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Geplanter Kapitalismus

Cockshott/Cottrell: Alternativen aus dem RechnerJetzt muss ich doch schon mal über den »New Socialism« von Cockshott/Cottrell schreiben, obwohl das entsprechende Buch (deutsch: »Alternativen aus dem Rechner«, englisch: »Towards a New Socialism«) noch immer auf dem Stapel ungelesener Bücher liegt. Anlass ist ein Interview von Allin Cottrell in der »jungen Welt«. Cottrell vertritt dort die These, dass die Planwirtschaft der Sowjetunion an zu geringen Rechnerkapazitäten gescheitert sei. In der Rüstungsindustrie hätten sie das ja noch ganz gut hinbekommen:

Aber sie hatten nicht die Computerressourcen, um eine detaillierte Planung auf die gesamte zivile Wirtschaft auszudehnen; sie konnten sich nur auf eine kleine Teilmenge der Produkte konzentrieren.

Wie stellen sich Cockshott/Cottrell den neuen Sozialismus vor, für den sie in Venezuela und Bolivien eine Chance zur Umsetzung sehen?

Im Grunde ist das, was wir befürworten, eine Kombination von drei Dingen: Planung der gesamten Volkswirtschaft, die Verwendung der Arbeitszeit als Abrechnungseinheit und Kostenermittlungsprinzip sowie ein demokratisches System, das sowohl direkte Demokratie als auch statistische Repräsentation, also Auswahl durch Los, verkörpert.

Gesamtplanung, Stundenzettel-Ökonomie und statistische Demokratie — das ist zumindest originell, aber eigentlich auch Quatsch. Gesamtplanung, was für eine Höllenbürokratie soll das werden? Stundenzettel-Ökonomie, ein Zwangswert-Prinzip nur ohne Berücksichtigung der Qualifikation? Statistische Demokratie, eine Art Rotation mit Zufallsprinzip?

Also ganz vorurteilsbehaftet hört sich das für mich an wie ein staatsmonopolistischer Kapitalismus mit Gesamtplanung. Ich werde es prüfen und das o.g. Buch noch lesen. Was mich aber faziniert ist, wofür Freie Software so alles als Beispiel herhalten muss. Zur Frage der »Anreize« in einer geplanten Wirtschaft:

… die Anreiz-Frage wird oft aufgebauscht. Nehmen Sie moderne Open-Source-Soft­ware, den Linux-Betriebssystemkern zum Beispiel. Leute aus der ganzen Welt leisten in ihm eine großartige Arbeit, und die Anreize sind in erster Linie nicht materiell. Die Mitwirkenden genießen das Gefühl, etwas geleistet, eine gute Arbeit vollbracht zu haben, und die Anerkennung ihrer Gruppe. Wir sähen gern, wenn sich dieses Modell auf alle Formen der Produktion erstreckte.

Dass bei Freier Software aber gerade kein irgendwie geartetes Wertprinzip gilt (weder Markt- noch Stundenzettelwert), scheint Cottrell nicht aufzufallen. Der Linux-Kernel ist eben keine Ware. Dennoch sollte nicht übersehen werden, dass die meisten Kernel-Entwickler von Firmen bezahlt werden. Aber das entspricht eher einem »garantierten Grundeinkommen« als Lohn, da ja keine verkaufbare Ware entsteht. Ein wieder eingeführtes Wertprinzip, auf welcher Basis auch immer, würde die Communities Freier Software zerstören.

Zum Wettbewerb:

Gegenwärtig gibt es auf der Basis des Betriebssystems Linux einen Wettbewerb zwischen dem GNOME- und dem KDE-Projekt beim Bereitstellen einer benutzerfreundlichen Arbeitsfläche. Das ist in der Hauptsache kein kommerzieller Wettbewerb, sondern zum größten Teil ein technischer um Merkmale, Benutzerfreundlichkeit, Geschwindigkeit und um die Gefolgschaft von Nutzern, die die Produkte frei aus dem Internet herunterladen können. Inzwischen machen sowohl GNOME als auch KDE zunehmend Gebrauch von gemeinsamen Desktopstandards – bekannt als XDG –, die es Benutzern leichter machen, zwischen den beiden Systemen hin und her zu wechseln und Informationen zwischen beiden aufzuteilen. Auf diese Art von Wettbewerb setzen wir in einer sozialistischen Wirtschaft.

Das ist gut erkannt. Aber wie schon beim »Anreiz« funktioniert dieser Wettbewerb nur, weil das Wertprinzip hier nicht gilt. Btw: Im Juli 2009 werden GNOME und KDE ihre Konferenzen gemeinsam durchführen.

Der Wert ist kein willkürlich einsetzbares Mittel, um Arbeitszeiten darzustellen, wie Cottrell annimmt, sondern ein gesellschaftliches Verhältnis, dass sich vermittels des allgemeinen Tausches hinter dem Rücken der Beteiligten herstellt. Wer dagegen willkürlich verstößt (wie etwa der verblichene Staatssozialismus), der unterliegt im Konkurrenzkampf dem »freien« Kapitalismus alle Male. Da hilft auch keine neue Computerpower. — Nein, sowas wie »Sozialismus« gibt’s nur jenseits des Wertprinzips, nicht in und mit ihm.

Kategorien: Freie Software, Theorie

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12. Juli 2008, 12:30 Uhr   25 Kommentare

1 benni (12.07.2008, 12:59 Uhr)

Wieso ist Stundenzettelökonomie wertbasiert aber gewichtete Stundenzettelökonomie a la Peer Ökonomie nicht?

Ist zentrales Merkmal des Wertsystems nicht, dass für einen Markt von unabhängigen Einzeproduzenten hergestellt wird? Das wäre dabei ja nicht der Fall.

Ich will damit nicht sagen, dass ich solche zentralistische Planung nicht kritisierenswert finde, aber Du kritisierst das IMHO aus den falschen Gründen. Zentralistische Planung ist falsch eben weil sie zentralistisch ist. Reicht das nicht schon?

2 StefanMz (12.07.2008, 14:42 Uhr)

@benni:

Wieso ist Stundenzettelökonomie wertbasiert aber gewichtete Stundenzettelökonomie a la Peer Ökonomie nicht?

Kurz gesagt: Weil erstere den Anspruch hat, objektiv die Arbeitsverhältnisse widerzuspiegeln, während zweitere die subjektiven Bedürfnisse regulieren will.

Ist zentrales Merkmal des Wertsystems nicht, dass für einen Markt von unabhängigen Einzeproduzenten hergestellt wird?

Umgekehrt: Unabhängige Einzelne produzieren und müssen deshalb tauschen. Diese Vereinzelung soll durch die zentrale Planung ersetzt werden, aber die Austauschverhältnisse sollen auf Basis der Arbeitszeit bestehen bleiben, um die gesellschaftlichen Proportionen »objektiv« regeln zu können. Das funktioniert aber nur schlecht (siehe Realsoz), hier noch besonders, weil die Basis die bloße Arbeitszeit sein soll. — Die besten weil »objektiven« Austauschproportionen stellt das Wertgesetz her, und das kann man nun mal nicht willkürlich »positiv anwenden«.

Zentralistische Planung ist falsch eben weil sie zentralistisch ist. Reicht das nicht schon?

Nö, das Linux-Kernel-Projekt ist auch zentralistisch strukturiert.

3 benni (12.07.2008, 15:04 Uhr)

@Stefan: Also wenn sie sich nur im Anspruch wesentlich unterscheiden finde ich das erstmal egal. Der Anspruch ist ja völlig willkürlich und hat mit der Praxis oft wenig zu tun. Aber das ist vielleicht nur ein Formulierungsdetail.

Die Bedürfnisse sollen ja aber da wohl auch irgendwie mit eingehen, oder? Nur halt über Mittel der direkten Demokratie und nicht über Versteigerungen. Naja, habs ja auch nicht gelesen, aber so würde ich mir das denken.

Zum Zentralismus: Also zum einen finde ich das der Linux-Kernel deutlich weniger zentralistisch organisiert wird als der von Windows und zum anderen ist Zentralismus der gesellschaftlichen Organisation nicht das Selbe wie Zentralismus in einem einzelnen Projekt. Unbestritten ist wohl auch, dass es irgendeine Form von Zentrale immer geben wird. Bei der Peer-Ökonomie hab ich das so verstanden, dass deren Einfluß so gering wie möglich gehalten werden soll in dem sie im wesentlichen eine transparente algorhitmische Instanz ist. Dennoch denke ich dass alles was über diese Minimal-Zentrale hinausgeht kritisierenswert ist, alleine schon deshalb. Zentralen sind eine abstrakte Instanz, die den Individuen aufgestülpt wird. Transzendenz pur. Oder meinetwegen auch „abstrakt allgemein“.

4 Christian Siefkes (12.07.2008, 17:07 Uhr)

Mir scheint ebenfalls, dass man bei Cockshott/Cottrell nicht von Wert (und also schon gar nicht von Kapitalismus) reden kann, da Wert – wie Benni sagt – unabhängige, für den Markt produzierende Einzelproduzenten voraussetzt, die es in ihrem Modell aber wohl nicht gibt.

So würde ich auch Marx verstehen, wenn er zu dem Satz „Geld als Wertmaß ist notwendige Erscheinungsform des immanenten Wertmaßes der Waren, der Arbeit“ in einer Fußnote schreibt:

Hier sei noch bemerkt, daß z.B. das Owensche „Arbeitsgeld“ ebensowenig „Geld“ ist wie etwa eine Theatermarke. Owen setzt unmittelbar vergesellschaftete Arbeit voraus, eine der Warenproduktion diametral entgegengesetzte Produktionsform. Das Arbeitszertifikat konstatiert nur den individuellen Anteil des Produzenten an der Gemeinarbeit und seinen individuellen Anspruch auf den zur Konsumtion bestimmten Teil des Gemeinprodukts. Aber es fällt Owen nicht ein, die Warenproduktion vorauszusetzen und dennoch ihre notwendigen Bedingungen durch Geldpfuschereien umgehn zu wollen [wie das etwas Proudhon tut, den Marx deswegen ja verschiedentlich kritisiert]. (MEW 23, S. 109, Fußnote 50)

Ich kenne Owens Idee nicht im Detail, aber sie scheint mir in eine ähnliche Richtung zu gehen wie Cockshott/Cottrell.

Ebenso schreibt Marx über seinen berühmten „Verein freier Menschen“:

Nur zur Parallele mit der Warenproduktion setzten wir voraus, der Anteil jedes Produzenten an den Lebensmitteln sei bestimmt durch seine Arbeitszeit. Die Arbeitszeit würde also eine doppelte Rolle spielen. Ihre gesellschaftlich planmäßige Verteilung regelt die richtige Proportion der verschiednen Arbeitsfunktionen zu den verschiednen Bedürfnissen. Andrerseits dient die Arbeitszeit zugleich als Maß des individuellen Anteils des Produzenten an der Gemeinarbeit und daher auch an dem individuell verzehrbaren Teil des Gemeinprodukts. (MEW 23, S. 93)

Das scheint mir genau zu sein, was dieses „Sozialismus“-Konzept versucht – und der „Verein“ ist gerade eines aus einer Reihe von Beispielen, an denen Marx diskutiert, wie eine nicht-wertbasierte Produktion aussehen kann.

Verwendet man den Wertbegriff im Marx’schen Sinne, scheint mir diese Kritik daher nicht schlüssig zu sein.

Meine Kritik würde sich daher auch eher auf den Punkt richten, dass mir Zentralplanung (a) nicht realistisch und (b) nicht wünschenswert erscheint. Vielleicht auch darauf, dass das Konzept bestimmte Probleme, wie etwa das der „unbeliebten Aufgaben“ (die mich zur Einführung von Gewichtungen veranlasst haben) vermutlich nicht befriedigend löst – aber um das zu überprüfen, müsste man erstmal das Buch lesen, was ich bislang nicht habe.

5 Roger Beathacker (12.07.2008, 17:08 Uhr)

Die besten weil »objektiven« Austauschproportionen stellt das Wertgesetz her, und das kann man nun mal nicht willkürlich »positiv anwenden«.

Von was fuer einem „Wertgesetz“ ist denn hier die Rede bzw. wie lautet es?

6 StefanMz (12.07.2008, 17:35 Uhr)

@benni#3: Anspruch deswegen, weil’s ja beides erstmal nur Konzepte sind. Ansonsten will ich das Buch mal lesen, und dann kann ich vielleicht mehr sagen.

Zentralismus der gesellschaftlichen Organisation (ist) nicht das Selbe wie Zentralismus in einem einzelnen Projekt

Das stimmt. Ich wollte nur deutlich machen, dass es Zentralismus als solches nicht gibt, sondern immer geguckt werden muss, welche Funktion das hat, ob es eine abstrakte Instanz ist oder nicht etc. Genauso wie flache Hierarchien nicht als solche was Gutes sind.

Das Maintainer-Prinzip könnte man schon als Zentralprinzip bezeichnen, aber hier — im Kontext von Fork und Kooperation als Optionen — finde ich das ein sinnvolles Prinzip der Verantwortung.

7 StefanMz (12.07.2008, 17:43 Uhr)

@Roger: Als Wertgesetz bezeichne ich den Prozess der Bildung des »objektiven« (=gesellschaftlich gültigen) Werts einer Ware als Maß der verausgabten gesellschaftlich-durchschnittlichen Arbeitszeit zum gegebenen gesellschaftlich gültigen Produktivitätsniveau.

8 Roger Beathacker (12.07.2008, 18:05 Uhr)

Okay – die Definition ist mir bekannt. Allerdings wuerde ich sie nicht als „Gesetz“ bezeichnen.

9 StefanMz (12.07.2008, 18:55 Uhr)

@Roger: Ja, mach ich sonst eigentlich auch nicht, war diesmal reine Faulheit.

10 Christian Siefkes (18.07.2008, 16:58 Uhr)

Habe einen „junge Welt“-Artikel von Paul Cockshott (hier in zwei Teilen zugänglich) über den „Übergang Venezuelas zum Sozialismus“ gefunden, demzufolge ich meine obige Einschätzung allerdings ändern muss. Hier einige Ausschnitte:

Die Ökonomie beruht auf einer wohlüberlegten und bewussten Anwendung der Arbeitswerttheorie, wie sie von Adam Smith und Karl Marx entwickelt wurde. Es handelt sich um ein Modell, in dem auf der einen Seite Verbrauchsgüter mit der für sie aufgewendeten Arbeitszeit in Stunden und Minuten versehen werden und auf der anderen Seite jeder Arbeiter seine geleisteten Arbeitsstunden angerechnet bekommt. Die konsistente Anwendung dieses Prinzips eliminiert ökonomische Ausbeutung. […]

Der Bolívar sollte an den Arbeitswert, nicht an den Lebenshaltungskostenindex gebunden werden. Dafür gibt es zwei Gründe.

1. Da die Arbeitsproduktivität auch in dieser Phase der Entwicklung zum Sozialismus steigt, wird ein an Arbeitsstunden gebundener Bolívar jedes Jahr gegen mehr Güter austauschbar sein und die Lebenshaltungskosten senken.

2. Sobald der an Arbeitszeit gebundene Wert des Bolívar stabil ist, sollte der Arbeitswert auf den Bolívar-Banknoten in Stunden und Minuten angegeben werden. […]

Derzeit sind alle Firmen zu einer monetären Buchführung verpflichtet. Die Regierung könnte zur Bedingung machen, dass auch über die Arbeitszeiten Buch geführt wird und dass die Firmen auf allen Produkten, die sie verkaufen, das notwendige Arbeitszeitquantum, das für ihre Herstellung erforderlich ist, angeben. […]

Sobald ein System der Arbeitszeitkonten existiert, könnte ein rationales Planungssystem entwickelt werden. Aber dessen Aufbau kostet Zeit. Es erfordert beträchtliche Softwareinvestitionen. Es erfordert die Einrichtung demokratischer Institutionen der Produzentenkontrolle sowie ein redliches und ausgebildetes technisches Personal, das unter der Arbeiterkontrolle tätig ist. Bis solch ein Apparat aufgebaut ist, geht es in der Übergangsphase um eine wohlüberlegte und offene Anwendung des Wertgesetzes. […]

Dieser wissenschaftlichen Tatsache sollte in Venezuela in einem Gesetz Rechnung getragen werden, in dem anerkannt wird, dass Arbeit die einzige Quelle des Wertes ist. Darin käme auch zum Ausdruck, dass konsequenterweise Arbeiter oder ihre Gewerkschaften gegenüber den Unternehmern einen gesetzlichen Anspruch auf Bezahlung nach dem vollen Wert ihrer Arbeit haben. Wenn wir die vorherigen Maßnahmen und die revolutionäre Pädagogik, die daraus folgt, betrachten, sollte es relativ leicht sein, einen Volksentscheid über solch ein Gesetz zu gewinnen. […]

Also offensichtlich soll zwar irgendwann in ferner Zukunft ein „rationales Planungssystem“ eingeführt werden, aber bis dahin der „Arbeitswert“ per Zwangsgesetz in einer weiterhin marktwirtschaftlich/kapitalistisch organisierten Gesellschaft durchgesetzt werden. Cockshott hat offensichtlich nicht kapiert, dass das weder nötig noch möglich ist, da die Festsetzung des Warenwerts als der marktbasierten Produktionsweise zugrunde liegendes Prinzip sich ja sowieso und zwar zwangsläufig „hinter dem Rücken der Produzierenden“ vollzieht. Und dann möchte er auch noch, dass die Lohnarbeiter/innen einen „gesetzlichen Anspruch auf Bezahlung nach dem vollen Wert ihrer Arbeit“ haben sollen, ohne zu realisieren, dass sie den Wert der Ware, die sie tatsächlich verkaufen, nämlich den Wert ihrer Arbeitskraft, ja bekanntlich sowieso erhalten, d.h. dass unter Marktgesichtspunkten jetzt schon alles mit rechten Dingen zugeht.

Warenproduktion mit einem Geld, das aber nicht mehr wie Geld funktionieren soll; mit Kapital, das er daran hindern möchte, als Kapital zu funktionieren; und mit Marktteilnehmern, die statt der Ware, die sie verkaufen, eine ganz andere Ware bezahlt bekommen sollen. Schwachsinn!

11 cockshott (24.07.2008, 00:00 Uhr)

Stefan, der linux-Kern hat keinen Tauschwert, aber es hat Wert. Jede Sache arbeitet, die verlangt, es zu produzieren, hat einen Arbeitswert. Tauschwert ist eine historisch bestimmte Form der Darstellung des Wertes. Man sollte kein Aussehen mit Wesen verwechseln.

Natürlich wissen wir, daß Arbeiter Arbeitsmacht eher als die Arbeit Marx zufolge verkaufen, aber dieser Unterschied ist eine theoretische Notwendigkeit in seinem System, weil er zeigen will, daß Ausbeutung vorkommt, auch wenn alle Tausche zu Wert sind. Der Hauptpunkt ist das unter Kapitalistverbindungen der Produktionsarbeitsmacht, wird für eine feste Rate außer dem restlichen Recht eingestellt, Wert zu tauschen, schuf Lügen mit Kapital. Dies bringt einen bestimmten Satz juristischer Verbindungen, der von einer bestimmten staatlichen Macht unterstützt wird, mit sich. Verändern Sie die staatliche Macht, verändern Sie die Eigenschaftsverbindungen, indem Sie die Arbeiter das Recht fügte allem Wert hinzu geben, und Kapitalistproduktionsverbindungen werden unmöglich. Die für Venezuela vorgeschlagenen Maßnahmen sind so Übergangs Maßnahmen der

“ am Anfang, kann nicht außer mittels despotischer Einfälle auf den Rechten der Eigenschaft bewirkt werden, und auf den Bedingungen für bourgeoise Produktion; mittels der Maßnahmen, deshalb das wirtschaftlich ungenügend und unhaltbar erscheint, aber das, im Verlauf der Bewegung, sich übertrifft, erfordern Sie weitere Einfälle nach der alten gesellschaftlichen Reihenfolge, und ist als ein Mittel unvermeidlich, die Form der Produktion“ ganz zu revolutionieren.

12 StefanMz (24.07.2008, 12:05 Uhr)

@cockshott: Paul, you may answer in english. Your comment here seems to be automatically translated. In some parts it is hard to understand. I translated the given post, and you may answer in english below this new english post, so that other english readers can follow. Here is the new post:

http://www.keimform.de/2008/07/24/planned-capitalism/

13 Planned capitalism — keimform.de (24.07.2008, 12:07 Uhr)

[…] [This is a translation of the corresponding german post] […]

14 Serdar (29.07.2008, 01:30 Uhr)

Ich weiß nicht ob in diesem Forum schon darüber geschrieben wurde, aber was hälst du eigentlich von Alfred Fresins Die bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft – eine Alternative zur Marktwirtschaft

15 StefanMz (29.07.2008, 10:22 Uhr)

@Serdar:

…was hälst du eigentlich von Alfred Fresins Die bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft…

Hm, kenne ich nicht — Christian, du?

16 Serdar (29.07.2008, 11:08 Uhr)

Ich hab echt gedacht, das Buch wäre bekannt. Ich glaub, er hat sogar einen Text für den Sammelband „Losarbeiten“ verfasst.

17 Christian Siefkes (29.07.2008, 11:46 Uhr)

Über Fresin gab es eine Diskussion im Oekonux-Wiki, die ich seinerzeit am Rande mitverfolgt habe. Mein Eindruck aus der Diskussion war, dass es sich nicht lohnt, das Buch zu kaufen, weshalb ich auch nichts genaueres dazu sagen kann. Aber im Groben scheint es sich um yet another Konzept für eine Planwirtschaft zu handeln.

Mit Planwirtschaften beschäftige ich ja mich in Kap. 6.2 meines Buchs, wo ich über ein anderes modernes Konzept, die Parecon, schreibe:

Selbst moderne Varianten der Planwirtschaft, die den Anspruch demokratischer und partizipatorischer Organisation haben – wie das von Michael Albert (2004) vorgeschlagene Parecon-Konzept (»participatory economics«) –, würden einen gewaltigen Planungsoverhead benötigen und müssten dafür erheblich in die Lebensplanung der Menschen eingreifen.

Das scheint mir auch bei Fresin ein entscheidendes Problem zu sein. Wobei ich nicht beurteilen kann, ob Fresins Modell ansonsten wenigstens konzeptionell sauber gemacht ist (wie Parecon), oder ob, wie bei Cockshott, hintenrum wieder „Marktpfusch“ reinkommt.

18 Serdar Günes (29.07.2008, 11:54 Uhr)

Ich hatte mir das Buch seinerzeit gekauft, aber leider nicht richtig durchgelesen. Zur Zeit beschäftigt mich das Thema wieder mal.

19 StefanMz (29.07.2008, 12:20 Uhr)

Serdar, wenn du das Buch nochmal lesen solltest: Hast du nicht Lust einen kleinen Beitrag für keimform.de zu schreiben? Ich finde den Text im Oekonux-Wiki nicht zufriedenstellend, weil das Konzept selbst dort kaum beschrieben wird.

20 Serdar Günes (29.07.2008, 13:50 Uhr)

Kann ich machen, allerdings nicht so bald. Mal was anderes, warum kann ich meinen Blog nicht mit meinem Namen verlinken? Ich gebe bei „Website“ ein, aber passiert nichts.

21 StefanMz (29.07.2008, 14:37 Uhr)

@Serdar#20: Es passiert ja was (es wird ein Link erzeugt), nur vielleicht stimmt die Adresse nicht? Hast du http:// davor gesetzt? Am besten die Adresse direkt von deinem Blog kopieren und einsetzen. Oder du registrierst dich bei keimform.de, dann wird automatisch deine Adresse eingesetzt (wenn du angemeldet bist) 😉

22 Serdar (29.07.2008, 16:00 Uhr)

Mal sehen obs jetzt geht.

23 CyberSyn — Realsozialismus in Echtzeit — keimform.de (22.11.2008, 17:59 Uhr)

[…] Cockshott und Allin Cottrell meinen »ja«. In ihrem Buch »Alternativen aus dem Rechner« (das ich immer noch nicht gelesen habe, ts) widmen sie der »ökonomischen Kybernetik in […]

24 Digitale Planwirtschaft » Digitale Demokratie (28.02.2009, 12:33 Uhr)

[…] Kritisch mit dem Ansatz der beiden wurde sich bei keimform.de auseinandergesetzt. […]

25 Von gestern bis morgen  (03.10.2009, 10:17 Uhr)

[…] ent­wi­ckelt wurde, von dessen deut­schem Über­setzer vor­ge­stellt und dis­ku­tiert. (Bei keim­form fanden sie das Buch übri­gens schon doof, bevor sie es gelesen hatten.) Die beiden Autoren […]

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