Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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Architecture goes creative commons

Architektonische Designs sind natürlich wie geschaffen für offenes Teilen über Computernetze. Und diese Tendenz wird mit zunehmender Nutzung von computerbasierten Designwerkzeugen nur noch deutlicher werden. Technische Hindernisse existieren allerdings immernoch: Wer Architekten kennt, weiss wie sehr die auf hochaufgelöste graphische Repräsentationen abfahren. Und die sind datenintensiver als Texte, sei es als Wikipedia Artikel oder als Quellcode einer Anwendung. Kulturelle Barrieren gegenüber dem freien Teilen der kreativen Einfälle sind innerhalb der Architektenprofession ein weiteres schwerwiegendes Problem. Irgendein Äquivalent zur Hacker-Ethik der Freien Software fehlt hier vollkommen.

Sowohl die technischen als auch die kulturellen Hindernisse versucht seit heute das open architecture network auszuräumen (noch im beta Betrieb, bisher nur Screenshots der Tools). Das ist eine Implementation eines „open-share“ Mechanismus für alle, die mit Architektur zu tun haben. Viele der dort gesammelten Designs adressieren die sog. Dritte Welt und Fragen der Nachhaltigkeit. Getragen wird das von der non-profit Gruppe architecture for humanity, die sich beim Wiederaufbau nach Katrina und dem Tsunami in Indonesien einen Namen gemacht hat. Ein Interview mit den GründerInnen gibts bei Wired.

Man mag von den dort zugrundegelegten CC Lizenzen halten was man will, eine spannende Initiative ist das m.E. allemal und ich werde sie allen meinen Architektkollegen nahelegen.

Kategorien: Freie Hardware, Freie Inhalte

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9. März 2007, 00:19 Uhr   0 Kommentare

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