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Copyright, copyleft and the creative anti-commons

Ich moechte euch gerne diesen Text ans Herz legen. Er argumentiert von links gegen Lessig und Creative Commons und erklaert kurzum den Kampf um geistiges Eigentum zum Nebenwiderspruch:

In an uncanny repetition of the copyright struggles that first emerged during the period of Romanticism, the excesses of the capitalist form of intellectual property are opposed, but using its own language and presuppositions. Creative Commons preserves Romanticism’s ideas of originality, creativity and property rights, and similarly considers “free culture” to be a separate sphere existing in splendid isolation from the world of material production. Ever since the 18th century, the ideas of “creativity” and “originality” have been inextricably linked to an anti-commons of knowledge. Creative Commons is no exception. There’s no doubt that Creative Commons can shed light on some of the issues in the continuing struggle against intellectual property. But it is insufficient at best, and, at its worst, it’s just another attempt by the apologists of property to confuse the discourse, poison the well, and crowd out any revolutionary analysis.

Kategorien: Eigentumsfragen, Theorie

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16. Dezember 2006, 05:13 Uhr   6 Kommentare

1 Christian (16.12.2006, 10:36 Uhr)

Der Link funktioniert nicht 🙁

2 Thomas Kalka (16.12.2006, 11:13 Uhr)
3 benni (16.12.2006, 11:34 Uhr)

Hab den Link angepasst.

4 benni (16.12.2006, 16:03 Uhr)

Also, um es mal kurz zusammenzufassen (weil der Text ganz schön lang ist und ihn sicher nicht jedeR lesen wird können/wollen): Die Nicht-Autorin dieses Textes ist der Meinung, Creative Common ist nicht radikal genug, weil man damit als Autor(in) Rechte zurückhalten kann. Dieses Argument ist zwar richtig, was ich aber nie verstehe, ist, wieso dann auch CC-BY-SA gleich mit abgelehnt wird. Das ist schliessich genau das Copyleft, dass sie haben will. Diese Ablehnung reduziert sich dann im Grunde auf eine Ablehnung der „Marke“ CC, weil die eine Irreführung beinhaltet. Dem kann ich nicht mehr so ganz folgen.

Für mich ist CC-BY-SA immer noch die bessere Wahl als GFDL, weil letztere im Grunde nur für Software-Dokumentationen taugt und extrem kompliziert ist.

Interessant auch, das irgendeine Software unter die Anti-Copyright-Klausel noch ein „all rights reserved“ gepackt hat.

5 StefanMz (17.12.2006, 16:03 Uhr)

Das hört sich deutlich nach Dmytri Kleiner an (und unten auch erwähnt wird), der bei Indymedia in eine ähnliche Richtung geschrieben hat und in keimform.de schon mal unter mit seiner Firma „Telekommunisten“ erwähnt wurde.

6 keimform.de » Nix neues von Lessig (25.12.2006, 08:49 Uhr)

[…] Der Gründer von Creative-Commons, Lawrence Lessig, wurde von der Süddeutschen interviewt. Dort macht er nochmal klar, dass er nicht gegen Copyrights und Patente ist, sondern nur das Copyright-Regime verändern will, um neue Geschäftsmodelle möglich zu machen. Da kann ich die KritikerInnen schon verstehen. Lessig ist derzeit JPMorgan-Fellow an der American Academy in Berlin. Den Chefposten von Creative Commons hat Lessig an Joi Ito, Venture-Kapitalist aus japan, übergeben. […]

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