Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
Artikel drucken

Selbstentfaltende Reservearmee

Die Zeit berichtet unter dem Titel „Tausche Geist gegen Geld“ wie das Kapital sich das Innovationspotential von Freizeitforschern zunutze macht. Auch wenn die Aneignung der Ideen ärgert und die Düsentriebe anonym gegeneinander um den Preis für die beste Lösung streiten ist dies ein Beispiel für mögliche Peer-Produktion.

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Feindbeobachtung

Tags: ,

27. Dezember 2006, 07:26 Uhr   2 Kommentare

1 Christian (27.12.2006, 10:28 Uhr)

Und noch etwas gefällt Maria Vikmon nicht: Sie kann sich nicht mit anderen Innocentive-Teilnehmern austauschen, die an denselben Problemen arbeiten, kann den australischen Studenten, den kasachischen Professor und die chinesische Hausfrau nicht zum Kaffee in ihr Wohnzimmer einladen und mit ihnen ein Team bilden.

Vielleicht sollte man mal sowas ähnliches wie Innocentive machen, aber offen – die Leute, die an einem Problem arbeiten, können sich über geeignete Kanäle kennenlernen und austauschen, und die Ergebnisse stehen am Ende allen frei zur Verfügung? Das würde sicher noch einige weitere Synergien eröffnen…

Zugegebenermaßen könnte dann allerdings wohl kein Geld dafür gezahlt werden.

2 StefanMz (27.12.2006, 15:59 Uhr)

Die Zeitschrift NATURE hat dagegen ihr Open Peer Review wieder aufgegeben. Was ein Wunder – sie zahlt halt nix. Web 2.0 – aka „die anderen machen die Arbeit und ich kassiere“ – funktioniert nicht immer.

Aber all die Beispiele zeigen die gigantischen Möglichkeiten, wenn man die Perversion mit dem Geld los wäre…

Schreibe einen Kommentar