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	<title>Kommentare zu: Commons? Commonism!</title>
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	<description>Auf der Suche nach dem Neuen im Alten</description>
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		<title>Von: Beitragen statt Tauschen &#171; CommonsBlog</title>
		<link>http://keimform.de/2007/commons-commonism/#comment-14727</link>
		<dc:creator>Beitragen statt Tauschen &#171; CommonsBlog</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2008 19:12:53 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Commonsdefinition führt schnurstracks in die Hardinsche Verwirrung. Commons sind kein für jeden beliebig betretbares Niemandsland. Sie sind vielmehr etwas, das wir [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Commonsdefinition führt schnurstracks in die Hardinsche Verwirrung. Commons sind kein für jeden beliebig betretbares Niemandsland. Sie sind vielmehr etwas, das wir [...]</p>
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		<title>Von: keimform.de &#187; Commons und Open Access</title>
		<link>http://keimform.de/2007/commons-commonism/#comment-10223</link>
		<dc:creator>keimform.de &#187; Commons und Open Access</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 23:05:46 +0000</pubDate>
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		<description>[...] vom CommonsBlog hat das f&#252;r den Zusammenhang von Commons und OpenAccess f&#252;r mich in einem Kommentar getan: Bei rivalen G&#252;tern f&#252;hrt OpenAccess (also freie Nutzung) von Commons (also [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] vom CommonsBlog hat das f&#252;r den Zusammenhang von Commons und OpenAccess f&#252;r mich in einem Kommentar getan: Bei rivalen G&#252;tern f&#252;hrt OpenAccess (also freie Nutzung) von Commons (also [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Silke Helfrich</title>
		<link>http://keimform.de/2007/commons-commonism/#comment-10209</link>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Dec 2007 09:51:31 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo, noch kurz was zum &quot;Nutzenmaximierer&quot;  - ich beziehe mich auf den homo oeconomicus, der vor allem an der Realisierung kurzfristiger Gewinne interessiert ist, so wie er in der liberalen Wirtschaftstheorie absolut gesetzt wurde. 
Ich selbst finde das natürlich auch verkürzt und hinkend und stimme Euch perspektivisch ja zu. 
Interessant die Differenzierung, die Du zum de-buggen machst, Benni. Aber frag mal einen Agrarexperten, ob er mit der Idee etwas anfangen kann, dass einfach der Debuggingzyklus länger ist, um einmal freigesetztes genmanipuliertes Saatgut wieder &quot;einzufangen&quot;.  Natürlich müssen wir alle Arten von commons programmatisch-politisch zusammen denken. Nur dann kann die Debatte Wirkungsmacht entwickeln. Aber wir dürfen doch die Unterschiede zwischen natural ressource systems und commons of the minds nicht aus den Augen verlieren. Ich habe weit und breit keinen vernünftigen Text zur Politischen Ökonomie der Commons gefunden, der sich auf alle Commonskategorien beziehen würde. Das ist kein Zufall. Wenn Ihr da helfen könnt, wäre ich sehr dankbar.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, noch kurz was zum &#8220;Nutzenmaximierer&#8221;  &#8211; ich beziehe mich auf den homo oeconomicus, der vor allem an der Realisierung kurzfristiger Gewinne interessiert ist, so wie er in der liberalen Wirtschaftstheorie absolut gesetzt wurde.<br />
Ich selbst finde das natürlich auch verkürzt und hinkend und stimme Euch perspektivisch ja zu.<br />
Interessant die Differenzierung, die Du zum de-buggen machst, Benni. Aber frag mal einen Agrarexperten, ob er mit der Idee etwas anfangen kann, dass einfach der Debuggingzyklus länger ist, um einmal freigesetztes genmanipuliertes Saatgut wieder &#8220;einzufangen&#8221;.  Natürlich müssen wir alle Arten von commons programmatisch-politisch zusammen denken. Nur dann kann die Debatte Wirkungsmacht entwickeln. Aber wir dürfen doch die Unterschiede zwischen natural ressource systems und commons of the minds nicht aus den Augen verlieren. Ich habe weit und breit keinen vernünftigen Text zur Politischen Ökonomie der Commons gefunden, der sich auf alle Commonskategorien beziehen würde. Das ist kein Zufall. Wenn Ihr da helfen könnt, wäre ich sehr dankbar.</p>
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	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2007/commons-commonism/#comment-10208</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 18:04:30 +0000</pubDate>
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		<description>@Silke: Zum Nutzenmaximierer: Das macht doch in dieser Abstraktheit keinen Sinn. Da geht es doch immer drum welchen Nutzen ich meine. Und so lange das ein Nutzen ist, der an menschliche Bedürfnisse gekoppelt bleibt und nicht an den  sich selbstverwertenden Wert, funktionieren auch die Commons. Das ist eine Aussage, die ich sehr wohl für verallgemeinerbar halte. Das wäre mein Punkt 3. in Deiner Liste. Ansonsten klar, wie das dann inhaltlich aussieht, das kann ganz unterschiedlich sein, schrieb ich ja auch schon. Das ist ja gerade der Witz an der neuen Produktionsweise, die wir suchen: Sie nimmt wieder Rücksicht auf Inhalte, genau das tut der Kapitalismus ja eben nicht und deshalb haben in ihm die Commons einen so schweren stand.

Zum Debuggen: Das mit dem debuggen ist im übrigen auch in der &quot;unnatürlichen&quot; (was sollte das sein?) Welt nicht so viel anders. Wer einmal eine Webapplikation administriert hat, weiß wovon ich rede. Da ist ein Fehler auch sehr schnell nicht mehr rückholbar... ganz zu schweigen von Steuerungssoftware für technische Anlagen etc... ich wunder mich etwas, dass Du da wieder die scharfe Trennung aufmachst, die Du in Deinem Text ja sehr richtig verneint hast. Ich kenne im übrigen auch beide Arbeitsweisen, ich arbeite als Programmierer und hab (vor langer Zeit zugegeben) mal Zivi in einem Biotechlabor gemacht. So sehr unterscheiden die sich nicht. Der Hauptunterschied ist, dass die Debuggingzyclen extrem viel länger sind (Wochen statt Minuten). Aber daran arbeiten sie ja mit Hochdruck und da gibt es ja auch riesige Fortschritte in der Automatiserung von Gensequenzierung und so Sachen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Silke: Zum Nutzenmaximierer: Das macht doch in dieser Abstraktheit keinen Sinn. Da geht es doch immer drum welchen Nutzen ich meine. Und so lange das ein Nutzen ist, der an menschliche Bedürfnisse gekoppelt bleibt und nicht an den  sich selbstverwertenden Wert, funktionieren auch die Commons. Das ist eine Aussage, die ich sehr wohl für verallgemeinerbar halte. Das wäre mein Punkt 3. in Deiner Liste. Ansonsten klar, wie das dann inhaltlich aussieht, das kann ganz unterschiedlich sein, schrieb ich ja auch schon. Das ist ja gerade der Witz an der neuen Produktionsweise, die wir suchen: Sie nimmt wieder Rücksicht auf Inhalte, genau das tut der Kapitalismus ja eben nicht und deshalb haben in ihm die Commons einen so schweren stand.</p>
<p>Zum Debuggen: Das mit dem debuggen ist im übrigen auch in der &#8220;unnatürlichen&#8221; (was sollte das sein?) Welt nicht so viel anders. Wer einmal eine Webapplikation administriert hat, weiß wovon ich rede. Da ist ein Fehler auch sehr schnell nicht mehr rückholbar&#8230; ganz zu schweigen von Steuerungssoftware für technische Anlagen etc&#8230; ich wunder mich etwas, dass Du da wieder die scharfe Trennung aufmachst, die Du in Deinem Text ja sehr richtig verneint hast. Ich kenne im übrigen auch beide Arbeitsweisen, ich arbeite als Programmierer und hab (vor langer Zeit zugegeben) mal Zivi in einem Biotechlabor gemacht. So sehr unterscheiden die sich nicht. Der Hauptunterschied ist, dass die Debuggingzyclen extrem viel länger sind (Wochen statt Minuten). Aber daran arbeiten sie ja mit Hochdruck und da gibt es ja auch riesige Fortschritte in der Automatiserung von Gensequenzierung und so Sachen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: e.r.</title>
		<link>http://keimform.de/2007/commons-commonism/#comment-10183</link>
		<dc:creator>e.r.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 18:46:22 +0000</pubDate>
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		<description>@silke: ich habe echt ein problem mit dem negativ konotierten begriff nutzenmaximierer. als mensch und nutzenmaximierer bin ich doch daran interessiert, &quot;dass die Ressource erhalten bleibt, bzw. sich erweitert, Innovation und Kreativität fördert&quot; (das ist, so behaupte ich, auch der eigennutzbegriff bei adam smith), dann braucht es auch keine erzwungene exclusion (&quot;Kollektive, Gemeinde; manchmal auch dem Staat&quot;).

sonst geb ich dir recht, &quot;Man kann in der Natürlichen Welt nicht de-buggen.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@silke: ich habe echt ein problem mit dem negativ konotierten begriff nutzenmaximierer. als mensch und nutzenmaximierer bin ich doch daran interessiert, &#8220;dass die Ressource erhalten bleibt, bzw. sich erweitert, Innovation und Kreativität fördert&#8221; (das ist, so behaupte ich, auch der eigennutzbegriff bei adam smith), dann braucht es auch keine erzwungene exclusion (&#8220;Kollektive, Gemeinde; manchmal auch dem Staat&#8221;).</p>
<p>sonst geb ich dir recht, &#8220;Man kann in der Natürlichen Welt nicht de-buggen.&#8221;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Silke Helfrich</title>
		<link>http://keimform.de/2007/commons-commonism/#comment-10178</link>
		<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 14:17:43 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Benni, 
Danke für die ausführlichen Bezüge auf unseren Blog und für die Blumen. Auf dem Blog gibt es durchaus allerhand Historisches zu lesen. Aber er ist erst ein paar Monate alt, soll und wird weiter wachsen. Allerdings legen wir großen Wert darauf, den Allmendebegriff ein bisschen zu entstauben. Viele Leute denken immernoch an `glücklich grasende Kühe auf Schweizer Almen` wenn sie &quot;Allmende&quot; hören (so ähnlich hat das Bernd Lutterbeck mal formuliert).

Uns geht es schon um eine Commonsdebatte, die klassische Kriterien von Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Demokratie mit den &quot;New Commons&quot; (und der ihnen angemessenen Produktionsweise) der Wissensgesellschaft verbindet. Dabei kann man nicht immer alle Ideen zur Verregelung und Institutionalisierung auf alle Commonskategorien übertragen. Das scheinst Du aber zu tun. 

Es gibt tatsächlich ein &quot;ganz tief sitzendes Missverständnis in der Allmendedebatte&quot;, das auf Hardin und der famosen Metapher von der  “Tragik der Allmende” beruht. Es ist allerdings nicht das, was Du benennst. (wobei die Hardinsche Grundannahme vom Menschen als bloßer Nutzenmaximierer auch nicht haltbar ist, da hast Du schon recht. Der  Mensch ist jedoch auch Nutzenmaximierer - und dass dürfen wir wiederum nicht übersehen)
Also, das Mißverständnis ist: Hardin hat für natürliche Ressourcen(systeme) - also rivalisierende Güter - open access Situationen analysiert. Und festgestellt: Da passiert Übernutzung quasi zwangsläufig. 
Und für genau solche Situationen hat er auch meistens Recht. Dann hat er aber Open Access Situationen nicht sauber von in Gemeinbesitz befindlichen Ressourcensystemen getrennt und flugs behauptet: Übernutzung passiere zwangsläufig bei Ressourcen, die sich in Gemeinbesitz befinden. 
Und in dem Punkt irrt er (und mit ihm Heerscharen von Ökonomen und Politikern) Natürliche COMMONS sind nicht Open Access, vielmehr gehören sie in der Regel einer spezifischen Gemeinschaft (Kollektive, Gemeinde; manchmal auch dem Staat) die dann Zugangs- und Nutzungsregeln (inkl. Beschränkungen) festlegt, um Übernutzung zu vermeiden. 
Genau dass klappt bei Global Commons nicht. U.a. daher das Problem mit dem Klima, der Biodiversität... 
Also: Hardin hat Recht, aber nur für natürliche Ressourcensysteme in open access Situationen;  im Kapitalismus wie im Sozialismus. Seine Metapher und das darauffolgende tiefsitzende Mißverständnis hat der Commonsdebatte erheblichen Schaden zugefügt. 
Zur Diskussion um die Produktionsweise erstmal nur soviel: Es gibt nicht DIE DEN Commons angemessene Produktionsweise. Fürchte ich. Wir müssen immer fragen; 
von welcher Ressource reden wir? Wie funktioniert sie ökonomisch? Welche Gemeinschaft steht zu ihr in einer besonderen Beziehung/ist anspruchsberechtigt? Welche Rechtesysteme existieren schon/ sind hilfreich für eine Bewirtschaftung der Commons, die zwei Sachen sichert: 
1. dass die Ressource erhalten bleibt, bzw. sich erweitert, Innovation  und Kreativität fördert.
2. dass sie immer wieder an die Gesellschaft zurückfällt. 
Das ist eine der wenigen Aussagen, die aus meiner Sicht für alle Commons gilt.
Man kann freie Software als Alternative zu Microsoft aufbauen. 
Aber keine &quot;Freien Transgenen Organismen&quot; als Alternative zum Genamipulierten Saatgut Monsantos. Man kann in der Natürlichen Welt nicht de-buggen. Das ist auch ein zentraler Unterschied zwischen den unterschiedlichen Commonskategorien. 
Beste Grüße vom Commonsblog
Silke</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Benni,<br />
Danke für die ausführlichen Bezüge auf unseren Blog und für die Blumen. Auf dem Blog gibt es durchaus allerhand Historisches zu lesen. Aber er ist erst ein paar Monate alt, soll und wird weiter wachsen. Allerdings legen wir großen Wert darauf, den Allmendebegriff ein bisschen zu entstauben. Viele Leute denken immernoch an `glücklich grasende Kühe auf Schweizer Almen` wenn sie &#8220;Allmende&#8221; hören (so ähnlich hat das Bernd Lutterbeck mal formuliert).</p>
<p>Uns geht es schon um eine Commonsdebatte, die klassische Kriterien von Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Demokratie mit den &#8220;New Commons&#8221; (und der ihnen angemessenen Produktionsweise) der Wissensgesellschaft verbindet. Dabei kann man nicht immer alle Ideen zur Verregelung und Institutionalisierung auf alle Commonskategorien übertragen. Das scheinst Du aber zu tun. </p>
<p>Es gibt tatsächlich ein &#8220;ganz tief sitzendes Missverständnis in der Allmendedebatte&#8221;, das auf Hardin und der famosen Metapher von der  “Tragik der Allmende” beruht. Es ist allerdings nicht das, was Du benennst. (wobei die Hardinsche Grundannahme vom Menschen als bloßer Nutzenmaximierer auch nicht haltbar ist, da hast Du schon recht. Der  Mensch ist jedoch auch Nutzenmaximierer &#8211; und dass dürfen wir wiederum nicht übersehen)<br />
Also, das Mißverständnis ist: Hardin hat für natürliche Ressourcen(systeme) &#8211; also rivalisierende Güter &#8211; open access Situationen analysiert. Und festgestellt: Da passiert Übernutzung quasi zwangsläufig.<br />
Und für genau solche Situationen hat er auch meistens Recht. Dann hat er aber Open Access Situationen nicht sauber von in Gemeinbesitz befindlichen Ressourcensystemen getrennt und flugs behauptet: Übernutzung passiere zwangsläufig bei Ressourcen, die sich in Gemeinbesitz befinden.<br />
Und in dem Punkt irrt er (und mit ihm Heerscharen von Ökonomen und Politikern) Natürliche COMMONS sind nicht Open Access, vielmehr gehören sie in der Regel einer spezifischen Gemeinschaft (Kollektive, Gemeinde; manchmal auch dem Staat) die dann Zugangs- und Nutzungsregeln (inkl. Beschränkungen) festlegt, um Übernutzung zu vermeiden.<br />
Genau dass klappt bei Global Commons nicht. U.a. daher das Problem mit dem Klima, der Biodiversität&#8230;<br />
Also: Hardin hat Recht, aber nur für natürliche Ressourcensysteme in open access Situationen;  im Kapitalismus wie im Sozialismus. Seine Metapher und das darauffolgende tiefsitzende Mißverständnis hat der Commonsdebatte erheblichen Schaden zugefügt.<br />
Zur Diskussion um die Produktionsweise erstmal nur soviel: Es gibt nicht DIE DEN Commons angemessene Produktionsweise. Fürchte ich. Wir müssen immer fragen;<br />
von welcher Ressource reden wir? Wie funktioniert sie ökonomisch? Welche Gemeinschaft steht zu ihr in einer besonderen Beziehung/ist anspruchsberechtigt? Welche Rechtesysteme existieren schon/ sind hilfreich für eine Bewirtschaftung der Commons, die zwei Sachen sichert:<br />
1. dass die Ressource erhalten bleibt, bzw. sich erweitert, Innovation  und Kreativität fördert.<br />
2. dass sie immer wieder an die Gesellschaft zurückfällt.<br />
Das ist eine der wenigen Aussagen, die aus meiner Sicht für alle Commons gilt.<br />
Man kann freie Software als Alternative zu Microsoft aufbauen.<br />
Aber keine &#8220;Freien Transgenen Organismen&#8221; als Alternative zum Genamipulierten Saatgut Monsantos. Man kann in der Natürlichen Welt nicht de-buggen. Das ist auch ein zentraler Unterschied zwischen den unterschiedlichen Commonskategorien.<br />
Beste Grüße vom Commonsblog<br />
Silke</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Zitat des Tages &#171; CommonsBlog</title>
		<link>http://keimform.de/2007/commons-commonism/#comment-10174</link>
		<dc:creator>Zitat des Tages &#171; CommonsBlog</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 22:59:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/2007/12/18/commons-commonism/#comment-10174</guid>
		<description>[...] Dezember 2007 von Silke Helfrich    Heute habe ich - dank des Kommentars von Benny Bärmann auf Keimform zu diesem blog - was Zitierfähiges gefunden: Nick Dyer-Witherford schreibt in diesem [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Dezember 2007 von Silke Helfrich    Heute habe ich &#8211; dank des Kommentars von Benny Bärmann auf Keimform zu diesem blog &#8211; was Zitierfähiges gefunden: Nick Dyer-Witherford schreibt in diesem [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: benni</title>
		<link>http://keimform.de/2007/commons-commonism/#comment-10173</link>
		<dc:creator>benni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 21:19:22 +0000</pubDate>
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		<description>@er: Es gibt eine Studie, das globale Biolandwirtschaft möglich ist, weil global betrachtet eher ertragreicher(!) als das jetzige vorgehen. Leider finde ich das nicht mehr, war mal in unserem Empfehlungsfeed. Errinnert sich wer?

Auch das Bevölkerungswachstum ist ja nicht naturgegeben. Die Anzahl der Menschen wächst exponentiell, das kann so oder so nicht mehr lange weitergehen. Es gibt die These, dass das mit dem Patriarchat zusammenhängt, weil der Patriarch sich durch Kinderreichtum auszeichnen muss(te). Hab ich so mal bei Maturana gelesen, ich glaube in &quot;Liebe und Spiel&quot; (oder andersrum?).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@er: Es gibt eine Studie, das globale Biolandwirtschaft möglich ist, weil global betrachtet eher ertragreicher(!) als das jetzige vorgehen. Leider finde ich das nicht mehr, war mal in unserem Empfehlungsfeed. Errinnert sich wer?</p>
<p>Auch das Bevölkerungswachstum ist ja nicht naturgegeben. Die Anzahl der Menschen wächst exponentiell, das kann so oder so nicht mehr lange weitergehen. Es gibt die These, dass das mit dem Patriarchat zusammenhängt, weil der Patriarch sich durch Kinderreichtum auszeichnen muss(te). Hab ich so mal bei Maturana gelesen, ich glaube in &#8220;Liebe und Spiel&#8221; (oder andersrum?).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: e.r.</title>
		<link>http://keimform.de/2007/commons-commonism/#comment-10172</link>
		<dc:creator>e.r.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 21:06:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.keimform.de/2007/12/18/commons-commonism/#comment-10172</guid>
		<description>wenn man das problem der tragik der allmende nicht aus dem blickwinkel der &quot;unbegrenzten bedürfnisse&quot; betrachtet, und nicht allen menschen unterstellt, nur von zwölf bis mittag denken zu können, bleibt noch das problem des (nichtlinearen) bevölkerungswachstums.

die reproduktionskraft der erde ist begrenzt (und bitte packt mich jetzt nicht der einfachheit halber in die falsche ecke.) bei jared diamond finden sich da viele beispiele. deutsche ökobauern müssen eingestehen, sollte die gesamte landwirtschaftliche produktion auf &quot;nachhaltig&quot; umgestellt werden, könnte der bedarf nicht gedeckt werden (subtrahiert man die produkte, die auf grund künstlicher verknappung vergammeln siehts vielleicht etwas besser aus...)

gut, ich bin wie immer etwas am thema vorbei, nur muss sich diesem problem ja früher oder später auch eine peer-production stellen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>wenn man das problem der tragik der allmende nicht aus dem blickwinkel der &#8220;unbegrenzten bedürfnisse&#8221; betrachtet, und nicht allen menschen unterstellt, nur von zwölf bis mittag denken zu können, bleibt noch das problem des (nichtlinearen) bevölkerungswachstums.</p>
<p>die reproduktionskraft der erde ist begrenzt (und bitte packt mich jetzt nicht der einfachheit halber in die falsche ecke.) bei jared diamond finden sich da viele beispiele. deutsche ökobauern müssen eingestehen, sollte die gesamte landwirtschaftliche produktion auf &#8220;nachhaltig&#8221; umgestellt werden, könnte der bedarf nicht gedeckt werden (subtrahiert man die produkte, die auf grund künstlicher verknappung vergammeln siehts vielleicht etwas besser aus&#8230;)</p>
<p>gut, ich bin wie immer etwas am thema vorbei, nur muss sich diesem problem ja früher oder später auch eine peer-production stellen.</p>
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	</item>
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