Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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A Trillion Dollar Market

Wie mit Openness und Klimakatastrophe richtig viel Geld machen? Und gleichzeitig zu den Guten gehören? Das Project Better Place zeigt wie es geht. Kapitalismus ist pervers.

How to make really much money with openess and climatic catastrophe? And belonging to the good at the same time? Project Better Place shows how it works. Capitalism is perverse.

Kategorien: English, Feindbeobachtung

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23. Januar 2008, 09:50 Uhr   5 Kommentare

1 benni (23.01.2008, 11:59 Uhr)

Mir ist nicht klar, wo da die „Openess“ ins Spiel kommt.

Und mir ist auch nicht klar, wieso das jetzt besonders „pervers“ sein soll. Es ist doch eindeutig perverser Trillionen mit Dreckschleudern zu verdienen als mit Elektroautos (zumindestens wenn die wirklich mal mit erneuerbaren Energien gefüttert werden sollten) – wovon ja hier garnicht die Rede ist.

2 StefanMz (23.01.2008, 15:54 Uhr)

Bis vor kurzem gab es eine Video-Präsentation über das Projekt, worin auf die Offenheit des Projektes verwiesen wurde (jetzt scheint sie nicht mehr auf der Seite zu sein). Offenheit bezog sich auf die Software, die Schnittstellen, die Hardware usw. als Einladung an die Investoren. Irgendwo gibt auch eine Präsentation, dass man lieber neue Märkte schaffen solle, als alte zu beackern. Das ist auch „Offenheit“.

Auch die erneuerbaren Energien standen in dem Video im Vordergrund, jetzt ist kaum noch was auf der Website zu finden. Wahrscheinlich ist es inzwischen ganz ok, auch Atomstrom zu nehmen. Und auch die Tatsache der irrwitzigen Ressourcenverschleuderung durch den Individualverkehr wird natürlich mit keinem Wort erwähnt. Stattdessen werden Kinder genommen, mit denen ein herzerwärmender Spot gedreht wird, um die Leute zu Aussagen zu bringen wie: „Besser Elektroautos als Dreckschleudern“. Das nenne ich pervers oder mit deinen Worten „besonders pervers“ — alle dürfen sich gut fühlen dabei.

3 benni (23.01.2008, 16:42 Uhr)

Ok, Kapitalismus ist pervers, da sind wir uns ja einig. Die Frage ist doch aber wieso gerade sowas perverser sein soll als das was wir schon haben. Solche Sachen zeigen die Erneuerungsfähigkeit des Kapitalismus – und ihre Grenzen. Das macht sie spannend – aber doch nicht perverser als sowieso schon.

Das mit dem gut fühlen verbuche ich mal unter Werbung wie gehabt. Klar verkauft heutzutage jeder auch ein gutes Gefühl mit.

4 StefanMz (24.01.2008, 12:38 Uhr)

Hier wird etwas als Teil der Lösung ausgegeben, was Teil des Problems ist. Das ist verdreht: pervers. Anyway, wir werden von dem Projekt noch viel hören: http://www.heise.de/tp/blogs/2/102344
http://blogs.wsj.com/davos/2008/01/24/ideas-and-green-ones-too-that-take-flight-at-davos/

5 StefanMz (28.01.2009, 16:25 Uhr)

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