Auf der Suche nach dem Neuen im Alten

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Gedanken zum politischen Elend unserer Zeit

450457Wo man hinblickt: Die Regression greift um sich, mit der Wahl Trumps als kurzzeitigem Höhepunkt. Der Nährboden dieser Entwicklung ist das Ressentiment (d.h. der Rassismus, Sexismus usw.). Die Ökonomie ist nur der Auslöser dieser Reflexe. Deshalb werden wir dem Problem mit einem Anti-Kapitalismus nur sehr begrenzt beikommen: Was die Querfronten allerorten belegen. Eine Krise würde diese Regression nur verstärken. Was wir also brauchen ist ein radikal anti-diskriminierende Politik zur Verteidigung der Offenen Gesellschaft als Grundlage für eine progressive Aufhebung des Kapitalismus.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Feindbeobachtung, Gender, Praxis-Reflexionen, Reichtum & Knappheit, Soziale Netzwerke

2. Dezember 2016, 12:07 Uhr   2 Kommentare

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Das ist unser Haus!

Ein großartiger Film über das Mietshäuser-Syndikat, ein cooles Beispiel für ein großes vernetztes Commons-Projekt von Projekten.

Produzenten des Films sind Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle und Holger Lauinger. Der Film wurde u.a. durch eine Crowdfundingkampagne finanziert und unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND veröffentlicht. Das bedeutet, der Fim darf nicht-kommerziell öffentlich aufgeführt werden. Das Team freut sich über die Mitteilung von Terminen solcher Vorführungen an termin ät das-ist-unser-haus.de.

Kategorien: Commons, Eigentumsfragen, Freie Hardware

1. Dezember 2016, 10:44 Uhr   Kommentieren

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Die Welt reparieren

die-welt-reparierenSehr cooles Buch! Gibt’s haptisch in bunt für 20 Euro und im freien Download – thanks Transcript. Eine Buchvorstellung gibt’s am 28.11.2016 in Berlin.

Intro: Weltweit entstehen immer mehr Initiativen des Selbermachens, in denen eine Vielfalt von Anliegen und Problemen kollektiv bearbeitet werden. In diesen – jenseits von Markt und Staat angesiedelten – kollaborativen Zusammenhängen wird ein basisdemokratisch orientiertes Verständnis von Zusammenleben und Urbanität erprobt und zugleich nach ökologisch und sozial sinnvollen Lösungen für grundlegende Formen der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Energie sowie für alle zugängliche Technik gesucht.

Dazu ein inspirierendes Video vom Festival offener Werkstätten von 2015:

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons, Eigentumsfragen, Freie Hardware, Medientipp

24. November 2016, 09:52 Uhr   Kommentieren

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Vortrag zum Commonismus in Leipzig

Ankündigungsplakat „Where Is an Alternative?“ (zum Vergrößern klicken)Am kommenden Dienstag, 15. November, ab 19 Uhr halte ich in Leipzig einen Vortrag mit Diskussion zum Thema Commonismus – selbstorganisiert und bedürfnisorientiert produzieren. Der Vortrag ist Teil der Reihe „Where Is an Alternative? Wege in eine bedürfnisorientierte Ökonomie“, veranstaltet von der Gruppe the future is unwritten (Facebook-Link) in Kooperation mit dem Student_innenRat der Uni Leipzig. Ort: Universität Leipzig, Hörsaal 10.

Aus der Ankündigung:

Im Kapitalismus wird nur gemacht, was Profit verspricht, auch wenn das zwangsläufig auf Kosten von Menschen und Natur geht. Doch diese Logik ist nicht alternativlos – Ansätze wie Freie Software, Open Hardware, solidarische Landwirtschaft oder das Mietshäuser-Syndikat zeigen, dass es anders geht. Sie basieren auf Commons, die kollektiv hergestellt und gepflegt werden und von vielen oder allen genutzt werden können. Und die Menschen kooperieren auf Augenhöhe, statt sich anderen unterzuordnen oder gegen andere konkurrieren zu müssen. Vollständigen Artikel lesen »

Kategorien: Arbeit & Freiheit, Termine

12. November 2016, 08:15 Uhr   2 Kommentare

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Von der Wertkritik zum Commonismus

Kategorien: Commons, Theorie

2. November 2016, 07:03 Uhr   Kommentieren

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Sabine Nuss über keimform.de

Sabine NussAm 22. September dieses Jahres jährte sich die Gründung dieses Blogs zum zehnten Mal — und es gibt ihn immer noch! Aus diesem erfreulichen Anlass haben wir einige Wegbegleiter_innen von keimform.de gebeten, uns ihre Gedanken zu diesem „Nicht-Projekt“ zu schicken. Die Antworten, die wir erhalten haben, veröffentlichen wir hier in loser Folge.

Das Blog Keimform.de ist auf der Suche nach dem Neuen im Alten und genau das macht es so reizvoll: Nicht vom Hier zum ganz anderen Morgen und dazwischen klafft ein tiefes Loch. Vielmehr ging es Keimform immer darum, an dem anzuknüpfen, was schon ist. Begonnen hat alles vor vielen Jahren mit den Diskussionen um die gesellschaftlichen Potentiale Freier Software – was können wir von der kooperativen, weltweit vernetzten Arbeit an einem Produkt lernen, dessen Bauplan allen frei zur Verfügung steht und jedem und jeder mit entsprechendem Know-How ermöglicht, daran weiter zu arbeiten?

Mittlerweile sind diese Überlegungen und Debatten auch bei den Commons gelandet. Das war eine Entwicklung zu einer Verallgemeinerung, zu einer breiten Anschlussfähigkeit, die viele ins Boot geholt hat und interessante Kooperationen ermöglichte. Bei aller Öffnung: Keimform.de bleibt sich treu, auch noch nach 10 Jahren gilt den MacherInnen: „Es geht um die Überwindung dieser warenförmigen Gesellschaft, um die Emanzipation der Menschen.“ Immer noch. Und das ist gut so.

Herzlichen Glückwunch zum Geburtstag!

Dr. Sabine Nuss, Journalistin und Politologin, Leiterin des Bereiches Politische Kommunikation bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Kategorien: Commons, Freie Software, Praxis-Reflexionen

30. Oktober 2016, 08:13 Uhr   Kommentieren

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Eine Welt, in der alle gut leben können

Titelbild „Die Welt reparieren“Das Potenzial der commonsbasierten Peer-Produktion

[Mein Beitrag zum neuen Sammelband Die Welt reparieren. Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis, herausgegeben von Andrea Baier, Tom Hansing, Christa Müller und Karin Werner (Transcript, Bielefeld 2016). Es ist auch möglich, das komplette Buch herunterzuladen (Lizenz: CC BY-NC-ND).]

Die Grundideen des Internets sind Offenheit und Dezentralität – jede soll mitmachen können, ohne erst andere um Erlaubnis fragen zu müssen. Wer heute das WWW benutzt, spürt davon womöglich nicht mehr viel. Wird nicht alles von einigen großen Plattformen wie Google, Facebook, Youtube und Amazon dominiert? Es mag so scheinen, doch ist das WWW nur ein kleiner Teil des Internets und die großen Plattformen sind nur ein kleiner Teil des WWW.

Und was auffällig ist: Auch bei Plattformen wie Facebook, Youtube und Twitter sind es die Benutzer (ich verwende weibliche und männliche Formen zufällig im Wechsel), die alle Inhalte beitragen – anders als beim Fernsehen und bei gedruckten Medien, deren Inhalte von bezahlten Profis erstellt werden. Google ist als Suchmaschine für die Vielfalt des WWW groß geworden, produziert also ebenfalls keine eigenen Inhalte, sondern ermöglicht es, diese zu finden. Beim Onlineshop Amazon spielt der „Marketplace“, auf dem Drittanbieter eigene Produkte verkaufen, eine zunehmend größere Rolle, und eBay lebt komplett von der Vermittlung der Angebote anderer Menschen und Firmen.

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Kategorien: Arbeit & Freiheit, Commons

27. Oktober 2016, 07:51 Uhr   3 Kommentare

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Stefan Merten über keimform.de

Stefan MertenAm 22. September dieses Jahres jährte sich die Gründung dieses Blogs zum zehnten Mal — und es gibt ihn immer noch! Aus diesem erfreulichen Anlass haben wir einige Wegbegleiter_innen von keimform.de gebeten, uns ihre Gedanken zu diesem „Nicht-Projekt“ zu schicken. Die Antworten, die wir erhalten haben, veröffentlichen wir hier in loser Folge.

September 2006 war das, als Keimform gegründet wurde – wie die Zeit vergeht… Damals war das Projekt Oekonux noch aktiv und alle, die damals Keimform gegründet haben, kamen aus dem „Oekonux-Stall“. Keimform, war ein Begriff, den wir in Oekonux oft verwendet haben.

Ich habe Keimform damals als interessantes Experiment erlebt – Blogs waren damals noch nicht so verbreitet und es war eine andere Form, als alles, was ich bis dahin kannte. Die Form hat sich auf jeden Fall bewährt – sonst hätte sie nicht zehn Jahre lang getragen.

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Kategorien: Freie Software, Praxis-Reflexionen

24. Oktober 2016, 07:31 Uhr   2 Kommentare

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Commons-Diskurs: Übergang

commons-jvmus-200Eine siebenteilige Serie mit Fragen an den Artikel Grundrisse einer freien Gesellschaft. Bisher erschienen: Freie Gesellschaft, Individuum und Gesellschaft, Konflikte, Abstimmungsprozesse, Inklusion, Stigmergie.

7. Übergang

Frage: Stefan, Du gehst in diesem Beitrag nicht darauf ein, wie die Übergangszeit zwischen heutigem Kapitalismus und zukünftiger Peer-Commons-Gesellschaft aussehen soll. Wie kann der Weg, den Du vorschlägst, wirklich Schritt für Schritt gegangen werden?

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Kategorien: Commons, Theorie

21. Oktober 2016, 07:08 Uhr   11 Kommentare

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Jürgen Leibiger über keimform.de

Jürgen LeibigerAm 22. September dieses Jahres jährte sich die Gründung dieses Blogs zum zehnten Mal — und es gibt ihn immer noch! Aus diesem erfreulichen Anlass haben wir einige Wegbegleiter_innen von keimform.de gebeten, uns ihre Gedanken zu diesem „Nicht-Projekt“ zu schicken. Die Antworten, die wir erhalten haben, veröffentlichen wir hier in loser Folge.

Ich gratuliere Euch zum Blog-Jubiläum.

Ich besuche Eure äußerst anregende Seite gerne, weil ich es für wichtig halte, Alternativen zum bestehenden System zu entwickeln und nach „Keimformen“ dafür im System zu suchen. Die Konzentration auf die Veränderung der sozialen Verhältnisse in der gesellschaftlichen Reproduktion ist nur zu begrüßen, wobei meines Erachtens nicht nur die Begriffsarbeit rund um das Commoning wichtig ist. Die Suche nach Keimformen erfordert analytische Arbeit bezüglich der Komplexität der bestehenden Verhältnisse und der Vielfalt möglicher Alternativen sowie transformatorischer Kräfte und Wege. Viel Erfolg bei der Zukunfts-Recherche!

Jürgen Leibiger, Wirtschaftswissenschaftler, Mitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen

Kategorien: Commons, Praxis-Reflexionen

18. Oktober 2016, 07:02 Uhr   1 Kommentar