hauptbrennstoff sind der diesen Leichnam minütlich beleben muß. Das ist die reale Basis für das &#8220;eiserne Gehäuse der Wertverwertung&#8221;, wobei in der Tat es so ist das Eisen mittlerweile nur eine geringe Rolle spielt. Aber die Machine als Maschine ist eben das potenzierte einfache Arbeitsmittel, heute in der globalen Form zu studieren.</p>
<p>Was passiert nun wenn man diesem Monster nicht mehr Menschen implementieren muß um es am laufen zu halten, sondern einen biologischen Ersatz hinzufügt um wirklch im Sinne des Lebens autoreproduktiv zu werden. Die Bedingung die der junge  Marx für  eine höhere Form der Gesellschaft gestellt hat wäre erfüllt. die Aufhebung der Arbeit als Arbeit.</p>
<p>Also nicht der Computermensch vor seiner Maschine ist die Lösung, wenn auch unbedingte Mitvoraussetzung, sondern die Herstellung des alten Produktionsorganismus mit einer neuen und höheren, weil durch den Menschen und seine Bedürfnisse bestimmten, menschlichen Qualität. Ich nenne diesen durch die Genetik und die molekularbiologischen Forschungen angefeuerten Prozess, die Biologisierung der Produktionsmittel.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wolf</title>
		<link>http://keimform.de/2008/hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/#comment-15629</link>
		<dc:creator>Wolf</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 22:04:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1068#comment-15629</guid>
		<description>@Hubert (12.12.08): Hallo Hubert! Warum die grosse aufregung, nachdem du mit bravour die arbeitsteilung verteidigt hast? Du stehst doch in in einer edlen traditionslinie und befindest dich in bester gesellschaft! Schon Adam Smith hat vor 232 jahren den wohlstand der nationen auf die arbeitsteilung zurueckgefuehrt. So hebt er in seinem viel beachteten werk gleich in der ersten zeile in eleganten worten an: 

&quot;The greatest improvement in the productive powers of labour, and the greater part of the skill, dexterity, and judgment with which it is any where directed, or applied, seem to have been the effects of the division of labour.&quot;

Zwei seiten spaeter faehrt er ebenso klug fort:
&quot;The division of labour , however, so far as it can be introduced, occasions, in every art, a proportionate increase of the productive powers of labour. The speparation of different trades and employments from one another, seems to have taken place, in consequence of this advantage. This separation too is generally carried furthest in those countries which enjoy the highest degree of industry and improvement; what is the work of a man in a rude state of society, being generally that of several in an improved one.&quot;

Nochmals zwei seiten spaeter in unuebertrefflicher weisheit:
&quot;This great increase of the quantity of work, which, in consequence of the division of labour, the same number of people are capable of performing, is owing to three different circumstances; first, to the increase of dexterity in every particular workman; secondly, to the saving of the time which is commonly lost in passing from one species of work to another; and lastly, to the invention of a great number of machines which facilitate and abridge labour, and enable one man to do the work of many.&quot;

Ganz anders der alte trottel Engels mit bezug auf den ausgeflippten Karl Marx, denen beiden deine lehrreichen worte aufgrund ihrer verfruehten geburt unbekannt bleiben mussten, die aber die klaren gedanken Smith&#039;s kaltbluetig ignorierten:

&quot;Das Gesetz der Arbeitsteilung ist es also, was der Klassenteilung zugrunde liegt.&quot; (F. Engels: Anti-Dühring. MEW 20, Berlin 1962, 263)

&quot;In jeder Gesellschaft mit naturwüchsiger Produktionsentwicklung - und die heutige gehört dazu - beherrschen nicht die Produzenten die Produktionsmittel, sondern die Produktionsmittel beherrschen die Produzenten. In einer solchen Gesellschaft schlägt jeder neue Hebel der Produktion notwendig um in ein neues Mittel der Knechtung der Produzenten unter die Produktionsmittel. Das gilt vor allem von demjenigen Hebel der Produktion, der bis zur Einführung der großen Industrie weitaus der mächtigste war - von der Teilung der Arbeit. Gleich die erste große Arbeitsteilung, die Scheidung von Stadt und Land, verurteilte die Landbevölkerung zu jahrtausendelanger Verdummung und die Städter zur Knechtung eines jeden unter sein Einzelhandwerk. Sie vernichtete die Grundlage der geistigen Entwicklung der &#124;272&#124; einen und der körperlichen der andern. Wenn sich der Bauer den Boden, der Städter sein Handwerk aneignet, so eignet sich ebensosehr der Boden den Bauer, das Handwerk den Handwerker an. Indem die Arbeit geteilt wird, wird auch der Mensch geteilt. Der Ausbildung einer einzigen Tätigkeit werden alle übrigen körperlichen und geistigen Fähigkeiten zum Opfer gebracht. Diese Verkümmerung des Menschen wächst im selben Maße wie die Arbeitsteilung, die ihre höchste Entwicklung in der Manufaktur erreicht. Die Manufaktur zerlegt das Handwerk in seine einzelnen Teiloperationen, weist jede derselben einem einzelnen Arbeiter als Lebensberuf zu und kettet ihn so lebenslänglich an eine bestimmte Teilfunktion und ein bestimmtes Werkzeug. »Sie verkrüppelt den Arbeiter in eine Abnormität, indem sie sein Detailgeschick treibhausmäßig fördert durch Unterdrückung einer Welt von produktiven Trieben und Anlagen ... Das Individuum selbst wird geteilt, in das automatische Triebwerk einer Teilarbeit verwandelt« (Marx) &#124;Siehe Karl Marx: »Das Kapital«, Bd. I in: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Bd. 23, S. 381&#124; - ein Triebwerk, das in vielen Fällen seine Vollkommenheit erst durch buchstäbliche, leibliche und geistige Verkrüppelung des Arbeiters erlangt. Die Maschinerie der großen Industrie degradiert den Arbeiter aus einer Maschine zum bloßen Zubehör einer Maschine. »Aus der lebenslangen Spezialität, ein Teilwerkzeug zu führen, wird die lebenslange Spezialität, einer Teilmaschine zu dienen. Die Maschinerie wird mißbraucht, um den Arbeiter selbst von Kindesbeinen an in den Teil einer Teilmaschine zu verwandeln« (Marx). &#124;Siehe Karl Marx: »Das Kapital«, Bd. I in: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Bd. 23, S. 445&#124; Und nicht nur die Arbeiter, auch die die Arbeiter direkt oder indirekt ausbeutenden Klassen werden vermittelst der Teilung der Arbeit geknechtet unter das Werkzeug ihrer Tätigkeit; der geistesöde Bourgeois unter sein eignes Kapital und seine eigne Profitwut, der Jurist unter seine verknöcherten Rechtsvorstellungen, die ihn als eine selbständige Macht beherrschen; die »gebildeten Stände« überhaupt unter die mannigfachen Lokalborniertheiten und Einseitigkeiten, unter ihre eigne körperliche und geistige Kurzsichtigkeit, unter ihre Verkrüppelung durch die auf eine Spezialität zugeschnittne Erziehung und durch die lebenslange Fesselung an diese Spezialität selbst - auch dann, wenn diese Spezialität das reine Nichtstun ist.&quot; (ebd., 271, 272)

&quot;Indem sich die Gesellschaft zur Herrin der sämtlichen Produktionsmittel macht, um sie gesellschaftlich planmäßig zu verwenden, vernichtet sie die bisherige Knechtung der Menschen unter ihre eignen Produktionsmittel. Die Gesellschaft kann sich selbstredend nicht befreien, ohne daß jeder einzelne befreit wird. Die alte Produktionsweise muß also von Grund aus umgewälzt werden, und namentlich muß die alte Teilung der Arbeit verschwinden. An ihre Stelle muß eine Organisation der Produktion treten, &#124;274&#124; in der einerseits kein einzelner seinen Anteil an der produktiven Arbeit, dieser Naturbedingung der menschlichen Existenz, auf andre abwälzen kann; in der andrerseits die produktive Arbeit, statt Mittel der Knechtung, Mittel der Befreiung der Menschen wird, indem sie jedem einzelnen die Gelegenheit bietet, seine sämtlichen Fähigkeiten, körperliche wie geistige, nach allen Richtungen hin auszubilden und zu betätigen, und in der sie so aus einer Last eine Lust wird.
(...)
Ebensowenig ist die Aufhebung der alten Teilung der Arbeit eine Forderung, die nur auf Kosten der Produktivität der Arbeit durchzuführen wäre. Im Gegenteil. Sie ist eine Bedingung der Produktion selbst geworden durch die große Industrie. »Der Maschinenbetrieb hebt die Notwendigkeit auf, die Verteilung der Arbeitergruppen an die verschiednen Maschinen manufakturmäßig zu befestigen durch fortwährende Aneignung derselben Arbeiter an dieselbe Funktion. Da die Gesamtbewegung der Fabrik nicht vom Arbeiter ausgeht, sondern von der Maschine, kann fortwährender Personenwechsel stattfinden, ohne Unterbrechung des Arbeitsprozesses ... Die Geschwindigkeit endlich, womit die Arbeit an der Maschine im jugendlichen Alter erlernt wird, beseitigt ebenso die Notwendigkeit, eine besondre Klasse Arbeiter ausschließlich zu Maschinenarbeitern zu erziehn.« &#124;Siehe Karl Marx: »Das Kapital«, Bd. I, in: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Bd. 23, S. 443/444&#124; Während aber die kapitalistische Anwendungsweise der Maschinerie die alte Teilung der Arbeit mit ihren knöchernen Partikularitäten weiter fortführen muß, trotzdem diese technisch überflüssig geworden, rebelliert die Maschinerie selbst gegen diesen Anachronismus. Die technische Basis der großen Industrie ist revolutionär. »Durch Maschinerie, chemische Prozesse und andre Methoden wälzt sie beständig mit der technischen Grundlage der Produktion die Funktionen der Arbeiter und die gesellschaftlichen Kombinationen des Arbeitsprozesses um. Sie revolutioniert damit ebenso beständig die Teilung der Arbeit im Innern der Gesellschaft und schleudert unaufhörlich Kapitalmassen und Arbeitermassen aus einem Produktions- &#124;275&#124; zweig in den andern. Die Natur der großen Industrie bedingt daher Wechsel der Arbeit, Fluß der Funktion, allseitige Beweglichkeit des Arbeiters ... Man hat gesehn, wie dieser absolute Widerspruch ... im ununterbrochenen Opferfest der Arbeiterklasse, maßlosester Vergeudung der Arbeitskräfte und den Verheerungen gesellschaftlicher Anarchie sich austobt. Dies ist die negative Seite. Wenn aber der Wechsel der Arbeit sich jetzt nur als überwältigendes Naturgesetz und mit der blind zerstörenden Wirkung des Naturgesetzes durchsetzt, das überall auf Hindernisse stößt, macht die große Industrie durch ihre Katastrophen selbst es zur Frage von Leben oder Tod, den Wechsel der Arbeiten und daher möglichste Vielseitigkeit des Arbeiters als allgemeines gesellschaftliches Produktionsgesetz anzuerkennen und seiner normalen Verwirklichung die Verhältnisse anzupassen. Sie macht es zu einer Frage von Leben oder Tod, die Ungeheuerlichkeit einer elenden, für das wechselnde Exploitationsbedürfnis des Kapitals in Reserve gehaltnen disponiblen Arbeiterbevölkerung zu ersetzen durch die absolute Disponibilität des Menschen für wechselnde Arbeitserfordernisse; das Teilindividuum, den bloßen Träger einer gesellschaftlichen Detailfunktion, durch das total entwickelte Individuum, für welches verschiedne gesellschaftliche Funktionen einander ablösende Betätigungsweisen sind.« (Marx, Kapital.) &#124;Siehe Karl Marx: »Das Kapital«, Bd. I, in: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Bd. 23, S. 511/512&#124;&quot; (ebd., 274, 275)

Viele gruesse

lupus</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Hubert (12.12.08): Hallo Hubert! Warum die grosse aufregung, nachdem du mit bravour die arbeitsteilung verteidigt hast? Du stehst doch in in einer edlen traditionslinie und befindest dich in bester gesellschaft! Schon Adam Smith hat vor 232 jahren den wohlstand der nationen auf die arbeitsteilung zurueckgefuehrt. So hebt er in seinem viel beachteten werk gleich in der ersten zeile in eleganten worten an: </p>
<p>&#8220;The greatest improvement in the productive powers of labour, and the greater part of the skill, dexterity, and judgment with which it is any where directed, or applied, seem to have been the effects of the division of labour.&#8221;</p>
<p>Zwei seiten spaeter faehrt er ebenso klug fort:<br />
&#8220;The division of labour , however, so far as it can be introduced, occasions, in every art, a proportionate increase of the productive powers of labour. The speparation of different trades and employments from one another, seems to have taken place, in consequence of this advantage. This separation too is generally carried furthest in those countries which enjoy the highest degree of industry and improvement; what is the work of a man in a rude state of society, being generally that of several in an improved one.&#8221;</p>
<p>Nochmals zwei seiten spaeter in unuebertrefflicher weisheit:<br />
&#8220;This great increase of the quantity of work, which, in consequence of the division of labour, the same number of people are capable of performing, is owing to three different circumstances; first, to the increase of dexterity in every particular workman; secondly, to the saving of the time which is commonly lost in passing from one species of work to another; and lastly, to the invention of a great number of machines which facilitate and abridge labour, and enable one man to do the work of many.&#8221;</p>
<p>Ganz anders der alte trottel Engels mit bezug auf den ausgeflippten Karl Marx, denen beiden deine lehrreichen worte aufgrund ihrer verfruehten geburt unbekannt bleiben mussten, die aber die klaren gedanken Smith&#8217;s kaltbluetig ignorierten:</p>
<p>&#8220;Das Gesetz der Arbeitsteilung ist es also, was der Klassenteilung zugrunde liegt.&#8221; (F. Engels: Anti-Dühring. MEW 20, Berlin 1962, 263)</p>
<p>&#8220;In jeder Gesellschaft mit naturwüchsiger Produktionsentwicklung &#8211; und die heutige gehört dazu &#8211; beherrschen nicht die Produzenten die Produktionsmittel, sondern die Produktionsmittel beherrschen die Produzenten. In einer solchen Gesellschaft schlägt jeder neue Hebel der Produktion notwendig um in ein neues Mittel der Knechtung der Produzenten unter die Produktionsmittel. Das gilt vor allem von demjenigen Hebel der Produktion, der bis zur Einführung der großen Industrie weitaus der mächtigste war &#8211; von der Teilung der Arbeit. Gleich die erste große Arbeitsteilung, die Scheidung von Stadt und Land, verurteilte die Landbevölkerung zu jahrtausendelanger Verdummung und die Städter zur Knechtung eines jeden unter sein Einzelhandwerk. Sie vernichtete die Grundlage der geistigen Entwicklung der |272| einen und der körperlichen der andern. Wenn sich der Bauer den Boden, der Städter sein Handwerk aneignet, so eignet sich ebensosehr der Boden den Bauer, das Handwerk den Handwerker an. Indem die Arbeit geteilt wird, wird auch der Mensch geteilt. Der Ausbildung einer einzigen Tätigkeit werden alle übrigen körperlichen und geistigen Fähigkeiten zum Opfer gebracht. Diese Verkümmerung des Menschen wächst im selben Maße wie die Arbeitsteilung, die ihre höchste Entwicklung in der Manufaktur erreicht. Die Manufaktur zerlegt das Handwerk in seine einzelnen Teiloperationen, weist jede derselben einem einzelnen Arbeiter als Lebensberuf zu und kettet ihn so lebenslänglich an eine bestimmte Teilfunktion und ein bestimmtes Werkzeug. »Sie verkrüppelt den Arbeiter in eine Abnormität, indem sie sein Detailgeschick treibhausmäßig fördert durch Unterdrückung einer Welt von produktiven Trieben und Anlagen &#8230; Das Individuum selbst wird geteilt, in das automatische Triebwerk einer Teilarbeit verwandelt« (Marx) |Siehe Karl Marx: »Das Kapital«, Bd. I in: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Bd. 23, S. 381| &#8211; ein Triebwerk, das in vielen Fällen seine Vollkommenheit erst durch buchstäbliche, leibliche und geistige Verkrüppelung des Arbeiters erlangt. Die Maschinerie der großen Industrie degradiert den Arbeiter aus einer Maschine zum bloßen Zubehör einer Maschine. »Aus der lebenslangen Spezialität, ein Teilwerkzeug zu führen, wird die lebenslange Spezialität, einer Teilmaschine zu dienen. Die Maschinerie wird mißbraucht, um den Arbeiter selbst von Kindesbeinen an in den Teil einer Teilmaschine zu verwandeln« (Marx). |Siehe Karl Marx: »Das Kapital«, Bd. I in: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Bd. 23, S. 445| Und nicht nur die Arbeiter, auch die die Arbeiter direkt oder indirekt ausbeutenden Klassen werden vermittelst der Teilung der Arbeit geknechtet unter das Werkzeug ihrer Tätigkeit; der geistesöde Bourgeois unter sein eignes Kapital und seine eigne Profitwut, der Jurist unter seine verknöcherten Rechtsvorstellungen, die ihn als eine selbständige Macht beherrschen; die »gebildeten Stände« überhaupt unter die mannigfachen Lokalborniertheiten und Einseitigkeiten, unter ihre eigne körperliche und geistige Kurzsichtigkeit, unter ihre Verkrüppelung durch die auf eine Spezialität zugeschnittne Erziehung und durch die lebenslange Fesselung an diese Spezialität selbst &#8211; auch dann, wenn diese Spezialität das reine Nichtstun ist.&#8221; (ebd., 271, 272)</p>
<p>&#8220;Indem sich die Gesellschaft zur Herrin der sämtlichen Produktionsmittel macht, um sie gesellschaftlich planmäßig zu verwenden, vernichtet sie die bisherige Knechtung der Menschen unter ihre eignen Produktionsmittel. Die Gesellschaft kann sich selbstredend nicht befreien, ohne daß jeder einzelne befreit wird. Die alte Produktionsweise muß also von Grund aus umgewälzt werden, und namentlich muß die alte Teilung der Arbeit verschwinden. An ihre Stelle muß eine Organisation der Produktion treten, |274| in der einerseits kein einzelner seinen Anteil an der produktiven Arbeit, dieser Naturbedingung der menschlichen Existenz, auf andre abwälzen kann; in der andrerseits die produktive Arbeit, statt Mittel der Knechtung, Mittel der Befreiung der Menschen wird, indem sie jedem einzelnen die Gelegenheit bietet, seine sämtlichen Fähigkeiten, körperliche wie geistige, nach allen Richtungen hin auszubilden und zu betätigen, und in der sie so aus einer Last eine Lust wird.<br />
(&#8230;)<br />
Ebensowenig ist die Aufhebung der alten Teilung der Arbeit eine Forderung, die nur auf Kosten der Produktivität der Arbeit durchzuführen wäre. Im Gegenteil. Sie ist eine Bedingung der Produktion selbst geworden durch die große Industrie. »Der Maschinenbetrieb hebt die Notwendigkeit auf, die Verteilung der Arbeitergruppen an die verschiednen Maschinen manufakturmäßig zu befestigen durch fortwährende Aneignung derselben Arbeiter an dieselbe Funktion. Da die Gesamtbewegung der Fabrik nicht vom Arbeiter ausgeht, sondern von der Maschine, kann fortwährender Personenwechsel stattfinden, ohne Unterbrechung des Arbeitsprozesses &#8230; Die Geschwindigkeit endlich, womit die Arbeit an der Maschine im jugendlichen Alter erlernt wird, beseitigt ebenso die Notwendigkeit, eine besondre Klasse Arbeiter ausschließlich zu Maschinenarbeitern zu erziehn.« |Siehe Karl Marx: »Das Kapital«, Bd. I, in: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Bd. 23, S. 443/444| Während aber die kapitalistische Anwendungsweise der Maschinerie die alte Teilung der Arbeit mit ihren knöchernen Partikularitäten weiter fortführen muß, trotzdem diese technisch überflüssig geworden, rebelliert die Maschinerie selbst gegen diesen Anachronismus. Die technische Basis der großen Industrie ist revolutionär. »Durch Maschinerie, chemische Prozesse und andre Methoden wälzt sie beständig mit der technischen Grundlage der Produktion die Funktionen der Arbeiter und die gesellschaftlichen Kombinationen des Arbeitsprozesses um. Sie revolutioniert damit ebenso beständig die Teilung der Arbeit im Innern der Gesellschaft und schleudert unaufhörlich Kapitalmassen und Arbeitermassen aus einem Produktions- |275| zweig in den andern. Die Natur der großen Industrie bedingt daher Wechsel der Arbeit, Fluß der Funktion, allseitige Beweglichkeit des Arbeiters &#8230; Man hat gesehn, wie dieser absolute Widerspruch &#8230; im ununterbrochenen Opferfest der Arbeiterklasse, maßlosester Vergeudung der Arbeitskräfte und den Verheerungen gesellschaftlicher Anarchie sich austobt. Dies ist die negative Seite. Wenn aber der Wechsel der Arbeit sich jetzt nur als überwältigendes Naturgesetz und mit der blind zerstörenden Wirkung des Naturgesetzes durchsetzt, das überall auf Hindernisse stößt, macht die große Industrie durch ihre Katastrophen selbst es zur Frage von Leben oder Tod, den Wechsel der Arbeiten und daher möglichste Vielseitigkeit des Arbeiters als allgemeines gesellschaftliches Produktionsgesetz anzuerkennen und seiner normalen Verwirklichung die Verhältnisse anzupassen. Sie macht es zu einer Frage von Leben oder Tod, die Ungeheuerlichkeit einer elenden, für das wechselnde Exploitationsbedürfnis des Kapitals in Reserve gehaltnen disponiblen Arbeiterbevölkerung zu ersetzen durch die absolute Disponibilität des Menschen für wechselnde Arbeitserfordernisse; das Teilindividuum, den bloßen Träger einer gesellschaftlichen Detailfunktion, durch das total entwickelte Individuum, für welches verschiedne gesellschaftliche Funktionen einander ablösende Betätigungsweisen sind.« (Marx, Kapital.) |Siehe Karl Marx: »Das Kapital«, Bd. I, in: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Bd. 23, S. 511/512|&#8221; (ebd., 274, 275)</p>
<p>Viele gruesse</p>
<p>lupus</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Vom Tausch zur Produktion nach Bedürfnissen &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2008/hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/#comment-15624</link>
		<dc:creator>Vom Tausch zur Produktion nach Bedürfnissen &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 12:35:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1068#comment-15624</guid>
		<description>[...] hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/ [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/ [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: IGR</title>
		<link>http://keimform.de/2008/hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/#comment-15607</link>
		<dc:creator>IGR</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 21:14:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1068#comment-15607</guid>
		<description>HGG: &quot;...die Quelle der Gebrechen dieser Gesellschaft mehr im Bereich der Ausbeutung suche.&quot;

Insofern also diese Quelle nicht Ursache der Gebrechen zu sein scheint, so gibt es sie also und es wird sie weiter geben?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>HGG: &#8220;&#8230;die Quelle der Gebrechen dieser Gesellschaft mehr im Bereich der Ausbeutung suche.&#8221;</p>
<p>Insofern also diese Quelle nicht Ursache der Gebrechen zu sein scheint, so gibt es sie also und es wird sie weiter geben?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2008/hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/#comment-15567</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 13:32:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1068#comment-15567</guid>
		<description>@Benni #13 und Franz #14: Das scheint mir für diesen Thread ein ganz wichtiger Punkt. In meinen Kommentaren habe ich mehrmals darzustellen versucht, wie Fahrräder in der PÖ gebaut werden können. Es ging mir darum zu zeigen, dass dies natürlich möglich ist, wenn man von dem Gedanken abrückt, schlichtweg die komplette jetzige Produktion 1:1 imitieren zu wollen. Was ich gar nicht einbezogen hatte, waren die enormen Ineffizienzen der jetzigen Produktion. Selbst von Kapitalismuskritikern wird manchmal noch angenommen, der Kap. sei ein Wunder an Effizienz. Tatsächlich funktioniert er mit irrsinniger Ineffizienz -  &lt;i&gt;die aber nicht stört, weil sie sich vor allem auf der Konsumentenseite auswirkt.&lt;/i&gt; Dass, wie Benni schreibt, die ganze Klingelanlage wegen einem kaputten Plastikkasten ausgetauscht wird, ist katastrophal ineffizient. Im Kapitalismus macht es aber absolut Sinn! Der Kapitalismus ist ein System, das sich optimiert. Zu dieser Optimierung gehört auch, dass so oft wie möglich neue (aber nicht wirklich andere, denn das würde Entwicklungsaufwand bedeuten und Gewinne schmälern!) Produkte verkauft werden. Im Kap. muss das so sein, weil

(a) man kein Geld verdient, wenn nicht immer wieder neue Sachen verkauft werden;

(b) es aufwendig ist, sich über modulares und reparaturfähiges Design Gedanken zu machen;

(c) der ganze durch den Markt bedingte Prozess (ständige Reorganisation, Verkauf von Unternehmen; Marketingzwänge; der Zwang zur äußerlichen Produktinnovation statt stetiger Weiterentwicklung) es sehr erschwert, auf solche Faktoren Rücksicht zu nehmen;

(d) die Konkurrenz der Unternehmen dafür sorgt, dass zahlreiche verschiedene statt einem richtig guten System existieren;

(e) diese aus Patentgründen verschiedener gemacht werden müssen, als sonst nötig;

(f) Baupläne nicht offen gelegt werden;

(g) es wg. (d) bis (f) für Handwerker immer schwieriger wird, irgend etwas zu reparieren.

Diese Probleme werden heute auch oft beklagt, aber nur selten wird erkannt, &lt;i&gt;dass sie aus Systemeigenschaften des Kap. resultieren,&lt;/i&gt; also Systemprobleme sind. Es heißt dann allzuoft “früher war das noch besser”, was impliziert, ‘dass es doch eigentlich geht’. Dabei wird übersehen, dass bestimmte technologische (etwa schnellere Innovationszyklen) und wirtschaftliche Entwicklungen (etwa härtere internationale Konkurrenz) diese Faktoren &lt;i&gt;systemintern&lt;/i&gt; unumkehrbar machen. Lieber wird eine verkehrte nostalgische Wehmut gepflegt, als dass man zugibt, dass es sich um Systemprobleme des Kapitalismus in seinem jetzigen Stadium handelt, und nicht um ein Versagen der Unternehmen.

Das wäre also zum Thema Fahrradproduktion noch zu ergänzen: Nicht nur kann PP Fahrräder machen, sie kann sie sogar &lt;i&gt;weit effektiver&lt;/i&gt; machen als bisher. Das hat Konsequenzen für den Punkt, an dem die Qualität heutiger Fahrräder erreicht/übertroffen wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Benni #13 und Franz #14: Das scheint mir für diesen Thread ein ganz wichtiger Punkt. In meinen Kommentaren habe ich mehrmals darzustellen versucht, wie Fahrräder in der PÖ gebaut werden können. Es ging mir darum zu zeigen, dass dies natürlich möglich ist, wenn man von dem Gedanken abrückt, schlichtweg die komplette jetzige Produktion 1:1 imitieren zu wollen. Was ich gar nicht einbezogen hatte, waren die enormen Ineffizienzen der jetzigen Produktion. Selbst von Kapitalismuskritikern wird manchmal noch angenommen, der Kap. sei ein Wunder an Effizienz. Tatsächlich funktioniert er mit irrsinniger Ineffizienz &#8211;  <i>die aber nicht stört, weil sie sich vor allem auf der Konsumentenseite auswirkt.</i> Dass, wie Benni schreibt, die ganze Klingelanlage wegen einem kaputten Plastikkasten ausgetauscht wird, ist katastrophal ineffizient. Im Kapitalismus macht es aber absolut Sinn! Der Kapitalismus ist ein System, das sich optimiert. Zu dieser Optimierung gehört auch, dass so oft wie möglich neue (aber nicht wirklich andere, denn das würde Entwicklungsaufwand bedeuten und Gewinne schmälern!) Produkte verkauft werden. Im Kap. muss das so sein, weil</p>
<p>(a) man kein Geld verdient, wenn nicht immer wieder neue Sachen verkauft werden;</p>
<p>(b) es aufwendig ist, sich über modulares und reparaturfähiges Design Gedanken zu machen;</p>
<p>(c) der ganze durch den Markt bedingte Prozess (ständige Reorganisation, Verkauf von Unternehmen; Marketingzwänge; der Zwang zur äußerlichen Produktinnovation statt stetiger Weiterentwicklung) es sehr erschwert, auf solche Faktoren Rücksicht zu nehmen;</p>
<p>(d) die Konkurrenz der Unternehmen dafür sorgt, dass zahlreiche verschiedene statt einem richtig guten System existieren;</p>
<p>(e) diese aus Patentgründen verschiedener gemacht werden müssen, als sonst nötig;</p>
<p>(f) Baupläne nicht offen gelegt werden;</p>
<p>(g) es wg. (d) bis (f) für Handwerker immer schwieriger wird, irgend etwas zu reparieren.</p>
<p>Diese Probleme werden heute auch oft beklagt, aber nur selten wird erkannt, <i>dass sie aus Systemeigenschaften des Kap. resultieren,</i> also Systemprobleme sind. Es heißt dann allzuoft “früher war das noch besser”, was impliziert, ‘dass es doch eigentlich geht’. Dabei wird übersehen, dass bestimmte technologische (etwa schnellere Innovationszyklen) und wirtschaftliche Entwicklungen (etwa härtere internationale Konkurrenz) diese Faktoren <i>systemintern</i> unumkehrbar machen. Lieber wird eine verkehrte nostalgische Wehmut gepflegt, als dass man zugibt, dass es sich um Systemprobleme des Kapitalismus in seinem jetzigen Stadium handelt, und nicht um ein Versagen der Unternehmen.</p>
<p>Das wäre also zum Thema Fahrradproduktion noch zu ergänzen: Nicht nur kann PP Fahrräder machen, sie kann sie sogar <i>weit effektiver</i> machen als bisher. Das hat Konsequenzen für den Punkt, an dem die Qualität heutiger Fahrräder erreicht/übertroffen wird.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hans-Gert Gräbe</title>
		<link>http://keimform.de/2008/hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/#comment-15566</link>
		<dc:creator>Hans-Gert Gräbe</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2008 13:31:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1068#comment-15566</guid>
		<description>Hallo Benni und Franz! Der (bekannte) Unterschied zwischen mir und euch liegt darin, dass ich die Wertform(en) für eine kulturelle Errungenschaft der Menschheit zur Lösung von Konflikten halte und die Quelle der Gebrechen dieser Gesellschaft mehr im Bereich der Ausbeutung suche. Um das durchzuhalten, löse ich die enge Verbindung, die Marx zwischen beiden Begriffen herstellt, indem er Ausbeutung als &lt;i&gt;personales&lt;/i&gt; Verhältnis zwischen Besitzern und Besitzlosen identifiziert. Das geht nach nicht nur meinem Verständnis (auch Engels hat so argumentiert) wenigstens seit Gründung von Aktiengesellschaften am Kern vorbei, weil ganz offen ein angestellter Manager wie Mehdorn Quelle von &quot;Ausbeutung&quot; ist. 

Und auf einmal wird vieles klarer und sichtbar, dass Wertform(en) auch in einem anderen Modus laufen können, den Franz hier als &quot;solidarwirtschaftlich&quot; oder &quot;soziale Unternehmen&quot; bezeichnet, denen &quot;der Stachel des Profitmotivs gezogen&quot; sei. Dass sich all dies &lt;i&gt;innerhalb&lt;/i&gt; der Wertform(en) abspielt und der nächste Halbsatz, es werde &lt;cite&gt;&quot;als Schutz gegen die übermächtige und destruktive Konkurrenz der durch die Privatmacht des Geldes und des Kredits aufgepäppelten Verwertungsmaschinen ein System gegenseitiger Abmachungen und realer Kreislaufschlüsse installiert&quot;&lt;/cite&gt; mitnichten ein Alleinstellungsmerkmal im solidarökonomischen Bereich ist, sondern dies für den eigenständigen KMU-Bereich in Industrie-, Handwerks- und Handelskammern (so sehr man im Einzelfall deren Praktiken kritisieren mag) flächendeckend lange erfunden ist, zeigt nur das ganze Dilemma eurer Analysen.   

Aus einem solchen Blickwinkel begreift man auch schnell, dass und wie Politiker/innen der Linkspartei ihre Basis und darüber hinaus alles Linke ausbeuten, es also Ausbeutung in dieser gesellschaft auch innerhalb der Linken und weit weg von - klassischen - Wertformen gibt. 

Mich interessiert deshalb an PÖ vor allem die &lt;i&gt;analytische&lt;/i&gt; Dimension. Und ich finde es bemerkenswert, dass sich Christian selbst in einem so wertformfeindlichen Medium wie hier nicht entsprechender Argumentationen entziehen kann, wenn es ums Detail geht. Wie übrigens auch all die anderen &lt;i&gt;praktischen&lt;/i&gt; Beispiele nicht, die ich kenne. 

Im Übrigen, Franz mitnichten &lt;cite&gt;müssen die Produkte gut sein und sich auch auf dem Markt behaupten können, sonst wird das nichts.&lt;/cite&gt; Es müssen überhaupt keine &quot;Produkte&quot; sein (im Sinne einer Mehrzahl typgleicher Instanzen), sondern - wie im Industrieanlagenbau immer schon üblich - maßgeschneiderte Einzelstücke. Statt Produktion von Produkten, was wir im 20. Jahrhundert gelernt haben industriell zu bewältigen, geht es im 21. Jahrhundert um die Reproduktion von Bedingungen, aus denen heraus solche Einzelstücke entstehen können. Die &quot;Systeme gegenseitiger Abmachungen und realer Kreislaufschlüsse&quot; rücken also in den zentralen Fokus &lt;i&gt;dieser&lt;/i&gt; Gesellschaft, wie du an SCM, CRM, just in time usw. leicht erkennen kannst.  Da ist noch kein Gran Kapitalismus überwunden (oder vielleicht doch, aber anders als ihr es denkt).

Die Probleme mit einem alten Haus wie dem Karolinenhof sind dieselben wie mit einer Legacy-Cobol-Anwendung im Zeitalter modularer Software. Man entwirft vorsichtige Migrationsszenarien, die entsprechend der eigenen Ertragslage umgesetzt werden. Man kann die alte Applikation ja nicht einfach wegräumen. Profit (aus dem operativen Geschäft) ist halt vor allem für eines wichtig - für investive Rücklagen. Erst wenn das, also die Nachhaltigkeit der eigenen Aktivitäten, gesichert ist, kann man als Unternehmer über die &quot;Yacht in der Südsee&quot; nachdenken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Benni und Franz! Der (bekannte) Unterschied zwischen mir und euch liegt darin, dass ich die Wertform(en) für eine kulturelle Errungenschaft der Menschheit zur Lösung von Konflikten halte und die Quelle der Gebrechen dieser Gesellschaft mehr im Bereich der Ausbeutung suche. Um das durchzuhalten, löse ich die enge Verbindung, die Marx zwischen beiden Begriffen herstellt, indem er Ausbeutung als <i>personales</i> Verhältnis zwischen Besitzern und Besitzlosen identifiziert. Das geht nach nicht nur meinem Verständnis (auch Engels hat so argumentiert) wenigstens seit Gründung von Aktiengesellschaften am Kern vorbei, weil ganz offen ein angestellter Manager wie Mehdorn Quelle von &#8220;Ausbeutung&#8221; ist. </p>
<p>Und auf einmal wird vieles klarer und sichtbar, dass Wertform(en) auch in einem anderen Modus laufen können, den Franz hier als &#8220;solidarwirtschaftlich&#8221; oder &#8220;soziale Unternehmen&#8221; bezeichnet, denen &#8220;der Stachel des Profitmotivs gezogen&#8221; sei. Dass sich all dies <i>innerhalb</i> der Wertform(en) abspielt und der nächste Halbsatz, es werde <cite>&#8220;als Schutz gegen die übermächtige und destruktive Konkurrenz der durch die Privatmacht des Geldes und des Kredits aufgepäppelten Verwertungsmaschinen ein System gegenseitiger Abmachungen und realer Kreislaufschlüsse installiert&#8221;</cite> mitnichten ein Alleinstellungsmerkmal im solidarökonomischen Bereich ist, sondern dies für den eigenständigen KMU-Bereich in Industrie-, Handwerks- und Handelskammern (so sehr man im Einzelfall deren Praktiken kritisieren mag) flächendeckend lange erfunden ist, zeigt nur das ganze Dilemma eurer Analysen.   </p>
<p>Aus einem solchen Blickwinkel begreift man auch schnell, dass und wie Politiker/innen der Linkspartei ihre Basis und darüber hinaus alles Linke ausbeuten, es also Ausbeutung in dieser gesellschaft auch innerhalb der Linken und weit weg von &#8211; klassischen &#8211; Wertformen gibt. </p>
<p>Mich interessiert deshalb an PÖ vor allem die <i>analytische</i> Dimension. Und ich finde es bemerkenswert, dass sich Christian selbst in einem so wertformfeindlichen Medium wie hier nicht entsprechender Argumentationen entziehen kann, wenn es ums Detail geht. Wie übrigens auch all die anderen <i>praktischen</i> Beispiele nicht, die ich kenne. </p>
<p>Im Übrigen, Franz mitnichten <cite>müssen die Produkte gut sein und sich auch auf dem Markt behaupten können, sonst wird das nichts.</cite> Es müssen überhaupt keine &#8220;Produkte&#8221; sein (im Sinne einer Mehrzahl typgleicher Instanzen), sondern &#8211; wie im Industrieanlagenbau immer schon üblich &#8211; maßgeschneiderte Einzelstücke. Statt Produktion von Produkten, was wir im 20. Jahrhundert gelernt haben industriell zu bewältigen, geht es im 21. Jahrhundert um die Reproduktion von Bedingungen, aus denen heraus solche Einzelstücke entstehen können. Die &#8220;Systeme gegenseitiger Abmachungen und realer Kreislaufschlüsse&#8221; rücken also in den zentralen Fokus <i>dieser</i> Gesellschaft, wie du an SCM, CRM, just in time usw. leicht erkennen kannst.  Da ist noch kein Gran Kapitalismus überwunden (oder vielleicht doch, aber anders als ihr es denkt).</p>
<p>Die Probleme mit einem alten Haus wie dem Karolinenhof sind dieselben wie mit einer Legacy-Cobol-Anwendung im Zeitalter modularer Software. Man entwirft vorsichtige Migrationsszenarien, die entsprechend der eigenen Ertragslage umgesetzt werden. Man kann die alte Applikation ja nicht einfach wegräumen. Profit (aus dem operativen Geschäft) ist halt vor allem für eines wichtig &#8211; für investive Rücklagen. Erst wenn das, also die Nachhaltigkeit der eigenen Aktivitäten, gesichert ist, kann man als Unternehmer über die &#8220;Yacht in der Südsee&#8221; nachdenken.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Franz Nahrada</title>
		<link>http://keimform.de/2008/hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/#comment-15564</link>
		<dc:creator>Franz Nahrada</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2008 23:06:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1068#comment-15564</guid>
		<description>@HGG: Im Kontext dieses Threads gehts ja um die Frage ob jetzt an bestehenden Systemen der Vergesellschaftung anzusetzen ist oder ob sozusagen von Unten etwas Neues entstehen kann. Du willst uns sagen dass dieses Neue oft marktförmige Züge trägt und da rennst Du glaub ich offene Türen ein. Niemand hier hat behauptet dass wir morgen P2P Relationen im Bereich der materiellen Produktion haben werden. Ich denke dass da Formen wie solidarwirtschaftliche oder soziale Unternehmen eine große Rolle spielen, in denen sozusagen der Stachel des Profitmotivs gezogen, aber als Schutz gegen die übermächtige und destruktive Konkurrenz der durch die Privatmacht des Geldes und des Kredits aufgepäppelten Verwertungsmaschinen ein System gegenseitiger Abmachungen und realer Kreislaufschlüsse installiert wird. Natürlich müssen die Produkte gut sein und sich auch auf dem Markt behaupten können, sonst wird das nichts. Aber das ist nicht primärer Zweck der Chose!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@HGG: Im Kontext dieses Threads gehts ja um die Frage ob jetzt an bestehenden Systemen der Vergesellschaftung anzusetzen ist oder ob sozusagen von Unten etwas Neues entstehen kann. Du willst uns sagen dass dieses Neue oft marktförmige Züge trägt und da rennst Du glaub ich offene Türen ein. Niemand hier hat behauptet dass wir morgen P2P Relationen im Bereich der materiellen Produktion haben werden. Ich denke dass da Formen wie solidarwirtschaftliche oder soziale Unternehmen eine große Rolle spielen, in denen sozusagen der Stachel des Profitmotivs gezogen, aber als Schutz gegen die übermächtige und destruktive Konkurrenz der durch die Privatmacht des Geldes und des Kredits aufgepäppelten Verwertungsmaschinen ein System gegenseitiger Abmachungen und realer Kreislaufschlüsse installiert wird. Natürlich müssen die Produkte gut sein und sich auch auf dem Markt behaupten können, sonst wird das nichts. Aber das ist nicht primärer Zweck der Chose!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2008/hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/#comment-15563</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2008 18:56:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1068#comment-15563</guid>
		<description>@HGG: hatte dich falsch verstanden. Ich dachte Du wolltest uns mitteilen, dass es das ja alles im Kapitalismus auch schon so doll gibt und deswegen kein Grund zu seiner Abschaffung bestehe. Dass es das vereinzelt &lt;em&gt;trotz&lt;/em&gt; Kapitalismus gibt, das glaub ich sofort. Wir hatten auch einen Architekten und Schreiner und Alleskönenr hier, der unseren Umbau gewuppt hatte und den man immer bremsen musste nicht &lt;em&gt;alles&lt;/em&gt; wiederzuverwenden, weil wir sonst nie fertig geworden wären. Ob das dann Keimformen sind, das müsste man untersuchen, klar.

Das passt übrigens gut zu meinem kurzen Artikel über Modularisierung/Taylorisierung  in der Softwareentwicklung letztens, btw...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@HGG: hatte dich falsch verstanden. Ich dachte Du wolltest uns mitteilen, dass es das ja alles im Kapitalismus auch schon so doll gibt und deswegen kein Grund zu seiner Abschaffung bestehe. Dass es das vereinzelt <em>trotz</em> Kapitalismus gibt, das glaub ich sofort. Wir hatten auch einen Architekten und Schreiner und Alleskönenr hier, der unseren Umbau gewuppt hatte und den man immer bremsen musste nicht <em>alles</em> wiederzuverwenden, weil wir sonst nie fertig geworden wären. Ob das dann Keimformen sind, das müsste man untersuchen, klar.</p>
<p>Das passt übrigens gut zu meinem kurzen Artikel über Modularisierung/Taylorisierung  in der Softwareentwicklung letztens, btw&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hans-Gert Gräbe</title>
		<link>http://keimform.de/2008/hubert-herfurth-gesellschaftlichkeitsdefizit-in-der-peer-oekonomie/#comment-15562</link>
		<dc:creator>Hans-Gert Gräbe</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2008 18:44:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1068#comment-15562</guid>
		<description>Benni und Franz, ich verstehe eure Antwort nicht. Ich schreibe von Keimen im Heute (die ja auch im Osten in der Art nicht flächendeckend sind) und ihr erzählt mir davon, wie schrecklich es &lt;i&gt;im normalen Leben&lt;/i&gt; ist. Ja sorry, worüber geht es denn eigentlich im Keimform-Blog? Wäre es nicht an der Zeit auch mal &lt;i&gt;konkret praktische&lt;/i&gt; Keime der von mir genannten Art, in ihrer vollen Kontaminiertheit mit den Gebrechen dieser Gesellschaft, ihrer Einbettung in die Wertform(en), genauestens zu studieren statt Wolkenkuckucksheime zu bauen? Franz, welche Sprachübungen waren das noch mal, die Annemarie bei meinem letzten Wienbesuch mit dir versuchte? Im Übrigen war es ein Bayer, der die Biogasanlage in der Nähe von Riesa gebaut hat und betreibt, und ich habe sie mit Gästen aus Ostfriesland besucht. Ganz so ostzentriert scheint das Interesse also nicht zu sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Benni und Franz, ich verstehe eure Antwort nicht. Ich schreibe von Keimen im Heute (die ja auch im Osten in der Art nicht flächendeckend sind) und ihr erzählt mir davon, wie schrecklich es <i>im normalen Leben</i> ist. Ja sorry, worüber geht es denn eigentlich im Keimform-Blog? Wäre es nicht an der Zeit auch mal <i>konkret praktische</i> Keime der von mir genannten Art, in ihrer vollen Kontaminiertheit mit den Gebrechen dieser Gesellschaft, ihrer Einbettung in die Wertform(en), genauestens zu studieren statt Wolkenkuckucksheime zu bauen? Franz, welche Sprachübungen waren das noch mal, die Annemarie bei meinem letzten Wienbesuch mit dir versuchte? Im Übrigen war es ein Bayer, der die Biogasanlage in der Nähe von Riesa gebaut hat und betreibt, und ich habe sie mit Gästen aus Ostfriesland besucht. Ganz so ostzentriert scheint das Interesse also nicht zu sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

