Auf der Suche nach dem Neuen im Alten
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»End Enclosures – build Commonism!«

Hey, kanntet ihr schon die Online-Zeitschrift »The Commoner«? Ich bin durch Zufall darauf gestoßen. Die Zeitung scheint stark durch den Post-/Operaismus und John Holloway inspiriert – die Zielbeschreibung liest sich sehr hollowayisch. Leider schlägt in einigen Artikeln dann ein wenig der alt-operaistische Klassenkampfismus durch, zum Beispiel in dem ansonsten lesenswerten Artikel über proprietäre und Freie Software (PDF).

Dabei ist der Ansatz sehr inspirierend: Die Zeitung sieht die historischen und aktuellen Auseinandersetzungen bestimmt durch den Gegensatz »Commons« vs. »Enclosures« bzw. »Allmende« vs. »Exklusion«. Genau darum ging und geht es: Die Menschen von der unmittelbaren Produktion ihrer Lebensbedingungen auszuschließen und zu entfremden, um die Ware-Geld-Beziehung als einzige Reproduktionsform durchzusetzen. Das erinnert mich an unsere Debatte über »Knappheit«.

Insofern fände ich die Bezeichnung »Commonism« für eine »Freie Gesellschaft« ganz passend:-) Leider ist die englische Wikipedia sich nicht zu doof, gleich auf »Communism« zu redirecten. Auch Google fragt einen »Meinten Sie: communism«, und dann landet man mit den ersten beiden Treffern auch gleich bei der Hardcore US-Propaganda. Bei der deutschen Wikipedia ist »Commonismus« noch frei!

Kategorien: Commons

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30. Oktober 2006, 00:15 Uhr   2 Kommentare

1 keimform.de » Triple-free (26.11.2007, 22:05 Uhr)

[…] »geschlossenen« Paradigma gibt es drei »stages of freedom« (Stufen der Freiheit): »sharing«, »commonist«, […]

2 keimform.de » Commons? Commonism! (18.12.2007, 19:23 Uhr)

[…] uns auf die Suche machen nach einer Produktionsweise, die den Commons angemessen ist, dem Commonismus, materiell und immateriell. Diese Antwort bleibt (noch?) aus. Ein erster Ansatz Peer-Production auf […]

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