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»krisis 31« erschienen

krisis 31Nun endlich ist die Ausgabe 31 der Zeitschrift »krisis — Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft« erschienen. Schwerpunktthema ist die politische Ökonomie des Informationskapitalismus. Endlich, weil die Diskussion um das Thema der Universalgüter bereits heftig war, jedoch der Grundlagenaufsatz »Der Wert des Wissens« von Ernst Lohoff bislang nicht vorlag. Mit krisis 31 ist er nun verfügbar. Die aktuelle krisis-Ausgabe erscheint zunächst offline als proprietäres Kaufgut, später dann bestimmt auch mal online als freies Universalgut.

Das ist der Inhalt von krisis 31:

  • Ernst Lohoff: Der Wert des Wissens. Zur Kritik der politischen Ökonomie des „Informationskapitalismus“
  • Stefan Meretz: Der Kampf um die Warenform. Wie Knappheit bei Universalgütern hergestellt wird.
  • Peter Samol: Arbeit ohne Wert. Über das Scheitern der „Dienstleistungsgesellschaft“ und wie es mit dem Unterschied zwischen produktiver und unproduktiver Arbeit zusammenhängt
  • Franz Schandl: Maske und Charakter. Sprengversuche am bürgerlichen Subjekt

Kategorien: Medientipp, Theorie

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26. Juli 2007, 12:37 Uhr   10 Kommentare

1 StefanMz (06.09.2007, 17:25 Uhr)

Und hier gibt’s das Bashing dazu: Der Unwert des Unwissens

2 Juli (09.09.2007, 11:16 Uhr)

und? fühlste dich ertappt? ,-)

3 StefanMz (09.09.2007, 16:47 Uhr)

Ich fühl mich angepisst und bedroht. Wenn man diese 90% des Textes weglässt, gibt es ein paar interessante inhaltliche Punkte.

4 Beobachter (11.09.2007, 13:38 Uhr)

Also ich finde Rober Kurz hat da recht, wo diese Free-software-Nerds unfähig sind zum Widerstand! Wie der Stefan Meretz mit der brasilianischen Krisenverwaltung zusammenarbeitet und hier auch so was will dass nirgendwo mehr sozialer Widerstand ist sondern nur noch Free-Software-Neoliberalismus, das muss ganz klar bekämpft werden!

5 keimform.de » Universalgüterthese in der Diskussion (12.09.2007, 15:01 Uhr)

[…] Am 7. und 8. September fand die Veranstaltung zur politischen Ökonomie des Informationskapitalismus statt — leider ohne Sabine Nuss, die erkrankt war. So ging es an beiden Tagen um die Universalgüterthese. Am Freitag (7.9.) begründete Ernst Lohoff, warum aus seiner Sicht digitale Universalgüter keine Waren sind. Am Sonnabend (8.9.) stellte ich meine Überlegungen dazu vor, vgl. dazu auch die Plakate hier. Grundlage für beide Beiträge sind die jeweiligen Artikel in Krisis 31. […]

6 Juli (12.09.2007, 22:55 Uhr)

@Beobachter

Brasilien? Die Story is neu – erzähl mehr!

@Stefan

kann ich verstehen. beides.

7 Juli (16.09.2007, 23:43 Uhr)

krasse scheiße…. ich hab’s erst beim zweiten lesen so wirklich realisiert:

„Diese als „Emanzipation von der Warenform“ deklarierte Zumutung verdient keine argumentative Antwort mehr. Berufsmusiker (und andere InhaltsproduzentInnen) sind allerdings nicht unbedingt immer ätherische, sanfte und gewaltlose Wesen. Auf seine Propaganda einer Enteignung der ProduzentInnen selbst könnte Meretz eine Reaktion ernten, die ihn vielleicht dazu nötigt, seinerseits die Dienste von Polizei, Justiz und öffentlicher medizinischer Versorgung in Anspruch zu nehmen.“

da kriegt das mit der angst noch mal ne ganz neue dimension. ich bin entsetzt! jetzt mal im ernst! das geht ja mal gar nich…

8 Peter Bußfeld (19.02.2008, 12:45 Uhr)

http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=0&posnr=287

Obenstehend der Link zum auch im Internet zugänglichen Editorial von „EXIT! Heft 5“ (soll im März 2008 herauskommen), in dem neben einem Nachruf auf Andre Gorz und Beiträgen von u. a. Eske Bockelmann, Anselm Jappe und Roswitha Scholz auch der bereits elektronisch publizierte Robert-Kurz-Text „Der Unwert des Unwissens. Verkürzte ‚Wertkritik‘ als Legitimationsideologie eines digitalen Neo-Kleinbürgertums“ in Printfassung (versehen mit einem neuen Vorwort und mit neuen Zwischenüberschriften) erscheinen soll. Claus-Peter Ortlieb schreibt „für die EXIT!-Redaktion“: „Das aus der einschlägigen Szene geäußerte Ansinnen, diesen Text nicht abzudrucken, weil er EXIT! ‚diskreditieren‘ würde, können wir nur amüsiert zur Kenntnis nehmen.“

9 StefanMz (19.02.2008, 13:34 Uhr)

Das aus der einschlägigen Szene geäußerte Ansinnen, diesen Text nicht abzudrucken…

Haha, wer soll denn das gewesen sein, wo derText doch schon lange online steht — übrigens unter einer neuen URL.

10 Ohne Kampf kein Mampf? — keimform.de (19.02.2008, 16:34 Uhr)

[…] parallelen Versuch ähnlicher Art [wie John Holloway] haben Stefan Meretz und Ernst Lohoff in Krisis 31 vorgeführt. Die Szene, die damit bedient werden soll, ist die als „Ökonux“ […]

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