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	<title>Kommentare zu: Die doppelte Radikalität von Keimformen</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-doppelte-radikalitaet-von-keimformen/#comment-16202</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2009 22:54:58 +0000</pubDate>
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		<description>@Stefan: Ja, da musste ich auch schon dran denken. Immerhin verstehe ich jetzt nach dem Wochenende endlich worauf Du damals hinaus wolltest.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan: Ja, da musste ich auch schon dran denken. Immerhin verstehe ich jetzt nach dem Wochenende endlich worauf Du damals hinaus wolltest.</p>
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		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-doppelte-radikalitaet-von-keimformen/#comment-16201</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2009 22:28:39 +0000</pubDate>
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		<description>@benni: Weiss ich nicht, Wettbewerb kommt in der »Grundlegung der Psychologie« jedenfalls nicht explizit vor. Aber die verallgemeinerte Handlungsfähigkeit (oder kurz: Selbstentfaltung) kann man durchaus in diese Richtung denken, weil dort Wettbewerb nicht auf Kosten anderer geht, sondern allen nutzt. Wir haben dazu btw. schon mal hier diskutiert: http://opentheory.org/ko-kurrenz/text.phtml</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@benni: Weiss ich nicht, Wettbewerb kommt in der »Grundlegung der Psychologie« jedenfalls nicht explizit vor. Aber die verallgemeinerte Handlungsfähigkeit (oder kurz: Selbstentfaltung) kann man durchaus in diese Richtung denken, weil dort Wettbewerb nicht auf Kosten anderer geht, sondern allen nutzt. Wir haben dazu btw. schon mal hier diskutiert: <a href="http://opentheory.org/ko-kurrenz/text.phtml" rel="nofollow">http://opentheory.org/ko-kurrenz/text.phtml</a></p>
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		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-doppelte-radikalitaet-von-keimformen/#comment-16194</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2009 11:20:00 +0000</pubDate>
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		<description>@Stefan: nach dem Wochenende läge es nahe letzteres mal aus kritisch-psychologischer Sicht zu versuchen. Kommt da irgendwo Wettbewerb vor?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan: nach dem Wochenende läge es nahe letzteres mal aus kritisch-psychologischer Sicht zu versuchen. Kommt da irgendwo Wettbewerb vor?</p>
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		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-doppelte-radikalitaet-von-keimformen/#comment-14676</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 13:59:42 +0000</pubDate>
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		<description>@Christian: Jochens Argumentation ist anders: Wettbewerb sei ein menschliches Bedürfnis, und dem entspräche der Kapitalismus sehr gut. Die Konkurrenz der Unternehmen ist kein Spaß, sondern Zwang, aber diese passe nun mal auf die Bedürfnisse der Menschen. Eine Entgegnung müsste also entweder die Gleichsetzung von Wettbewerb mit Kapitalismus in Frage stellen (das macht Benni) oder die Zuschreibung von Wettbewerb zu den menschlichen Bedürfnissen bzw. eine Klärung, was genau &quot;Wettbewerb als Bedürfnis&quot; bedeuten kann (das fehlt).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Christian: Jochens Argumentation ist anders: Wettbewerb sei ein menschliches Bedürfnis, und dem entspräche der Kapitalismus sehr gut. Die Konkurrenz der Unternehmen ist kein Spaß, sondern Zwang, aber diese passe nun mal auf die Bedürfnisse der Menschen. Eine Entgegnung müsste also entweder die Gleichsetzung von Wettbewerb mit Kapitalismus in Frage stellen (das macht Benni) oder die Zuschreibung von Wettbewerb zu den menschlichen Bedürfnissen bzw. eine Klärung, was genau &#8220;Wettbewerb als Bedürfnis&#8221; bedeuten kann (das fehlt).</p>
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		<title>Von: Christian Siefkes</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-doppelte-radikalitaet-von-keimformen/#comment-14675</link>
		<dc:creator>Christian Siefkes</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 12:36:03 +0000</pubDate>
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		<description>@Jochen:

&lt;blockquote&gt;
Wenn Wettbewerb also auch Kapitalismus ein menschliches Bedürfnis ist, kann er nicht abgeschafft werden.
&lt;/blockquote&gt;

*lach* – als ob Unternehmen nur zum Spaß miteinander konkurrieren würden!

Es geht hier nicht um Bewusstsein, es geht um gesellschaftliche Organisation.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jochen:</p>
<blockquote><p>
Wenn Wettbewerb also auch Kapitalismus ein menschliches Bedürfnis ist, kann er nicht abgeschafft werden.
</p></blockquote>
<p>*lach* – als ob Unternehmen nur zum Spaß miteinander konkurrieren würden!</p>
<p>Es geht hier nicht um Bewusstsein, es geht um gesellschaftliche Organisation.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-doppelte-radikalitaet-von-keimformen/#comment-14674</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 10:38:37 +0000</pubDate>
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		<description>@Jochen: Also ich bin ein 68er Kind. Ich persönlich kenne kein Kind eines 68ers, das in die &quot;raubtierkapitalistische Fraktion&quot; gewechselt hätte. Das machen die 68er doch meistens selber. Soviel dazu ;-)

Ansonsten ist Wettbewerb natürlich nicht das selbe wie Kapitalismus. Freie Kooperation und Wettbewerb sind kein Widerspruch.

Ein gezähmter Kapitalismus ist natürlich absolut notwendig. Ein ungezähmter würde diesen Planeten wahrscheinlich so schnell verbrauchen wie man nicht gucken kann. Der Kapitalismus funktioniert also sowieso nur gezähmt. Nur hat die Zähmerei halt da ihre Grenzen, wo es ans Eingemachte geht, an die grundlegenden Funktionsprinzipien. Das Problem ist aber nun, dass genau diese grundlegenden Funktionsprinzipien sich immer wieder als extrem dysfunktional (im Sinne einer menschlichen Gesellschaft) herausstellen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jochen: Also ich bin ein 68er Kind. Ich persönlich kenne kein Kind eines 68ers, das in die &#8220;raubtierkapitalistische Fraktion&#8221; gewechselt hätte. Das machen die 68er doch meistens selber. Soviel dazu <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ansonsten ist Wettbewerb natürlich nicht das selbe wie Kapitalismus. Freie Kooperation und Wettbewerb sind kein Widerspruch.</p>
<p>Ein gezähmter Kapitalismus ist natürlich absolut notwendig. Ein ungezähmter würde diesen Planeten wahrscheinlich so schnell verbrauchen wie man nicht gucken kann. Der Kapitalismus funktioniert also sowieso nur gezähmt. Nur hat die Zähmerei halt da ihre Grenzen, wo es ans Eingemachte geht, an die grundlegenden Funktionsprinzipien. Das Problem ist aber nun, dass genau diese grundlegenden Funktionsprinzipien sich immer wieder als extrem dysfunktional (im Sinne einer menschlichen Gesellschaft) herausstellen.</p>
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		<title>Von: Jochen Hoff</title>
		<link>http://keimform.de/2008/die-doppelte-radikalitaet-von-keimformen/#comment-14673</link>
		<dc:creator>Jochen Hoff</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 10:03:53 +0000</pubDate>
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		<description>Niemand kann in einem System leben, ohne nicht zumindest in den Grundzügen systemkonform zu sein. Deshalb ist jede Diskussion über Systemkonformität auch sinnlos. 

Das gleiche gilt meiner Meinung nach auch für jede Kapitalismusdiskussion in den den nächsten 200 Jahren, aber wahrscheinlich für immer. Solange Menschen Spaß daran haben ihre Position in ihrem eigenen Wertesystem dadurch zu bestimmen, wo andere stehen, bleibt es bei Wettbewerb. 

Wenn Wettbewerb also auch Kapitalismus ein menschliches Bedürfnis ist, kann er nicht abgeschafft werden. Der Ansatz müsste also erst einmal lauten den Kapitalismus zu zähmen, ihm Regeln zu verpassen und bei der durchbrechen der Regeln schwer, vor allem aber kapitalistisch zu bestrafen. Nämlich mit Geldentzug, der gleichzeitig ja auch Bedeutungsverlust bedeutet. 

Wir können versuchen den Wertehorizont unserer Kinder zu erweitern, wobei das schon einmal nicht geklappt hat. Die Kinder von uns bemühten 68ern sind häufig genau in die raubtierkapitalistische Fraktion gewechselt, weil sie sich stark genug für den Kampf fühlten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand kann in einem System leben, ohne nicht zumindest in den Grundzügen systemkonform zu sein. Deshalb ist jede Diskussion über Systemkonformität auch sinnlos. </p>
<p>Das gleiche gilt meiner Meinung nach auch für jede Kapitalismusdiskussion in den den nächsten 200 Jahren, aber wahrscheinlich für immer. Solange Menschen Spaß daran haben ihre Position in ihrem eigenen Wertesystem dadurch zu bestimmen, wo andere stehen, bleibt es bei Wettbewerb. </p>
<p>Wenn Wettbewerb also auch Kapitalismus ein menschliches Bedürfnis ist, kann er nicht abgeschafft werden. Der Ansatz müsste also erst einmal lauten den Kapitalismus zu zähmen, ihm Regeln zu verpassen und bei der durchbrechen der Regeln schwer, vor allem aber kapitalistisch zu bestrafen. Nämlich mit Geldentzug, der gleichzeitig ja auch Bedeutungsverlust bedeutet. </p>
<p>Wir können versuchen den Wertehorizont unserer Kinder zu erweitern, wobei das schon einmal nicht geklappt hat. Die Kinder von uns bemühten 68ern sind häufig genau in die raubtierkapitalistische Fraktion gewechselt, weil sie sich stark genug für den Kampf fühlten.</p>
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