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	<title>Kommentare zu: Die dunkle Seite der Macht</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: hhirschel</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-dunkle-seite-der-macht/#comment-21350</link>
		<dc:creator>hhirschel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 19:00:47 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;
  &quot;Wenn wir also dem Nachdenken über eine Produktionsweise den Commonsbegriff zu Grunde legen, müssen wir uns mit dem Begriff der Gemeinschaften auseinandersetzen. Und da geht es um die Beziehungen von Menschen zueinander und mit welchen Mechanismen die ausgehandelt werden. Kurz: Um die Machtfrage. Um nun die “Spreu vom Weizen zu trennen” und sich eben nicht mit Mobbing- und Al Kaida “Gemeinschaften” oder Zugriffen auf die Commons gemein zu machen, müssen wir auf erstens auf Normen und Werte und zweitens auf Regeln und Institutionen gucken, die diese Normen und Werte irgendwie fixieren.&quot;
&lt;/blockquote&gt;

Genau, es sollte m.E. darum gehen, explizit moderne, d.h. freiheitliche Vergemeinschaftung als die gemeinsame Perspektive zu bestimmen , die die reiche Individualität nicht negiert, sondern sie im Gegenteil erst richtig zur Entfaltung bringt.  &lt;a href=&quot;http://keimform.de/2008/die-dunkle-seite-der-macht/#comment-15015&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Martin&lt;/a&gt; hat m.E. die wesentlichen Unterschiede zur illusionären, religiös verbrämten, repressiven Vergemeinschaftung auf Basis der faschistoid-phallokratischen Destruktiv- bzw. Zurichtungskräfte Al Kaidas benannt.  Die Scheidelinine zwischen reaktionären und modernen, freiheitlichen Rekurs auf &quot;Gemeinschaft&quot;  wird unter anderem in der Art der Kritik am Liberalismus sichtbar. 

Reaktionäre Kritik am Liberalismus (und dem Markt als dessen gesellschaftlich-materielle Grundlage) will zurück in den Schoß illusionärer Zwangsgemeinschaften, (die zwangsläufig verbrämte Ausbeutungsverhältnisse sind) und negiert mitmenschliche Verantwortung der  Einzelnen  noch sehr viel mehr als der Liberalismus es faktisch unternnimmt, wenn er die einkaufspadadiesischen Unschuld der Marktsubjekte zur Grundlage &quot;moderner&quot; Allmächtigkeit, Herrlichkeit und Vernünftigkeit des vereinzelten Einzelnen macht. 

Meines Erachtens gibt die Diskursethik  ein paar gute Anhaltspunte. 

Zwischen sozial bzw. ökologisch &quot;richtigen&quot;  und &quot;falschen&quot; Verhaltenspräferenzen (also &quot;Werten&quot;) unterscheiden zu können, setzt notwendnig die Möglichkeit zum freien Diskurs aller potenziell Betroffenen voraus und dies Kommunikationsregeln, die Nachprüfbarkeit von Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Richtigkeit erlauben.

Gruß hh  </description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>
  &#8220;Wenn wir also dem Nachdenken über eine Produktionsweise den Commonsbegriff zu Grunde legen, müssen wir uns mit dem Begriff der Gemeinschaften auseinandersetzen. Und da geht es um die Beziehungen von Menschen zueinander und mit welchen Mechanismen die ausgehandelt werden. Kurz: Um die Machtfrage. Um nun die “Spreu vom Weizen zu trennen” und sich eben nicht mit Mobbing- und Al Kaida “Gemeinschaften” oder Zugriffen auf die Commons gemein zu machen, müssen wir auf erstens auf Normen und Werte und zweitens auf Regeln und Institutionen gucken, die diese Normen und Werte irgendwie fixieren.&#8221;
</p></blockquote>
<p>Genau, es sollte m.E. darum gehen, explizit moderne, d.h. freiheitliche Vergemeinschaftung als die gemeinsame Perspektive zu bestimmen , die die reiche Individualität nicht negiert, sondern sie im Gegenteil erst richtig zur Entfaltung bringt.  <a href="http://keimform.de/2008/die-dunkle-seite-der-macht/#comment-15015" rel="nofollow">Martin</a> hat m.E. die wesentlichen Unterschiede zur illusionären, religiös verbrämten, repressiven Vergemeinschaftung auf Basis der faschistoid-phallokratischen Destruktiv- bzw. Zurichtungskräfte Al Kaidas benannt.  Die Scheidelinine zwischen reaktionären und modernen, freiheitlichen Rekurs auf &#8220;Gemeinschaft&#8221;  wird unter anderem in der Art der Kritik am Liberalismus sichtbar. </p>
<p>Reaktionäre Kritik am Liberalismus (und dem Markt als dessen gesellschaftlich-materielle Grundlage) will zurück in den Schoß illusionärer Zwangsgemeinschaften, (die zwangsläufig verbrämte Ausbeutungsverhältnisse sind) und negiert mitmenschliche Verantwortung der  Einzelnen  noch sehr viel mehr als der Liberalismus es faktisch unternnimmt, wenn er die einkaufspadadiesischen Unschuld der Marktsubjekte zur Grundlage &#8220;moderner&#8221; Allmächtigkeit, Herrlichkeit und Vernünftigkeit des vereinzelten Einzelnen macht. </p>
<p>Meines Erachtens gibt die Diskursethik  ein paar gute Anhaltspunte. </p>
<p>Zwischen sozial bzw. ökologisch &#8220;richtigen&#8221;  und &#8220;falschen&#8221; Verhaltenspräferenzen (also &#8220;Werten&#8221;) unterscheiden zu können, setzt notwendnig die Möglichkeit zum freien Diskurs aller potenziell Betroffenen voraus und dies Kommunikationsregeln, die Nachprüfbarkeit von Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Richtigkeit erlauben.</p>
<p>Gruß hh  </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Die dunkle Seite der Commons : www.who-owns-the-world.org</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-dunkle-seite-der-macht/#comment-18427</link>
		<dc:creator>Die dunkle Seite der Commons : www.who-owns-the-world.org</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 06:31:21 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Benni B&#228;rmann nennt es “commons-based peer-destruction“. Diese folgt den selben Prinzipien wie ihr heller Vetter, die commons-based-peer-production, wirkt aber nicht emanzipativ und lebendig, sondern unterdr&#252;ckend und tot. Anhand der beiden Beispiele &#8220;Mobbing&#8221; und &#8220;Al Kaida&#8221; demonstriert er vor allem seine Ratlosigkeit. Gibt es irgendetwas, das diese Beispiele von peer-production, wie wir sie bisher verstanden haben, unterscheidet? Wenn ja: Was k&#246;nnte das sein? Wenn nein: Ist das gut oder schlecht? H&#228;ngen diese Probleme vielleicht mit der Frage der Rolle der Gemeinschaften f&#252;r die commons zusammen? Mehr lesen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Benni B&#228;rmann nennt es “commons-based peer-destruction“. Diese folgt den selben Prinzipien wie ihr heller Vetter, die commons-based-peer-production, wirkt aber nicht emanzipativ und lebendig, sondern unterdr&#252;ckend und tot. Anhand der beiden Beispiele &#8220;Mobbing&#8221; und &#8220;Al Kaida&#8221; demonstriert er vor allem seine Ratlosigkeit. Gibt es irgendetwas, das diese Beispiele von peer-production, wie wir sie bisher verstanden haben, unterscheidet? Wenn ja: Was k&#246;nnte das sein? Wenn nein: Ist das gut oder schlecht? H&#228;ngen diese Probleme vielleicht mit der Frage der Rolle der Gemeinschaften f&#252;r die commons zusammen? Mehr lesen [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Piratenpartei auf dem Weg vom Schwarm zum Mob &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-dunkle-seite-der-macht/#comment-16690</link>
		<dc:creator>Die Piratenpartei auf dem Weg vom Schwarm zum Mob &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 12:23:04 +0000</pubDate>
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		<description>[...] funktionieren (Parteien, Staat, Wahlkampf), ist die Gefahr gro&#223;, dass die dunkle Seite der Macht die Oberhand gewinnt. Es mag sein, dass mal eine Zeit kommt in der auch Commons-Logik in Parteien [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] funktionieren (Parteien, Staat, Wahlkampf), ist die Gefahr gro&#223;, dass die dunkle Seite der Macht die Oberhand gewinnt. Es mag sein, dass mal eine Zeit kommt in der auch Commons-Logik in Parteien [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Vom Livestream zum Lifestream (Teil 2) &#8212; keimform.de</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-dunkle-seite-der-macht/#comment-15902</link>
		<dc:creator>Vom Livestream zum Lifestream (Teil 2) &#8212; keimform.de</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 11:28:41 +0000</pubDate>
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		<description>[...] der Welt abgeschlossen ihre Kuschelnischen pflegen und dort dann fr&#252;her oder sp&#228;ter der Dunklen Seite der Macht huldigen. Diesen schmalen Grat zu leben nenne ich die Dialektik des [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] der Welt abgeschlossen ihre Kuschelnischen pflegen und dort dann fr&#252;her oder sp&#228;ter der Dunklen Seite der Macht huldigen. Diesen schmalen Grat zu leben nenne ich die Dialektik des [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Markus</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-dunkle-seite-der-macht/#comment-15222</link>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Oct 2008 17:52:46 +0000</pubDate>
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		<description>die berühmten &quot;Jungfrauen&quot; sind ähnlich wie in der Bibel (die Jungfrau ist im Originaltext die &quot;junge Frau&quot;) in Wirklichkeit 27 polierte Kugeln.
Die Gesichter der Helden möchte ich sehen, wenn der Prophet denen ein paar Klunkern übergibt..</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>die berühmten &#8220;Jungfrauen&#8221; sind ähnlich wie in der Bibel (die Jungfrau ist im Originaltext die &#8220;junge Frau&#8221;) in Wirklichkeit 27 polierte Kugeln.<br />
Die Gesichter der Helden möchte ich sehen, wenn der Prophet denen ein paar Klunkern übergibt..</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-dunkle-seite-der-macht/#comment-15031</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Sep 2008 09:06:08 +0000</pubDate>
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		<description>@mond: Alle Probleme die Peer-Production heute hat verschwinden also von selbst wenn sie dominant wird? Das errinnert mich fatal an gewisse staatssozialistische Propaganda, das kanns ja wohl nicht sein. Wenn es irgendeinen Sinn machen soll anhand der Prinzipien von PP etwas zu lernen, dann müssen wir auch ihre &quot;dunklen Seiten&quot; betrachten und auch aus diesen etwas lernen und das kann wohl kaum sein, dass für alles schlechte in der PP dann wieder der Kapitalismus verantwortlich gemacht wird, oder?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@mond: Alle Probleme die Peer-Production heute hat verschwinden also von selbst wenn sie dominant wird? Das errinnert mich fatal an gewisse staatssozialistische Propaganda, das kanns ja wohl nicht sein. Wenn es irgendeinen Sinn machen soll anhand der Prinzipien von PP etwas zu lernen, dann müssen wir auch ihre &#8220;dunklen Seiten&#8221; betrachten und auch aus diesen etwas lernen und das kann wohl kaum sein, dass für alles schlechte in der PP dann wieder der Kapitalismus verantwortlich gemacht wird, oder?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-dunkle-seite-der-macht/#comment-15030</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Sep 2008 09:02:04 +0000</pubDate>
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		<description>@Martin: Was Du machst ist zur deskriptiven Definition von Peer-Produktion noch normative Zusätze hinzuzufügen. Darum ging ja mein Posting, wie diese aussehen müssten und ob das überhaupt eine gute Idee ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin: Was Du machst ist zur deskriptiven Definition von Peer-Produktion noch normative Zusätze hinzuzufügen. Darum ging ja mein Posting, wie diese aussehen müssten und ob das überhaupt eine gute Idee ist.</p>
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	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-dunkle-seite-der-macht/#comment-15015</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 17:46:04 +0000</pubDate>
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		<description>Naja, ich sehe in beiden Fällen mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten zur Peer Production:

Mobbing entspringt auf der Oberfläche natürlich einem unkoordinierten Gruppenprozess - aber das gilt für alle Arten von Gruppendynamik. Interessant wird&#039;s erst, wenn man schaut, welche Art von Prozessen stattfindet: Sind es solche, die die kapitalistische Leistungs- und Aussch(l)uss-Denkweise auch außerhalb des im engeren Sinne kapitalistisch regulierten Bereichs reproduzieren, wie beim Mobbing? Oder sind es eben solche, die auf etwas anderem basieren? In einer Peer-Produktion ist der GRUNDGEDANKE, dass jeder beitragen kann. Mobbing funktioniert genau andersrum: Menschen, die dazugehören wollen, werden ausgeschlossen.

Das Beispiel Al Quaida finde ich noch unpassender: Hinter dieser Terrortruppe stecken finanzmächtige Geldgeber, vieles davon kapitalistisch verdient (z.B. durch den Verkauf von Rohstoffen). Dass Nachahmungsgruppen das Konzept nachmachen und dafür den Namen A.Q. benutzen, gibt&#039;s so ähnlich auch im Kap. (Franchising). Weitere Gegensätze Al Quaida - PP sind:
- ideologisch vs. aufklärerisch [i.S.v. &quot;den Menschen helfen zur Selbstermächtigung, Ausgang aus der Abhängigkeit&quot;];
- religiös vs. sekular;
- die Grundbedürfnisse zynisch ignorierend [sogar das nach Leben!] vs. sie erfüllend;
- reaktionär vs. emanzipatorisch;
- hierarchisch [Führerkult] vs. egalitär;
- destruktiv vs. konstruktiv;
[...]

Eigentlich lassen sich kaum klarere Gegensätze finden ....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja, ich sehe in beiden Fällen mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten zur Peer Production:</p>
<p>Mobbing entspringt auf der Oberfläche natürlich einem unkoordinierten Gruppenprozess &#8211; aber das gilt für alle Arten von Gruppendynamik. Interessant wird&#8217;s erst, wenn man schaut, welche Art von Prozessen stattfindet: Sind es solche, die die kapitalistische Leistungs- und Aussch(l)uss-Denkweise auch außerhalb des im engeren Sinne kapitalistisch regulierten Bereichs reproduzieren, wie beim Mobbing? Oder sind es eben solche, die auf etwas anderem basieren? In einer Peer-Produktion ist der GRUNDGEDANKE, dass jeder beitragen kann. Mobbing funktioniert genau andersrum: Menschen, die dazugehören wollen, werden ausgeschlossen.</p>
<p>Das Beispiel Al Quaida finde ich noch unpassender: Hinter dieser Terrortruppe stecken finanzmächtige Geldgeber, vieles davon kapitalistisch verdient (z.B. durch den Verkauf von Rohstoffen). Dass Nachahmungsgruppen das Konzept nachmachen und dafür den Namen A.Q. benutzen, gibt&#8217;s so ähnlich auch im Kap. (Franchising). Weitere Gegensätze Al Quaida &#8211; PP sind:<br />
- ideologisch vs. aufklärerisch [i.S.v. "den Menschen helfen zur Selbstermächtigung, Ausgang aus der Abhängigkeit"];<br />
- religiös vs. sekular;<br />
- die Grundbedürfnisse zynisch ignorierend [sogar das nach Leben!] vs. sie erfüllend;<br />
- reaktionär vs. emanzipatorisch;<br />
- hierarchisch [Führerkult] vs. egalitär;<br />
- destruktiv vs. konstruktiv;<br />
[...]</p>
<p>Eigentlich lassen sich kaum klarere Gegensätze finden &#8230;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-dunkle-seite-der-macht/#comment-15014</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 17:45:44 +0000</pubDate>
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		<description>@Silke: Du schreibst:&lt;blockquote&gt;...müssen wir auf erstens auf Normen und Werte und zweitens auf Regeln und Institutionen gucken, die diese Normen und Werte irgendwie fixieren. Ich weiss, wir haben da einen Dissenz...&lt;/blockquote&gt;Könnte sein, dass wir dort einen Dissenz haben. Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie du das meinst. Mein Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass »Normen und Werte« stets nur &lt;em&gt;Resultat&lt;/em&gt; von Handlungen sind, niemals aber ihr Ausgangspunkt sein dürfen (sag ich). Insofern: Angucken -- ja, Anpacken -- nein. IMHO führt jeder Versuch, »Normen und Werte« zu fixieren, in die Irre, ist ein jeder solcher Versuche »ideologisch«.

Auf der anderen Seite bin ich mit dir wiederum völlig einverstanden, wenn du das »Einschreiben« von Regeln forderst und als Beispiel das Copyleft heranziehst. Hierbei handelt es sich jedoch gerade nicht um kodifizierte »Normen und Werte«, sondern um Handlungsregeln, die es allen unabhängig von der jeweiligen Weltsicht erlaubt, miteinander zu kooperieren. Ja, na klar hat Stallman seinen »ideologischen« Überbau, mit dem er aus seiner Sicht genau diese Regeln begründet, aber diese muss der Einzelne keinesfalls teilen, um das Copyleft nutzen zu können (im Gegenteil: viele kritisieren ihn explizit dafür). Ich würde also vorschlagen so etwas wie »materiale Regeln« von »Normen und Werten« zu unterscheiden. Materiale Regeln hängen an der Sache, am Stoff, sie schreiben nicht vor, was die Menschen zu denken haben. Sie sind die Grundlage für die Konstitution der Commons-Gemeinschaft, sie konstituieren diese aber nicht selbst (wie eine Ideologie, die man teilen muss, um in einen Orden eintreten zu dürfen). Im Prozess der permanenten Konstitution der Gemeinschaft bilden sich dann »Normen und Werte« heraus, aber welche das sind, ist nicht vorgegeben. Dennoch ist sichergestellt, dass sie den »materialen Regeln« nicht zuwider laufen können, die ja den Konstitutionrahmen bilden.

Insofern würde ich bei den Dark-Side-Szenarien nach solchen »materialen Regeln« forschen und untersuchen, inwieweit sie den jeweils eigenen erklärten Zielen widersprechen. Damit überzeuge ich sicher keinen Fanatiker, aber es wird für alle anderen klar, was da läuft. Grundsätzlich müssen wir mit dem von Benni beschriebenen Widersprüchen leben und umgehen. IMHO.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Silke: Du schreibst:<br />
<blockquote>&#8230;müssen wir auf erstens auf Normen und Werte und zweitens auf Regeln und Institutionen gucken, die diese Normen und Werte irgendwie fixieren. Ich weiss, wir haben da einen Dissenz&#8230;</p></blockquote>
<p>Könnte sein, dass wir dort einen Dissenz haben. Ich bin mir allerdings nicht sicher, wie du das meinst. Mein Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass »Normen und Werte« stets nur <em>Resultat</em> von Handlungen sind, niemals aber ihr Ausgangspunkt sein dürfen (sag ich). Insofern: Angucken &#8212; ja, Anpacken &#8212; nein. IMHO führt jeder Versuch, »Normen und Werte« zu fixieren, in die Irre, ist ein jeder solcher Versuche »ideologisch«.</p>
<p>Auf der anderen Seite bin ich mit dir wiederum völlig einverstanden, wenn du das »Einschreiben« von Regeln forderst und als Beispiel das Copyleft heranziehst. Hierbei handelt es sich jedoch gerade nicht um kodifizierte »Normen und Werte«, sondern um Handlungsregeln, die es allen unabhängig von der jeweiligen Weltsicht erlaubt, miteinander zu kooperieren. Ja, na klar hat Stallman seinen »ideologischen« Überbau, mit dem er aus seiner Sicht genau diese Regeln begründet, aber diese muss der Einzelne keinesfalls teilen, um das Copyleft nutzen zu können (im Gegenteil: viele kritisieren ihn explizit dafür). Ich würde also vorschlagen so etwas wie »materiale Regeln« von »Normen und Werten« zu unterscheiden. Materiale Regeln hängen an der Sache, am Stoff, sie schreiben nicht vor, was die Menschen zu denken haben. Sie sind die Grundlage für die Konstitution der Commons-Gemeinschaft, sie konstituieren diese aber nicht selbst (wie eine Ideologie, die man teilen muss, um in einen Orden eintreten zu dürfen). Im Prozess der permanenten Konstitution der Gemeinschaft bilden sich dann »Normen und Werte« heraus, aber welche das sind, ist nicht vorgegeben. Dennoch ist sichergestellt, dass sie den »materialen Regeln« nicht zuwider laufen können, die ja den Konstitutionrahmen bilden.</p>
<p>Insofern würde ich bei den Dark-Side-Szenarien nach solchen »materialen Regeln« forschen und untersuchen, inwieweit sie den jeweils eigenen erklärten Zielen widersprechen. Damit überzeuge ich sicher keinen Fanatiker, aber es wird für alle anderen klar, was da läuft. Grundsätzlich müssen wir mit dem von Benni beschriebenen Widersprüchen leben und umgehen. IMHO.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: mond</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-dunkle-seite-der-macht/#comment-15011</link>
		<dc:creator>mond</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 13:14:41 +0000</pubDate>
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		<description>ob das mit dem &quot;einschreiben&quot; so leicht ist? man/frau kann ja z.b. mobbing nicht einfach per gesetzt verbieten (können schon aber wie wirksam das dann ist..)

mobbing ist ein meines erachtens eine reaktion auf die bedinungen die wir im autoritären, kapitalistischen system vorfinden. die einzige verbleibende &quot;freiheit&quot; die menschen noch haben die in verhältnissen arbeiten wo ihnen von oben diktiert wird was sie tun müssen und leute vor die nase gesetzt werden mit denen sie vielleicht gar nicht arbeiten wollen. ich will hier mobbing gar nicht entschuldigen. im gegenteil. nützlicher wäre es für die betroffenen zusammen zu tun und die verhältnisse zu ändern die sie unterdrücken. aber das ist nicht immer leicht und viele menschen kommen erst gar nicht auf die idee oder trauen sich nicht... 

also anstatt einen &quot;ehrenkodex für richtige peer produktion&quot; zu verfassen (an den sich dann die nicht halten werden für die er geschrieben wäre) würde ich vorschlagen die energie darauf zu verwenden aufzuzeigen welche destruktive folgen der verzicht auf freiheit in der produktion hat. und mobbing ist einer davon.

lg mond.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ob das mit dem &#8220;einschreiben&#8221; so leicht ist? man/frau kann ja z.b. mobbing nicht einfach per gesetzt verbieten (können schon aber wie wirksam das dann ist..)</p>
<p>mobbing ist ein meines erachtens eine reaktion auf die bedinungen die wir im autoritären, kapitalistischen system vorfinden. die einzige verbleibende &#8220;freiheit&#8221; die menschen noch haben die in verhältnissen arbeiten wo ihnen von oben diktiert wird was sie tun müssen und leute vor die nase gesetzt werden mit denen sie vielleicht gar nicht arbeiten wollen. ich will hier mobbing gar nicht entschuldigen. im gegenteil. nützlicher wäre es für die betroffenen zusammen zu tun und die verhältnisse zu ändern die sie unterdrücken. aber das ist nicht immer leicht und viele menschen kommen erst gar nicht auf die idee oder trauen sich nicht&#8230; </p>
<p>also anstatt einen &#8220;ehrenkodex für richtige peer produktion&#8221; zu verfassen (an den sich dann die nicht halten werden für die er geschrieben wäre) würde ich vorschlagen die energie darauf zu verwenden aufzuzeigen welche destruktive folgen der verzicht auf freiheit in der produktion hat. und mobbing ist einer davon.</p>
<p>lg mond.</p>
]]></content:encoded>
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