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	<title>Kommentare zu: Abstraktes und konkretes Allgemeines</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Roger Beathacker</title>
		<link>http://keimform.de/2008/abstraktes-und-konkretes-allgemeines/#comment-15442</link>
		<dc:creator>Roger Beathacker</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 23:37:57 +0000</pubDate>
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		<description>Ah - habe die doppelte Verneinung uebersehen .. gut, dann ist meine Conclusio natuerlich nicht zutreffend.

Allerdings bin ich &lt;b&gt;nicht&lt;/b&gt; der Ansicht, dass wir denken koennen, was wir sind (dann waeren wir so eine Art Gott). Der Punkt ist eben, dass wir &lt;b&gt;uns&lt;/b&gt; (selbst) nie &lt;b&gt;vollstaendig&lt;/b&gt; erfahren koennen und vollstaendig &lt;b&gt;denken&lt;/b&gt; (sofern wir hier Denken als begriffliches Denken fassen) schon gar nicht. Das &lt;b&gt;Ganze&lt;/b&gt; unseres selbst erfahren wir so wenig, wie das Ganze eines anderen oder das Ganze der Welt. Und selbst wenn jemand diese Erfahrung machen koennte/sollte/wuerde/ - sie waere nicht kommunizierbar. Man kann dann vielleicht davon berichten, darueber reden, &quot;dass&quot; ... - aber das &quot;was&quot; bliebe unklar und wissenschaftlich unzugaenglich. 

Umgekehrt &lt;b&gt;sind&lt;/b&gt; wir aber (auch) was wir denken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ah &#8211; habe die doppelte Verneinung uebersehen .. gut, dann ist meine Conclusio natuerlich nicht zutreffend.</p>
<p>Allerdings bin ich <b>nicht</b> der Ansicht, dass wir denken koennen, was wir sind (dann waeren wir so eine Art Gott). Der Punkt ist eben, dass wir <b>uns</b> (selbst) nie <b>vollstaendig</b> erfahren koennen und vollstaendig <b>denken</b> (sofern wir hier Denken als begriffliches Denken fassen) schon gar nicht. Das <b>Ganze</b> unseres selbst erfahren wir so wenig, wie das Ganze eines anderen oder das Ganze der Welt. Und selbst wenn jemand diese Erfahrung machen koennte/sollte/wuerde/ &#8211; sie waere nicht kommunizierbar. Man kann dann vielleicht davon berichten, darueber reden, &#8220;dass&#8221; &#8230; &#8211; aber das &#8220;was&#8221; bliebe unklar und wissenschaftlich unzugaenglich. </p>
<p>Umgekehrt <b>sind</b> wir aber (auch) was wir denken.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2008/abstraktes-und-konkretes-allgemeines/#comment-15441</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 23:16:12 +0000</pubDate>
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		<description>@Roger:&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;“Du kannst die menschliche Natur nicht nicht denken, da sie uns gleichsam in jeder Sekunde begleitet, da wir sie sind.&lt;/em&gt;
&lt;p&gt;Daraus folgt: wir koennen nicht &lt;b&gt;denken&lt;/b&gt; was wir &lt;b&gt;sind&lt;/b&gt;.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;Nein, daraus folgt: Wir können nicht &lt;b&gt;nicht&lt;/b&gt; denken, was wir sind.

Dass Kant hingegen &lt;em&gt;das&lt;/em&gt; nicht denken kann, ist offensichtlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Roger:<br />
<blockquote><em>“Du kannst die menschliche Natur nicht nicht denken, da sie uns gleichsam in jeder Sekunde begleitet, da wir sie sind.</em></p>
<p>Daraus folgt: wir koennen nicht <b>denken</b> was wir <b>sind</b>.</p>
</blockquote>
<p>Nein, daraus folgt: Wir können nicht <b>nicht</b> denken, was wir sind.</p>
<p>Dass Kant hingegen <em>das</em> nicht denken kann, ist offensichtlich.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2008/abstraktes-und-konkretes-allgemeines/#comment-15440</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 23:10:10 +0000</pubDate>
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		<description>@Thomas: Ja, ich (über-) reagiere an diesem Punkt emotional, weil ich die Konsequenzen des Nihilismus so -- unmenschlich finde. Unmenschlich, weil so ganz der herrschenden Logik entsprechend, und das mit einem Gestus der Abgeklärtheit: Auf die Niederungen der »menschlichen Natur« lasse ich mich nicht hinab, darüber bin ich schon hinweg.

Mir geht&#039;s beileibe nicht um die Propheten, sondern um uns, um diejenigen, die eine Emanzipation wollen. Es geht einfach nicht zusammen, Emanzipation und Nihilismus. Das kann ich schlicht und unwissenschaftlich nicht gut ertragen. Wenn ich mich dann abgeregt habe, kann ich es auch sachlich begründen, nur soweit kommt es oft gar nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Thomas: Ja, ich (über-) reagiere an diesem Punkt emotional, weil ich die Konsequenzen des Nihilismus so &#8212; unmenschlich finde. Unmenschlich, weil so ganz der herrschenden Logik entsprechend, und das mit einem Gestus der Abgeklärtheit: Auf die Niederungen der »menschlichen Natur« lasse ich mich nicht hinab, darüber bin ich schon hinweg.</p>
<p>Mir geht&#8217;s beileibe nicht um die Propheten, sondern um uns, um diejenigen, die eine Emanzipation wollen. Es geht einfach nicht zusammen, Emanzipation und Nihilismus. Das kann ich schlicht und unwissenschaftlich nicht gut ertragen. Wenn ich mich dann abgeregt habe, kann ich es auch sachlich begründen, nur soweit kommt es oft gar nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Roger Beathacker</title>
		<link>http://keimform.de/2008/abstraktes-und-konkretes-allgemeines/#comment-15439</link>
		<dc:creator>Roger Beathacker</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 22:17:00 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;i&gt;&quot;Du kannst die menschliche Natur nicht nicht denken, da sie uns gleichsam in jeder Sekunde begleitet, da wir sie sind. &lt;/i&gt;

Daraus folgt: wir koennen nicht &lt;b&gt;denken&lt;/b&gt; was wir &lt;b&gt;sind&lt;/b&gt;.

Ergo: Ist es unsinnig unser Sein &lt;b&gt;als&lt;/b&gt; (menschliche) &quot;Natur&quot; zu denken.

Ich erinnere an Kant:

&lt;i&gt;&quot;Es sind viele Gesetze der Natur, die wir nur vermittelst der Erfahrung wissen können, aber die Gesetzmäßigkeit in Verknüpfung der Erscheinungen, d. i. die Natur überhaupt, können wir durch keine Erfahrung kennen lernen, weil Erfahrung selbst solcher Gesetze bedarf, die ihrer Möglichkeit a priori zum Grunde liegen.

Die Möglichkeit der Erfahrung überhaupt ist also zugleich das allgemeine Gesetz der Natur, und die Grundsätze der erstern sind selbst die Gesetze der letztern. Denn wir kennen Natur nicht anders, als den Inbegriff der Erscheinungen d. i. der Vorstellungen in uns, und können daher das Gesetz ihrer Verknüpfung nirgend anders, als von den Grundsätzen der Verknüpfung derselben in uns, d. i. den Bedingungen der notwendigen Vereinigung in einem Bewußtsein, welche die Möglichkeit der Erfahrung ausmacht, hernehmen.
[...]
Wir müssen aber empirische Gesetze der Natur, die jederzeit besondere Wahrnehmungen voraussetzen, von den reinen oder allgemeinen Naturgesetzen, welche, ohne daß besondere Wahrnehmungen zum Grunde liegen, bloß die Bedingungen ihrer notwendigen Vereinigung in einer Erfahrung enthalten, unterscheiden, und in Ansehung der letztern ist Natur und mögliche Erfahrung ganz und gar einerlei, und, da in dieser die Gesetzmäßigkeit auf der notwendigen Verknüpfung der Erscheinungen in einer Erfahrung (ohne welche wir ganz und gar keinen Gegenstand der Sinnenwelt erkennen können) mithin auf den ursprünglichen Gesetzen des Verstandes beruht; so klingt es zwar anfangs befremdlich, ist aber nichtsdestoweniger gewiß, wenn ich in Ansehung der letztern sage: der Verstand schöpft seine Gesetze (a priori) nicht aus der Natur, sondern schreibt sie dieser vor.&quot;&lt;/i&gt;

&lt;a href=&quot;http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/texte/prolegom/prolegom.htm#186&quot;&gt;Immanuel Kant. Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik die als Wissenschaft wird auftreten können.&lt;/a&gt;

Man wird fragen duerfen: wie sollte das Erfahrende im Erfahrbaren (vollstaendig!) enthalten sein?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>&#8220;Du kannst die menschliche Natur nicht nicht denken, da sie uns gleichsam in jeder Sekunde begleitet, da wir sie sind. </i></p>
<p>Daraus folgt: wir koennen nicht <b>denken</b> was wir <b>sind</b>.</p>
<p>Ergo: Ist es unsinnig unser Sein <b>als</b> (menschliche) &#8220;Natur&#8221; zu denken.</p>
<p>Ich erinnere an Kant:</p>
<p><i>&#8220;Es sind viele Gesetze der Natur, die wir nur vermittelst der Erfahrung wissen können, aber die Gesetzmäßigkeit in Verknüpfung der Erscheinungen, d. i. die Natur überhaupt, können wir durch keine Erfahrung kennen lernen, weil Erfahrung selbst solcher Gesetze bedarf, die ihrer Möglichkeit a priori zum Grunde liegen.</p>
<p>Die Möglichkeit der Erfahrung überhaupt ist also zugleich das allgemeine Gesetz der Natur, und die Grundsätze der erstern sind selbst die Gesetze der letztern. Denn wir kennen Natur nicht anders, als den Inbegriff der Erscheinungen d. i. der Vorstellungen in uns, und können daher das Gesetz ihrer Verknüpfung nirgend anders, als von den Grundsätzen der Verknüpfung derselben in uns, d. i. den Bedingungen der notwendigen Vereinigung in einem Bewußtsein, welche die Möglichkeit der Erfahrung ausmacht, hernehmen.<br />
[...]<br />
Wir müssen aber empirische Gesetze der Natur, die jederzeit besondere Wahrnehmungen voraussetzen, von den reinen oder allgemeinen Naturgesetzen, welche, ohne daß besondere Wahrnehmungen zum Grunde liegen, bloß die Bedingungen ihrer notwendigen Vereinigung in einer Erfahrung enthalten, unterscheiden, und in Ansehung der letztern ist Natur und mögliche Erfahrung ganz und gar einerlei, und, da in dieser die Gesetzmäßigkeit auf der notwendigen Verknüpfung der Erscheinungen in einer Erfahrung (ohne welche wir ganz und gar keinen Gegenstand der Sinnenwelt erkennen können) mithin auf den ursprünglichen Gesetzen des Verstandes beruht; so klingt es zwar anfangs befremdlich, ist aber nichtsdestoweniger gewiß, wenn ich in Ansehung der letztern sage: der Verstand schöpft seine Gesetze (a priori) nicht aus der Natur, sondern schreibt sie dieser vor.&#8221;</i></p>
<p><a href="http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/texte/prolegom/prolegom.htm#186">Immanuel Kant. Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik die als Wissenschaft wird auftreten können.</a></p>
<p>Man wird fragen duerfen: wie sollte das Erfahrende im Erfahrbaren (vollstaendig!) enthalten sein?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2008/abstraktes-und-konkretes-allgemeines/#comment-15438</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 21:44:27 +0000</pubDate>
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		<description>@Thomas: Das war jetzt aber sehr wissenschaftlich geantwortet ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Thomas: Das war jetzt aber sehr wissenschaftlich geantwortet <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Berker</title>
		<link>http://keimform.de/2008/abstraktes-und-konkretes-allgemeines/#comment-15437</link>
		<dc:creator>Thomas Berker</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 19:46:50 +0000</pubDate>
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		<description>Bis &quot;Interessant finde ich auch&quot; sind wir uns weitgehend einig. Allerdings wuerde ich mit Worten wie &quot;Degeneration&quot; und &quot;Ungeheuer&quot; nicht so freigiebig umgehen wie du es tust, auch mit der Unterstellung von Reflexen und dem Vorwurf der Verweigerung. 

Falsche Propheten zu widerlegen ist ohne Zweifel ein hehres Ziel. Aber damit, dass man selbst glaubt, man habe widerlegt, ist es ja leider nicht getan. Wichtig ist dass der falsche Prophet von seinem Prophetenthron gestossen wird, vielleicht sogar selbst versteht wo er/sie sich irrt. Ich weiss ja nicht wie deine Erfahrung damit ist, aber ich habe hoechst selten gesehen, dass Wissenschaft das vermochte. 

Nun scheint mir, du reagierst so auf diese Erfahrung: &quot;Umso schlimmer! Dass der falsche Prophet und seine Anhaenger sich nicht mit meiner Wissenschaft ueberzeugen lassen beweist nur noch deutlicher, dass sie falsch sind! Zumindest tut es meiner Sache keinen Abbruch.&quot;

Mir hingegen liegt naeher, von Wissenschaft nicht (mehr) zu erwarten, sie koenne den Schleier der Erscheinung von den Dingen reissen. Und das muss eben &lt;b&gt;nicht&lt;/b&gt; in Nihilismus und Monstroesitaet enden! Damit beginnt vielmehr eine kritische Reflektion auf Wissenschaft, ihre Moeglichkeiten und Grenzen. Wissenschaft, so ein Ergebnis dieser Reflektion, ist eine soziale (genauer: sozio-technische) Praxis, ebenso verwickelt in Taeuschung, Hoffnung und Leben wie andere Praxen auch. Und ich meine auch beobachtet zu haben, dass diejenigen, die sich auf die Superioritaet einer bestimmten Form des Denkens versteifen, sich gleichzeitig einer Beschraenkung des Denkens unterwerfen, die ihrem Denken nicht bekommt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bis &#8220;Interessant finde ich auch&#8221; sind wir uns weitgehend einig. Allerdings wuerde ich mit Worten wie &#8220;Degeneration&#8221; und &#8220;Ungeheuer&#8221; nicht so freigiebig umgehen wie du es tust, auch mit der Unterstellung von Reflexen und dem Vorwurf der Verweigerung. </p>
<p>Falsche Propheten zu widerlegen ist ohne Zweifel ein hehres Ziel. Aber damit, dass man selbst glaubt, man habe widerlegt, ist es ja leider nicht getan. Wichtig ist dass der falsche Prophet von seinem Prophetenthron gestossen wird, vielleicht sogar selbst versteht wo er/sie sich irrt. Ich weiss ja nicht wie deine Erfahrung damit ist, aber ich habe hoechst selten gesehen, dass Wissenschaft das vermochte. </p>
<p>Nun scheint mir, du reagierst so auf diese Erfahrung: &#8220;Umso schlimmer! Dass der falsche Prophet und seine Anhaenger sich nicht mit meiner Wissenschaft ueberzeugen lassen beweist nur noch deutlicher, dass sie falsch sind! Zumindest tut es meiner Sache keinen Abbruch.&#8221;</p>
<p>Mir hingegen liegt naeher, von Wissenschaft nicht (mehr) zu erwarten, sie koenne den Schleier der Erscheinung von den Dingen reissen. Und das muss eben <b>nicht</b> in Nihilismus und Monstroesitaet enden! Damit beginnt vielmehr eine kritische Reflektion auf Wissenschaft, ihre Moeglichkeiten und Grenzen. Wissenschaft, so ein Ergebnis dieser Reflektion, ist eine soziale (genauer: sozio-technische) Praxis, ebenso verwickelt in Taeuschung, Hoffnung und Leben wie andere Praxen auch. Und ich meine auch beobachtet zu haben, dass diejenigen, die sich auf die Superioritaet einer bestimmten Form des Denkens versteifen, sich gleichzeitig einer Beschraenkung des Denkens unterwerfen, die ihrem Denken nicht bekommt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2008/abstraktes-und-konkretes-allgemeines/#comment-15421</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 10:47:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1014#comment-15421</guid>
		<description>@Thomas: Wie schon geschrieben, halte ich die Abwendung von der Befassung mit der menschlichen Natur für nachvollziehbar, will mensch doch nicht wieder in die Falle falscher Projektionen tappen. Aber dadurch wird man die Frage nicht los. Nihilistische Dekonstruktion funktioniert nicht: Du kannst die menschliche Natur nicht &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; denken, da sie uns gleichsam in jeder Sekunde begleitet, da wir sie &lt;em&gt;sind&lt;/em&gt;. Damit geht es auch ganz persönlich um die Frage, was du dir selbst zutraust, welchen Fragen du dich stellst und verantwortest.

Dem kann man -- wie geschrieben: nachvollziehbarer Weise -- aus dem Weg gehen, in dem man an die Stelle der menschlichen Natur einen »Leermenschen«, einen »Homunkulus« setzt (wie es die traditionelle Psychologie macht). Der wird dann nurmehr von der Gesellschaft »gefüllt«, ist den Bedingungen unterworfen, ist nurmehr Opfer und kann nicht anders. -- Das ist eine durch und durch ideologische und affirmative Konstruktion. Damit meine ich jetzt nicht dich, Thomas, einen gewissen »Orientierungsaspekt« gestehst du ja zu.

Selbstverständlich geht es nicht nur um die »Frage des richtigen Denkens«, sondern um die des richtigen, oder besser: adäquaten und redlichen Handelns. Und zwar jeden Tag. Sich davon abzuwenden, sich hier nicht zu verantworten, sich einem fiktiven Leermenschen, der nur der Homo Oeconomicus sein kann, hinzugeben, halte ich im Wortsinne für ungeheuerlich: Es gebiert Ungeheuer.

Interessant finde ich auch -- ich kann es nur als Degenerationssymptom dieser Gesellschaft deuten --, dass auf den Verweis auf Wissenschaft reflexartig ihre komplette (so verstehe ich deine Anführungszeichen) Infragestellung folgt -- anstatt mit den Mittel von (nicht: »der«) Wissenschaft die Auseinandersetzung zu führen und falsche Propheten zu widerlegen. Auch hier bringt Verweigerung aus meiner Sicht nichts.

Und finally: Es geht nicht darum, »Annahmen« über den Menschen zu machen. Derer haben wir wahrlich genug. Sondern es geht darum, zu begreifen, was die menschliche Natur ausmacht, um bloße »Annahmen« als unhaltbar abweisen (seltener als haltbar begründen) zu können. Dazu muss man sich allerdings auf das Feld der Wissenschaft begeben -- womit sich der Kreis schließt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Thomas: Wie schon geschrieben, halte ich die Abwendung von der Befassung mit der menschlichen Natur für nachvollziehbar, will mensch doch nicht wieder in die Falle falscher Projektionen tappen. Aber dadurch wird man die Frage nicht los. Nihilistische Dekonstruktion funktioniert nicht: Du kannst die menschliche Natur nicht <em>nicht</em> denken, da sie uns gleichsam in jeder Sekunde begleitet, da wir sie <em>sind</em>. Damit geht es auch ganz persönlich um die Frage, was du dir selbst zutraust, welchen Fragen du dich stellst und verantwortest.</p>
<p>Dem kann man &#8212; wie geschrieben: nachvollziehbarer Weise &#8212; aus dem Weg gehen, in dem man an die Stelle der menschlichen Natur einen »Leermenschen«, einen »Homunkulus« setzt (wie es die traditionelle Psychologie macht). Der wird dann nurmehr von der Gesellschaft »gefüllt«, ist den Bedingungen unterworfen, ist nurmehr Opfer und kann nicht anders. &#8212; Das ist eine durch und durch ideologische und affirmative Konstruktion. Damit meine ich jetzt nicht dich, Thomas, einen gewissen »Orientierungsaspekt« gestehst du ja zu.</p>
<p>Selbstverständlich geht es nicht nur um die »Frage des richtigen Denkens«, sondern um die des richtigen, oder besser: adäquaten und redlichen Handelns. Und zwar jeden Tag. Sich davon abzuwenden, sich hier nicht zu verantworten, sich einem fiktiven Leermenschen, der nur der Homo Oeconomicus sein kann, hinzugeben, halte ich im Wortsinne für ungeheuerlich: Es gebiert Ungeheuer.</p>
<p>Interessant finde ich auch &#8212; ich kann es nur als Degenerationssymptom dieser Gesellschaft deuten &#8211;, dass auf den Verweis auf Wissenschaft reflexartig ihre komplette (so verstehe ich deine Anführungszeichen) Infragestellung folgt &#8212; anstatt mit den Mittel von (nicht: »der«) Wissenschaft die Auseinandersetzung zu führen und falsche Propheten zu widerlegen. Auch hier bringt Verweigerung aus meiner Sicht nichts.</p>
<p>Und finally: Es geht nicht darum, »Annahmen« über den Menschen zu machen. Derer haben wir wahrlich genug. Sondern es geht darum, zu begreifen, was die menschliche Natur ausmacht, um bloße »Annahmen« als unhaltbar abweisen (seltener als haltbar begründen) zu können. Dazu muss man sich allerdings auf das Feld der Wissenschaft begeben &#8212; womit sich der Kreis schließt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Berker</title>
		<link>http://keimform.de/2008/abstraktes-und-konkretes-allgemeines/#comment-15420</link>
		<dc:creator>Thomas Berker</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 09:56:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1014#comment-15420</guid>
		<description>@Stefan:

&lt;cite&gt;Daraus aber den Schluss zu ziehen, den Kopf in den Sand zu stecken, und generell a priori und aus meiner Sicht auch völlig unlogisch den Schluss zu ziehen, man dürfe überhaupt nicht mehr über die »Natur des Menschen« nachdenken, halte ich für grundfalsch. Das nenne ich ein (ungeheuerliches) »Menschenbild«, was dahinter steckt.&lt;/cite&gt;

Von dürfen oder nicht kann nicht die Rede sein. Mir leuchtet die gesamte Denkstrategie nicht mehr ein: Man nimmt also irgendein unreduzierbares Potenzial &quot;des Menschen&quot; an, eine Natur, von dem aus man dann sein Gesellschaftsgebäude aufbaut - inklusive einer besseren Alternative. Was man dadurch zu gewinnen versucht ist klar: Orientierung im Wald der verwirrenden Vielfalt möglicher Welten, aber auch Legitimität und einen Haken, an den man diejenigen, die gegen &quot;die Natur&quot; des Menschen denken, hängen kann. 

Aber: Ist es nicht so, dass diese Art der &lt;strong&gt;Legitimierung&lt;/strong&gt; nicht mehr so recht legitimiert? Da kann man noch so viel darauf hoffen, das Offensichtliche sei doch für alle gleich offensichtlich, und der endgültige Beweis werde dann schon noch im einzelnen &quot;wissenschaftlich&quot; geführt werden. Das Klaffen der Erfahrungen des Bestehenden  wird sich nicht so schließen lassen. Und der Dissens über die Träume von einer besseren Welt wird sich so erst recht nicht entscheiden. &lt;i&gt;Nicht mehr&lt;/i&gt; so, seit diese spezifische Denkstrategie die Verbindlichkeit, die sie in einer historisch bestimmten Periode ansatzweise hatte, gründlich verloren hat. 

Das alles heisst nicht - und damit sind wir beim &lt;strong&gt;Orientierungsaspekt&lt;/strong&gt; - dass &lt;i&gt;ich&lt;/i&gt; sie nicht teile. Wenn ich Annahmen über &quot;den Menschen&quot; brauche, und die brauche ich in meiner Gesellschaftswissenschaft immer seltener, dann entsprechen die von Stefan skizzierten sowohl meinen Erfahrungen als auch meinen Träumen von einer besseren Welt. Das tun sie gerade in ihrer Offenheit, die andererseits allerdings leider (oder glücklicherweise?) auch ihre Funktion als Orientierung beeinträchtigt. 

Definitiv nicht mehr würde ich darauf setzen, dass es nur eine Frage des &lt;i&gt;richtigen&lt;/i&gt; Denkens, der richtigen Grundannahmen ist, dass meine Erfahrungen und Träume die aller Menschen werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan:</p>
<p><cite>Daraus aber den Schluss zu ziehen, den Kopf in den Sand zu stecken, und generell a priori und aus meiner Sicht auch völlig unlogisch den Schluss zu ziehen, man dürfe überhaupt nicht mehr über die »Natur des Menschen« nachdenken, halte ich für grundfalsch. Das nenne ich ein (ungeheuerliches) »Menschenbild«, was dahinter steckt.</cite></p>
<p>Von dürfen oder nicht kann nicht die Rede sein. Mir leuchtet die gesamte Denkstrategie nicht mehr ein: Man nimmt also irgendein unreduzierbares Potenzial &#8220;des Menschen&#8221; an, eine Natur, von dem aus man dann sein Gesellschaftsgebäude aufbaut &#8211; inklusive einer besseren Alternative. Was man dadurch zu gewinnen versucht ist klar: Orientierung im Wald der verwirrenden Vielfalt möglicher Welten, aber auch Legitimität und einen Haken, an den man diejenigen, die gegen &#8220;die Natur&#8221; des Menschen denken, hängen kann. </p>
<p>Aber: Ist es nicht so, dass diese Art der <strong>Legitimierung</strong> nicht mehr so recht legitimiert? Da kann man noch so viel darauf hoffen, das Offensichtliche sei doch für alle gleich offensichtlich, und der endgültige Beweis werde dann schon noch im einzelnen &#8220;wissenschaftlich&#8221; geführt werden. Das Klaffen der Erfahrungen des Bestehenden  wird sich nicht so schließen lassen. Und der Dissens über die Träume von einer besseren Welt wird sich so erst recht nicht entscheiden. <i>Nicht mehr</i> so, seit diese spezifische Denkstrategie die Verbindlichkeit, die sie in einer historisch bestimmten Periode ansatzweise hatte, gründlich verloren hat. </p>
<p>Das alles heisst nicht &#8211; und damit sind wir beim <strong>Orientierungsaspekt</strong> &#8211; dass <i>ich</i> sie nicht teile. Wenn ich Annahmen über &#8220;den Menschen&#8221; brauche, und die brauche ich in meiner Gesellschaftswissenschaft immer seltener, dann entsprechen die von Stefan skizzierten sowohl meinen Erfahrungen als auch meinen Träumen von einer besseren Welt. Das tun sie gerade in ihrer Offenheit, die andererseits allerdings leider (oder glücklicherweise?) auch ihre Funktion als Orientierung beeinträchtigt. </p>
<p>Definitiv nicht mehr würde ich darauf setzen, dass es nur eine Frage des <i>richtigen</i> Denkens, der richtigen Grundannahmen ist, dass meine Erfahrungen und Träume die aller Menschen werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2008/abstraktes-und-konkretes-allgemeines/#comment-15407</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 22:39:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/?p=1014#comment-15407</guid>
		<description>@Martin: Das trifft es ganz gut :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin: Das trifft es ganz gut <img src='http://keimform.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: StefanMz</title>
		<link>http://keimform.de/2008/abstraktes-und-konkretes-allgemeines/#comment-15406</link>
		<dc:creator>StefanMz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 22:37:16 +0000</pubDate>
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		<description>@Roger#3: Deinen Kriterien a) und b) kann ich folgen, nur entwertest du sie dann selbst: 

1. Die Sozialität, wie du es nennst, entsteht nicht aus sui generis »aus gesellschaftlichen Kontakten«, so als ob der Mensch vor diesen Kontakten gleichsam »ungesellschaftlich« wäre. Nein, die Sozialität kann der Mensch nur deswegen entfalten, weil er natürlich gesellschaftlich ist, weil es seine biologische Potenz ist, sich zu vergesellschaften. Ohne biologische Funktionsgrundlage wäre individuelle Vergesellschaftung gar nicht zu erklären. Und eben jene biologische Potenz ist seine gesellschaftliche Natur.

2. Das kooperative Verhalten ist nicht mit der menschlichen Natur gleichzusetzen.

3. Es handelt sich nicht einfach um ein »Menschenbild« wie ein Wunschgemälde, der Mensch möge so und so sein. Oder wie viele andere Ontologisierungen und Rückprojektionen. Ich mache auch keine Vorannahmen, sondern ich behaupte hier zunächst einmal, dass es so ist wie ich sage. Das wäre noch zu wissenschaftlich zu belegen. Bislang scheint mir das aber nicht notwendig zu sein, weil deine Gegenargumente selber von Annahmen ausgehen, die mir nicht stichhaltig erscheinen.

4. Es ist für mich völlig nachvollziehbar, warum es eine große Angst gibt, überhaupt über die »Natur des Menschen« sprechen zu wollen. Einige Beispiele hast du genannt, die -- wie es es nenne -- Ontologisierungen und Rückprojektionen sind. Auch stupide ungekehrte Vereigenschaftungen, etwa: »der Mensch ist gut« o. dgl. haben dazu beigetragen, da sie ja augenscheinlich nicht eingetroffen sind.

Daraus aber den Schluss zu ziehen, den Kopf in den Sand zu stecken, und generell a priori und aus meiner Sicht auch völlig unlogisch den Schluss zu ziehen, man dürfe überhaupt nicht mehr über die »Natur des Menschen« nachdenken, halte ich für grundfalsch. Das nenne ich ein (ungeheuerliches) »Menschenbild«, was dahinter steckt.

Mir scheint auch, dass dir der Status von Aussagen wie »wölfische Natur« und »gesellschaftliche Natur« nicht klar ist: Beim ersteren handelt es sich um Eigenschaftszuschreibungen als Ontologisierung menschlichen Verhaltens unter historisch-spezifischen gesellschaftlichen Formbedingungen, während die zweite Fassung gerade dies kritisiert, indem sie zwischen Gesellschaft und historisch-spezifischer Form zu unterscheiden vermag.

Marx hat übrigens mit etlichen Sentenzen deutlich Interpretationsspielraum gegeben. So wurde m.E. der Satz vom Wesen des Menschen als dem Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse in vereinseitigender Weise so interpretiert, als ob der Mensch eigentlich ein Tier sei, in das erst durch die gesellschaftlichen Verhältnisse Gesellschaft rein komme. Das entspricht ziemlich genau denen reaktionären Sichtweisen, gegen du dich zu recht wendest. Und das hätte Marx nie angenommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Roger#3: Deinen Kriterien a) und b) kann ich folgen, nur entwertest du sie dann selbst: </p>
<p>1. Die Sozialität, wie du es nennst, entsteht nicht aus sui generis »aus gesellschaftlichen Kontakten«, so als ob der Mensch vor diesen Kontakten gleichsam »ungesellschaftlich« wäre. Nein, die Sozialität kann der Mensch nur deswegen entfalten, weil er natürlich gesellschaftlich ist, weil es seine biologische Potenz ist, sich zu vergesellschaften. Ohne biologische Funktionsgrundlage wäre individuelle Vergesellschaftung gar nicht zu erklären. Und eben jene biologische Potenz ist seine gesellschaftliche Natur.</p>
<p>2. Das kooperative Verhalten ist nicht mit der menschlichen Natur gleichzusetzen.</p>
<p>3. Es handelt sich nicht einfach um ein »Menschenbild« wie ein Wunschgemälde, der Mensch möge so und so sein. Oder wie viele andere Ontologisierungen und Rückprojektionen. Ich mache auch keine Vorannahmen, sondern ich behaupte hier zunächst einmal, dass es so ist wie ich sage. Das wäre noch zu wissenschaftlich zu belegen. Bislang scheint mir das aber nicht notwendig zu sein, weil deine Gegenargumente selber von Annahmen ausgehen, die mir nicht stichhaltig erscheinen.</p>
<p>4. Es ist für mich völlig nachvollziehbar, warum es eine große Angst gibt, überhaupt über die »Natur des Menschen« sprechen zu wollen. Einige Beispiele hast du genannt, die &#8212; wie es es nenne &#8212; Ontologisierungen und Rückprojektionen sind. Auch stupide ungekehrte Vereigenschaftungen, etwa: »der Mensch ist gut« o. dgl. haben dazu beigetragen, da sie ja augenscheinlich nicht eingetroffen sind.</p>
<p>Daraus aber den Schluss zu ziehen, den Kopf in den Sand zu stecken, und generell a priori und aus meiner Sicht auch völlig unlogisch den Schluss zu ziehen, man dürfe überhaupt nicht mehr über die »Natur des Menschen« nachdenken, halte ich für grundfalsch. Das nenne ich ein (ungeheuerliches) »Menschenbild«, was dahinter steckt.</p>
<p>Mir scheint auch, dass dir der Status von Aussagen wie »wölfische Natur« und »gesellschaftliche Natur« nicht klar ist: Beim ersteren handelt es sich um Eigenschaftszuschreibungen als Ontologisierung menschlichen Verhaltens unter historisch-spezifischen gesellschaftlichen Formbedingungen, während die zweite Fassung gerade dies kritisiert, indem sie zwischen Gesellschaft und historisch-spezifischer Form zu unterscheiden vermag.</p>
<p>Marx hat übrigens mit etlichen Sentenzen deutlich Interpretationsspielraum gegeben. So wurde m.E. der Satz vom Wesen des Menschen als dem Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse in vereinseitigender Weise so interpretiert, als ob der Mensch eigentlich ein Tier sei, in das erst durch die gesellschaftlichen Verhältnisse Gesellschaft rein komme. Das entspricht ziemlich genau denen reaktionären Sichtweisen, gegen du dich zu recht wendest. Und das hätte Marx nie angenommen.</p>
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	</item>
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